19.12.2015 · Slider, Home, DHB-Pokal, Verband · Von: tok

DHB-Pokalspiel Rhein-Neckar Löwen gegen MT Melsungen wird wiederholt

Das DHB-Pokalspiel der Rhein-Neckar Löwen gegen die MT Melsungen wird in kompletter Länge neu angesetzt. Dies ist das Ergebnis der mündlichen Verhandlung der 2. Kammer des Bundessportgerichts, die am heutigen Samstag unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Martin Gutzeit in Frankfurt am Main zusammenkam. Die schriftliche Begründung des Urteils folgt Anfang Januar.

Die MT Melsungen hatte Einspruch gegen die Wertung des DHB-Pokalspiels gegen die Rhein-Neckar Löwen eingelegt. Die Partie des Viertelfinales war am Mittwochabend mit 22:21 für die gastgebenden Rhein-Neckar Löwen geendet. Melsungen führte an an, dass es für den entscheidenden Siebenmeter keine Regelgrundlage gegeben habe.

Zum Hintergrund: Das Präsidium des Deutschen Handballbundes sowie die DKB Handball-Bundesliga und die Handball Bundesliga Frauen haben im Sommer zugestimmt, eine für 2017 beabsichtigte Regeländerung des Weltverbandes IHF im Spielbetrieb der 1. und 2. Ligen zu testen. Diese betrifft Regelwidrigkeiten in den letzten 30 Sekunden eines Spiels. Zum einen sollen fehlbare Mannschaften damit regeltechnisch stark sanktioniert werden, damit das zur Debatte stehende regelwidrige Verhalten möglichst unterbleibt. Zum anderen soll der benachteiligten Mannschaft ein unmittelbarer und deutlicher Vorteil zugesprochen werden, der die beabsichtigte Wirkung des regelwidrigen Verhaltens aufhebt. Diese Regelerprobung gilt allerdings nicht für den DHB-Pokal.

Bei der mündlichen Verhandlung äußerten alle Beteiligten und damit auch die Vertreter beider Vereine Verständnis für die Situation, in welche die Schiedsrichter beim Pokalspiel des Tabellenführers gegen den Vierten der Bundesliga geraten waren. Positiv sei zu bewerten, dass sowohl Schiedsrichter als auch Delegierter ihren Fehler eingeräumt hätten.

Die DKB Handball-Bundesliga teilte am Samstag mit, dass die Ansetzung des nun zu wiederholenden Pokal-Viertelfinals schnellstmöglich und unter Einbeziehung der betroffenen Vereine erfolge.

Für das REWE Final Four, das am 30. April und 1. Mai in Hamburg ausgetragen wird, haben sich bisher die SG Flensburg-Handewitt, der SC Magdeburg und der Bergische HC qualifiziert.

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