Die deutsche Jugend-Nationalmannschaft nach dem Turnier in Norwegen. Foto: DHB

21.02.2015 · Home, Nationalteams, Jugend weiblich Nationalteam · Von: au

Jugend-Nationalmannschaft unterliegt Norwegen im letzten Test 22:32

Die weibliche Jugend-Nationalmannschaft hat auf dem Weg zur Europameisterschafts-Qualifikation im März beim internationalen Turnier in Norwegen einen Dämpfer erhalten: Das Team von Frank Hamann und Zuzana Porvaznikova konnte nicht an den 27:22-Sieg gegen Serbien vom Donnerstag anknüpfen und kassierte im abschließenden Test gegen starke Norwegerinnen eine 22:32-Niederlage. Erfolgreichste Werferin und beste Spielerin der Partie war Emely Theilig mit sechs Treffern, Lea Rüther wurde zur besten Torhüterin des Turniers ausgezeichnet.

Die DHB-Auswahl hat die Anfangsminuten komplett verschlafen und lag bereits nach elf Minuten mit 0:8 im Hintertreffen. „Wir haben von Beginn an viel zu viel Respekt gezeigt und den Gegner mit leichten Fehlern immer wieder zu schnellen Gegenstößen eingeladen. Da müssen wir uns einfach konsequenter und aggressiver zur Wehr setzen“, sagte Frank Hamann nach dem Spiel. Angetrieben von der jungen Emely Theilig kämpfte sich die deutsche Mannschaft Schritt für Schritt in die Partie. Die Spielmacherin aus Zwickau brachte Struktur ins Angriffsspiel und setzte wichtige Impulse. Das Spiel war fortan zwar ausgeglichen, doch die schwachen Anfangsminuten führten zum 9:18-Halbzeitstand.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die DHB-Talente wechselhaft. Sehenswerten Aktionen folgten überflüssige Fehler, die die Skandinavierinnen gnadenlos bestraften. So blieb die große Aufholjagd aus. „Uns war wichtig, dass wir bis zum Ende mit Leidenschaft und Herz kämpfen. Auch von der Bank kam bis zum Abpfiff motivierende Unterstützung. Wir wollten uns definitiv nicht so geschlagen geben wie die Serbinnen, die am Vortag mit zwanzig Toren verloren hatten“, sagte DHB-Coach Hamann.

Der für den weiblichen Nachwuchs verantwortliche Leistungssportkoordinator Maik Nowak, der das Team nach Norwegen begleitete, hat wichtige Erkenntnisse aus der Maßnahme gewonnen: „Die schon sichtbare Spielstrategie scheint gegen starke Mannschaften wie Norwegen unerlässlich zu sein, da wir im individuell technisch/taktischen Bereich noch nicht stark genug sind. Alle, die mit den Spielerinnen arbeiten müssen hier anknüpfen, damit wir internationales Spitzenniveau erreichen.“

Noch am Abend wird sich das Team zusammensetzen und  ein Fazit aus den letzten beiden Tests vor der EM-Qualifikation ziehen. „Wir wollen mit der ganzen Mannschaft, aber auch mit den Spielerinnen einzeln sprechen und ihnen individuelle Ansätze zur Verbesserung mitgeben. In den nächsten Tagen werden wir uns dann Gedanken zur Kaderzusammenstellung machen, um mit der bestmöglichen Mannschaft die Qualifikation zu bestehen“, erklärte Hamann.

Die DHB-Talente der Jahrgänge 1998 und jünger treffen vom 20. bis zum 22. März im Rahmen des Qualifikationsturniers zur U17-Europameisterschaft in Budapest auf Ungarn, Griechenland und die Ukraine. Die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die Endrunde der Europameisterschaft, die vom 13. bis zum 23. August 2015 in Mazedonien ausgetragen wird. 

Das deutsche Aufgebot:

Tor: Lea Rüther, Celina Meissner
Feld: Saskia Probst (1 Tor), Amelie Berger (3), Nina Fischer (1), Isabell Hurst (1), Emely Theilig (6), Lena Smolik, Jennifer Souza (3), Vildana Halilovic, Lucie Kretzschmar, Julia Herbst (3), Lea Rüther, Amelie Bayerl (2), Anna Widmaier, Nathalie Schwarz, Jennifer Kämpf (2)

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