Bundestrainer Dagur Sigurdsson und DHB-Generalsekretär Mark Schober (hinten) bei der Pressekonferenz in Stuttgart. - Foto: Sascha Klahn

04.01.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Mit Rückenwind in letzte EM-Tests – Steffen Weinhold neuer Kapitän

Einen Tag vor dem ersten Länderspiel des wegweisenden Jahres 2016 versprüht Männer-Bundestrainer Dagur Sigurdsson Optimismus: „Alle Spieler sind auf einem guten Weg, alle sind fit und alle trainieren fleißig“, sagte der Isländer am Montag bei einer Pressekonferenz in der Porsche-Arena in Stuttgart. Dort wird am Dienstag (20 Uhr, live auf Sport 1) mit dem Test gegen den mehrfachen Afrikameister Tunesien die letzte Phase der Vorbereitung auf die EURO in Polen eingeläutet.

Vor dem Gegner hat Sigurdsson Respekt: „Die Tunesier haben zuletzt die Schweiz und Österreich geschlagen, haben 2015 eine starke WM gespielt und zählen zu den stärksten afrikanischen Mannschaften.“ Nach der Partie in der bereits ausverkauften Porsche-Arena folgen am Samstag in Kassel (ebenfalls schon ausverkauft) und Sonntag in Hannover (noch einige Restkarten erhältlich) die letzten Tests gegen Sigurdssons isländischen Landsmänner. Beide Spiele werden jeweils ab 14.50 Uhr als Livestream im Internet von www.sportdeutschland.tv übertragen.

„Die ausverkauften Hallen belegen das große Interesse an der starken Marke Nationalmannschaft. Wir können Handball im Monat Januar einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, auch durch die TV-Übertragungen unserer EM-Spiele bei ARD und ZDF“, sagte DHB-Generalsekretär Mark Schober, der im Rahmen der Pressekonferenz zudem Lidl als neuen DHB-Partner präsentierte.

In Stuttgart gab Sigurdsson auch die letzte Personalentscheidung vor den finalen Testspielen bekannt: Steffen Weinhold vom THW Kiel ist neuer Spielführer der Nationalmannschaft, nachdem der eigentliche Kapitän Uwe Gensheimer wegen einer Verletzung für die EURO absagen musste. „Steffen war hinter Uwe schon bisher der zweite Kapitän und dessen rechte Hand. Er ist ein Führungsspieler und verfügt über die Akzeptanz in der Mannschaft und nach Außen“, begründete der Bundestrainer die Wahl.

Weinholds Vor-Vorgänger Oliver Roggisch, jetzt Teammanager der Nationalmannschaft, sieht die Aufgaben des Spielführers in der heutigen Konstellation als einfach an: „Alle Spieler verstehen sich untereinander sehr gut, die Aufgabe wird Steffen Weinhold daher nicht schwerfallen. Der Kapitän muss die Mannschaft vor dem Spiel nochmal richtig heiß machen. Das kann Steffen.“

Nach dem ersten Lehrgang kurz vor Silvester in Berlin hat die DHB-Auswahl nun ihr Quartier in Stuttgart bezogen, nach dem Länderspiel gegen Tunesien geht es weiter zum nächsten Lehrgang in Hannover. „Alle drei Partien sind enorm wichtig für uns“, sagte Sigurdsson, der zudem auf Rückenwind von den Rängen setzt: „Wir hoffen, dass die Fans hinter uns stehen, das ist auch wichtig für die EM.“

Taktisch gesehen plant der Bundestrainer in Stuttgart, Kassel und Hannover noch eine Alternativen auszuprobieren – generell unter der Prämisse: Hinten sicher stehen und mit Tempo nach vorne. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle einiger Spieler macht sich der Isländer keine Sorgen: „Alle Spieler, die da sind haben ihre Qualität. Wir haben die Breite, um dies zu kompensieren. Und wir haben viele Optionen.“ Ob Rune Dahmke (THW Kiel) nach seiner Sprunggelenk-Verletzung gegen Tunesien auflaufe kann, steht noch nicht fest.

Bei der EURO in Polen trifft die deutsche Mannschaft in der schweren Vorrundengruppe C in Breslau  auf Spanien (16. Januar, 18.30 Uhr, live im ZDF), Schweden (18. Januar, 20.30 Uhr, live in der ARD) und Slowenien (20. Januar, 17.15 Uhr, live im ZDF).

Die drei besten Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Das Weiterkommen ist auch das erste Ziel der DHB-Auswahl: „Wir waren bei der Auslosung in Topf 3, der die Plätze neun bis zwölf repräsentiert. Das wollen wir erstmal bestätigen, dann aber auch weiter nach oben“, sagte Sigurdsson.

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