Heine Jensen. - Foto: Sascha Klahn/DHB

07.01.2015 · Home, Nationalteams, Frauen Nationalteam · Von: tok

Vertrag mit Bundestrainer Heine Jensen aufgelöst

Der Deutsche Handballbund und Bundestrainer Heine Jensen lösen ihren Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen rückwirkend zum 31. Dezember 2014 auf. 

„Wir haben eine mit Platz zehn enttäuschende Europameisterschaft hinter uns. Inzwischen haben wir  zahlreiche Gespräche geführt. Noch in Zagreb und in den Tagen danach haben wir mit den Trainern, aber auch mit Spielerinnen intensiv gesprochen und dabei die Spiele des letzten Jahres analysiert. Leider sind wir keinen Schritt vorwärts gekommen. Wir haben uns deshalb im beiderseitigen Einvernehmen dazu entschlossen, den Vertrag mit Heine Jensen aufzulösen“, sagt DHB-Präsident Bernhard Bauer. „Wir danken Heine Jensen für die von ihm geleistete Arbeit, die uns ja auch veranlasst hatte, seinen Vertrag bereits im Dezember 2013 zu verlängern.“ 

„Es ist das Beste für den deutschen Frauenhandball, Klarheit zu schaffen und grundsätzliche Prozesse wieder in die gewünschte Richtung zu lenken“, erklärte der für den Leistungssport verantwortliche DHB-Vizepräsident Bob Hanning. „Jetzt sind wir gefordert, die Weichen für den weiteren Weg richtig zu stellen. Wir werden nun in enger Abstimmung mit der HBF eine Lösung suchen, mit der wir die vor uns liegenden schweren Herausforderungen erfolgreich bestehen können.“

Die deutschen Handballerinnen treffen am 6./7. und 13./14. Juni in zwei Play-off-Spielen auf Rekord-Weltmeister Russland. Dabei kämpfen sie nicht nur um die Teilnahme an der Ende 2015 in Dänemark stattfinde Weltmeisterschaft, sondern auch um die letzte Qualifikationschance für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. 2017 ist Deutschland Gastgeber der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen. Erste Maßnahme im neuen Jahr wird ein Vier-Länder-Turnier Mitte März in Rumänien sein.

Heine Jensen, der mit dem HC Leipzig zweimal die Deutsche Meisterschaft gewonnen hat, begann im Frühjahr 2011 seine Arbeit als Frauen-Bundestrainer – zunächst noch mit Unterstützung von Renate Wolf, Dirk Leun und Dietmar Schmidt. Der 37-jährige Däne führte die Nationalmannschaft auf Platz 7 der EURO 2012 sowie ins WM-Viertelfinale 2013.

„Es war mir eine Freude und Ehre, für den Deutschen Handballbund und mit dieser Mannschaft zu arbeiten, aber das Team braucht nach dieser enttäuschenden EURO einen neuen Impuls“, sagt Jensen. „Ich bin dankbar für die Chance, die ich 2011 als junger Trainer bekommen habe. Bei den Trainerinnen und Trainern unseres Nachwuchses, der Liga und in den Landesverbänden möchte ich mich ebenso wie beim Team hinter dem Team für die Zusammenarbeit bedanken. Dem DHB und der Mannschaft wünsche ich viel Erfolg auf dem Weg zu den großen Zielen Olympiateilnahme und der WM 2017 in Deutschland.“

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