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D-Jugend

Verbindliche Spielweisen: Von der Manndeckung

zur ersten offensiven Raumdeckung

In der D-Jugend sollte zunächst die Manndeckung – auf

dem ganzen Feld oder ab Mittellinie – weitergespielt wer-

den. Die Erfahrung zeigt aber, dass der direkte Wechsel von

der Manndeckung zur ersten offensiven Raumdeckung (1:5-

Abwehr) oft zu schwierig ist.

Sie sinkende Manndeckung (Grundprinzipien: kein Abwehr-

spieler verteidigt vor dem Ball; im Spiel 1 gegen 1 ohne Ball

auf Ballhöhe absinken) stellt dabei eine sehr gute methodi-

sche Zwischenstufe dar (siehe Info 6), da z. B. bereits wich-

tige Elemente wie das Sichern und Helfen in den Vorder-

grund rücken.

In der folgenden 1:5-Raumdeckung muss dann grundsätz-

lich offensiver verteidigt werden. Eine Grundaufstellung aller

Verteidiger innerhalb der Nahwurfzone ist untersagt. Angrei-

fer, die in die Nahwurfzone laufen, dürfen begleitet werden

(siehe Info 8). Ballführende Angreifer im Rückraum werden

vor der Freiwurflinie im Tiefenraum unter Druck gesetzt.

Info 7 gibt noch einmal einen zusammenfassenden Über-

blick über den Weg von der Mann- zur ersten offensiven

Raumdeckung.

D-Jugend

INFO

Grundregeln der sinkenden

Verbindliche Vorgaben

6 + 1 (keine Nebenformen)

Manndeckung

Sinkende Manndeckung außerhalb der Freiwurflinie

1:5-Abwehrformation (erste offensive Raumdeckung)

keine Einzelmanndeckung (auch in Unterzahl)

Torwart/7. Feldspieler darf nicht über die Mittellinie

Die Abwehrspieler sollen sich spätes-

tens auf Höhe der Wechselmarke im

eigenen Halbfeld ihrem jeweiligen

Gegenspieler zuordnen (Bild 1).

Die Abwehrspieler agieren grundsätzlich

zwischen dem Gegner und dem eigenen

Tor.

Die Abwehrspieler sollen ihren Gegen-

spieler und den Ball beobachten.

Benachbarte Abwehrspieler sollen gegen

mit Ball durchbrechende Angreifer aus-

helfen (Bild 2).

1) Entnommen aus dem Beitrag von Klaus Feldmann: Die sinkende Manndeckung. Zeitschrift

handballtraining Junior

Heft 1/2012, Seite 32-41.

So funktioniert die „Sinkende Manndeckung“