Das Team der HSG Gummersbach/Derschlag ärgerte das Spitzenteam Fredenbeck. - Foto: Verein

25.02.2016 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

Gummersbacher U23 schrammt knapp an Überraschung vorbei

Die Handball Sport Gummersbach-Derschlag hat am Samstag-abend eine Sensation in der dritten Liga nur knapp verpasst. Der von Jörg Lützelberger trainierte Bundesligaunterbau des VfL Gummersbach hat beim Mitfavoriten für den Aufstieg in die zweite Bundesliga, dem VfL Fredenbeck, mit 28:30 (13:15) verloren.

Bis zur letzten Sekunde war ein Punktgewinn für die Gummersbacher drin, denn nachdem Alexander Arnold in der 58. Minute zum 26:29 verkürzt hatte, machte Alexandre Brüning das 27:29 (59. Mi-nute). Mit dem Treffer von Marco Curcic zum 28:29 nach 59:30 Minuten war das Remis noch möglich, doch mit dem Abpfiff traf Fredenbecks Lars Kratzenberg zum 30:28 für die Hausherren.

Bester Werfer für die Oberberger war der bärenstarke Kreisläufer Vladislav Veselinov mit acht Treffern, der allerdings in der Schlussphase nicht mehr auf dem Platz stand, nachdem er in der 57. Minute zum dritten Mal zwei Minuten erhalten hatte und somit disqualifiziert werden musste.

„Ich kann der Mannschaft kaum etwas vorwerfen", sagte nach der Partie Jörg Lützelberger. Im Gegenteil: „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, denn sie hat ihr Ziel, in Fredenbeck zu gewinnen, über 60 Minuten konsequent verfolgt", so der Trainer. Die Mannschaft habe in der Zeit, in der er nun Trainer ist, ihr „bestes Spiel“ gemacht. Man könne von Woche zu Woche die Entwicklung sehen, freute er sich.

Gleich zu Beginn legte die HSG auf 3:1 durch ein Tor von Veselinov vor. Der VfL konnte zwar nach zwölf Minuten (5:5) durch einen Treffer von Jonas Buhrfeind egalisieren, doch in der Folge waren es die Gäste, die dem Meisterschaftsanwärter ihr Spiel aufdrückten und nach 18 Minuten durch einen Treffer von Ioannis Frangis mit 10:7 in Führung gingen.

Diesen Vorsprung konnte das Team von Jörg Lützelberger in der Folge aber nicht halten, so dass Fredenbeck noch bis zum Pausenpfiff auf 15:13 vorlegte. Das brachte die HSG aber nicht von ihrem Kurs ab. Auch ein Vorsprung von vier Treffern für den VfL nach 36 Minuten sollte die Oberberger nicht entmutigen. Und die Moral wurde belohnt, denn nach 46 Minuten waren die Gäste wieder da, als Veselinov das 22:23 markierte. Doch nun war erneut Fredenbeck an der Reihe und marschierte bis zur 57. Minute noch einmal auf vier Treffer davon, ehe die HSG ihren Schlussspurt ansetzte, für den sie aber nicht mehr belohnt wurde.

„Der Schluss war ähnlich wie gegen Korschenbroich nur mit dem Unterschied, dass der VfL seinen Vorsprung über die Zeit gebracht hat“, sagte Lützelberger. Fredenbeck habe alles geben müssen, um beide Punkte daheim zu behalten. Anders sei gewesen, dass der VfL ab der 20. Minute physisch mit mehr Präsenz auf dem Platz gestanden habe. Und zudem eine gute Feuerkraft aus dem Rückraum besessen habe. Schließlich sei Fredenbecks Kreisläufer Fabian Schulte-Berthold nur schwer zu kontrollieren gewesen. Er traf allein schon fünf Mal. In der Summe aber ist Lützelberger davon überzeugt, dass er mit der Mannschaft auf dem Weg ist, der zum Klassenerhalt führen wird. „Neun Endspiele haben wir noch vor uns und wir würden uns riesig freuen, kommendes Wochenende gegen Varel vor einer großen Heimkulisse spielen zu dürfen. Das wäre für die Mannschaft die halbe Miete in diesem so wichtigen Spiel.“

Bitter für die HSG ist indes, dass sich Lukas Bader erneut schwer verletzt hat. Und zwar diesmal an der rechten Schulter. Ihm droht vermutlich ein erneuter, mehrwöchiger Ausfall. „Lukas ist nach sechs Wochen Verletzungs-Pause wieder gut zurückgekommen. Da ist es besonders ärgerlich, dass er uns vermutlich abermals für längere Zeit nicht unterstützen kann", sagte Lützelberger. Wie schwer die erneute Verletzung des Linkshänders ist, müssten die Untersuchungen zu Beginn der kommenden Woche zeigen.

Tore HSG: Curcic (5), Veselinov (8), Frangis (2), Arnold (2), Bader (2), ten Velde (3), Brüning (5/2), Pfeil (1).

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