Martin Heuberger. - Foto: Sascha Klahn

24.09.2014 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

Martin Heuberger entscheidet sich für Rückkehr zu beruflichen Wurzeln

Martin Heuberger bleibt dem Deutschen Handballbund nicht erhalten. Der ehemalige Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft hat sich für die Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln und die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit im gehobenen Dienst beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg entschlossen.

„Hinter mir liegen zwölf erlebnisreiche und zu einem großen Teil wunderbare Jahre, die mich geprägt haben”, sagt Heuberger. „Für mich war es jetzt aber an der Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Ich werde beim Landratsamt eine interessante Tätigkeit aufnehmen. Dem Handball bleibe ich trotzdem mit großem Interesse weiter verbunden.”

Heuberger hatte seine Arbeit im DHB 2002 als hauptamtlicher Juniorentrainer - und zunächst auch als Bundeslehrwart - begonnen. Nach dem Rücktritt von Heiner Brand übernahm der Schutterwälder im Sommer 2011 die Männer-Nationalmannschaft. Nach den gegen Polen knapp verlorenen WM-Play-offs war der zum 30. Juni dieses Jahres ausgelaufene Vertrag des 50-Jährigen nicht verlängert worden.

„Ich bedauere Martins Entschluss außerordentlich, habe aber auch großes Verständnis für seine Entscheidung”, sagt DHB-Präsident Bernhard Bauer. „Wir haben weiter großen Bedarf, unsere sportlichen Strukturen zu optimieren. Da hätten wir Martin Heuberger mit seinem Fachwissen sehr gern als Sportdirektor bei uns gesehen. Ich schätze ihn als herausragenden Handball-Experten, der zudem über große Verwaltungserfahrung verfügt. Wir sind Martin zu großem Dank verpflichtet, denn mit dem 5. Platz bei der WM in Spanien hat er uns letzten Endes nun doch die Teilnahme an der WM in Katar gesichert. Außerdem legte er mit seiner Tätigkeit bei den Junioren das Fundament für viele Karrieren. Die Spuren seiner Trainerarbeit werden wir in unserer Nationalmannschaft auf Jahre hinaus sehen.”

Unter dem Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger haben aus dem Aufgebot für die Schweiz-Länderspiele Torwart Silvio Heinevetter, Sven-Sören Christophersen (beide U20-Europameister 2004), Uwe Gensheimer, Tim Kneule, Michael Allendorf (alle U20-Europameister 2006), Patrick Wiencek, Patrick Groetzki, Kai Häfner (alle U21-Weltmeister 2009) sowie Johannes Sellin und Hendrik Pekeler (beide U21-Weltmeister 2011) internationale Titel gewonnen. Dies gilt auch für die verletzt fehlenden Steffen Weinhold (U20-Europameister 2006) und Steffen Fäth (U21-Weltmeister 2009).

„Ich drücke den Jungs die Daumen für weitere Erfolge und hoffe, dass sie in der Bundesliga möglichst viele Einsatzzeiten bekommen”, sagt Heuberger. „Dann kann sich auch die Stabilität entwickeln, die in Drucksituationen für internationale Erfolge nötig sein wird. Außerdem wünsche ich dem gesamten Präsidium Durchhaltevermögen auf dem Weg der Perspektive 2020.“

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