Maike und Tanja Schilha sind in den IHF-Kader berufen worden - Foto: Christian Schroedter/DHB

31.08.2015 · Slider, Home, Schiedsrichter · Von: BP

Tanja und Maike Schilha in IHF-Kader aufgenommen

Der Deutsche Handballbund verfügt seit Sonntagabend über ein drittes Schiedsrichtergespann auf IHF-Ebene: Maike und Tanja Schilha aus Meckenbeuren am Bodensee erhielten zum Abschluss eines GRTP-Kurses des Weltverbands im schwedischen Skövde ihr Diplom, um künftig Spiele auf IHF-Ebene zu leiten. Erst im April 2014 waren die beiden Schwestern in den EHF-Kader aufgenommen worden - und hatten seither bereits 28 internationale Spiele im Auftrag des europäischen Verbands geleitet.

Neben dem „Neuzugang“ Schilha/Schilha sind Lars Geipel/Markus Helbig sowie Robert Schulze/Tobias Tönnies im IHF-Kader - somit verfügt der DHB zudem nach Jutta Ehrmann-Wolf und Susanne Künzig zum zweiten Mal überhaupt über ein weibliches Gespann, das vom Weltverband nominiert wurde.

„Die Aufnahme in den IHF-Kader macht uns sehr stolz. Für alle, die den Weg von Maike und Tanja Schilha bislang begleitet haben, ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.

Maike Schilha (29) begann 2002 als Schiedsrichterin, ihre drei Jahre jüngere Tanja folgte 2004. Beide spielten zu jener Zeit noch für die SG Argental, waren dort auch Jugendtrainerinnen und übernahmen aufgrund des auch in ihrem Verein herrschenden Schiedsrichtermangels Verantwortung als Schiedsrichterinnen. Die Geschwister arbeiten beide bei der ZF Friedrichshafen AG. Seit 2011 haben sie auf DHB-Ebene bereits über 100 Spiele gepfiffen, unter anderem bei den beiden DHB-Pokal-FINAL4-Turnieren 2014 und 2015 in Leipzig und in Hamburg.

„Beide haben persönlich unheimlich viel investiert, und ihr gesamtes Umfeld hat mitgezogen. Sie haben sehr gute Leistungen gezeigt und sind dazu vorbildlich aufgetreten“ lobt Rauchfuß die Entwicklung von Maike und Tanja Schilha, und ergänzt: „Die Aufnahme in den IHF-Kader sollte auch für andere Schiedsrichterinnen ein Ansporn sein. Ihnen stehen alle Türen beim DHB offen.“

Die Nominierung der Schilha-Schwestern sei auch im Hinblick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2017 ein sehr positives Zeichen, sagt der DHB-Schiedsrichterchef: „Unser Konzept in diese Richtung ist hundertprozentig aufgegangen.“

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