Das junge Team des SV Henstedt-Ulzburg sorgt dereit für Furore und übetrifft die sportliche Erwartung der Verantwortlichen. - Foto: Verein

07.01.2015 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm Verein

Henstedt-Ulzburg zieht positive Bilanz

Drittligist SV Henstedt-Ulzburg zieht positive Bilanz nach der Hin-Serie, sieht aber für die junge, neu formierte Mannschaft große Entwicklungspotenziale. „Es gibt keinen Grund, sich zurück zu lehnen“, sagt Trainer Sebastian Schräbler.

Neu-Aufbau mit guter Mischung

Nachdem einige Leistungsträgerinnen den SV Henstedt-Ulzburg (Handball 3. Liga Frauen) verlassen hatten, ging es für den neuen Trainer Sebastian Schräbler an den zügigen Neu-Aufbau der Mannschaft. Neben den bereits etablierten Kräften Laura Neu, Marleen Völzke, Tina Pejic, Janicke Bielfeldt, Mirlina Hani und Inga Schlegel stehen vor allem junge Talente im Kader der SVHU-Damen, die sich auch Frogs-Ladies nennen. Janne Hübner, Annika Fimmen, Merline Wünsche und Neuzugang Rebecca Allmenröder konnten sich bereits in der Vorbereitungsphase beweisen und ihre Spielanteile gut nutzen. Noch vor der Saison stießen mit Sabrina Wrage und Ann-Kathrin Skubich zwei alte Bekannte zurück in den SVHU-Kader.

Aus der Not eine Tugend – Chance für die jungen Talente

Die folgende Entscheidung fiel Trainer Sebastian Schräbler leicht. Die freien Plätze im Kader sollten ausschließlich mit jungen Nachwuchskräften besetzen. Aus dem eigenen Verein nehmen schon regelmäßig A- und B-Jugend-Spielerinnen am Trainingsbetrieb der Drittliga-Mannschaft teil. Alina Wandschneider (A-Jugend), Maxie Bech, Johanna Bahde, Kristin Bahde und Julia Mori (alle B-Jugend) konnten sogar schon erste Spielanteile in der Hinrunde und im Pokal-Wettbewerb sammeln. Hinzu kommen die beiden Kooperationen mit dem VfL Bad Schwartau und der JSG Alstertal/Norderstedt. Der VfL Bad Schwartau versorgte Celina Meissner (B-Jugend), Hanna Belgardt, Katharina Rahn und Stefanie Schoeneberg (alle A-Jugend) mit einem Doppelspielrecht. Die vier Talente wurden schnell in die Mannschaft integriert und wachsen an ihren Aufgaben. Rückraumspielerin Sabrina Langmann (JSG Alstertal/Norderstedt) konnte aufgrund von verschiedenen Verletzungen noch nicht wie geplant integriert werden. Aktuell fällt sie mit einer langwierigen Krankheit sogar komplett aus. Zur Freude des Trainer-Teams und auch der Zuschauer ging der Plan bisher auf, denn die jungen Spielerinnen konnten in der Hinrunde mehr und mehr Impulse setzen. Sebastian Schräbler lobt dabei vor allem seine Führungsspielerinnen Laura Neu, Tina Pejic, Janicke Bielfeldt und Marleen Völzke. „Die vier stehen zu 100% hinter der Einbindung der jungen Spielerinnen und unterstützen sie bei allen Gelegenheiten“, so Schräbler nach der Hinrunde in der 3. Liga Nord.

Sportlich über den Erwartungen

Die gelungene Integration der jungen Spielerinnen, der positive Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und einige Erfolge in der Anfangsphase der Hinrunde trugen dazu bei, dass sich die Frogs-Ladies im Mittelfeld festsetzen konnten (5. Platz, 14:12 Punkte). Diesen Teilerfolg hatte dem Team niemand zugetraut und so zeigte sich Sebastian Schräbler nach dem letzten Hinrundenspiel mehr als zufrieden. Ein Highlight war sicherlich das DHB-Pokalspiel der 2. Hauptrunde gegen den Erstligisten Spreefüxxe Berlin, der mit den beiden Nationalspielerinnen Nathalie Augsburg und Christine Beier angereist war. Die SVHU-Mannschaft um Kapitänin Tina Pejic verkaufte sich teuer und lag zur Pause nur mit sieben Toren zurück. Auch nach 45 Minuten sah es beim 8-Tore-Rückstand nicht anders aus, denn der Drittligist bot dem Erstligisten erfolgreich die Stirn. Sebastian Schräbler legte die Grüne Karte und bat seine Schützlinge zur Auszeit. Nach kurzer Absprache mit seinem Co-Trainer Frank Hamann wurde das komplette Team ausgewechselt und plötzlich standen gleich fünf Jugendspielerinnen für die letzten 15 Minuten auf dem Feld, davon mit Alina Wandschneider, Maxie Bech, Johanna und Kristin Bahde sogar vier aus dem eigenen Verein. Sabrina Langmann lief dazu noch im Rückraum auf. Torhüterin Kathrin Grawitter aus der eigenen Zweiten und Janicke Bielfeldt komplettierten die Aufstellung. Das Spiel ging zwar am Ende mit 19:40 Toren deutlich verloren, die mutige Aufstellung wurde aber vor allem vom begeisterten Publikum mit viel Applaus honoriert. Das gab Selbstvertrauen für die folgenden Spiele und so sammelten sich die SVHU-Damen immer mehr Punkte zusammen. Gegen die vier Mannschaften von ganz oben gab es jedoch Niederlagen und auch auswärts beim Buxtehuder SV sowie beim Berliner TSC war man unterlegen.

Engagierte Helfer im Umfeld – Wirtschaftliche Rahmenbedingungen verbessern

Eine ganz wichtige Basis für den Teilerfolg in der Hinrunde sind die vielen Helfer im Umfeld der Mannschaft, die sich unter anderem um den Hallenauf- und abbau kümmern. Auch die treuen Fans, die bei Heim- und Auswärtsspielen für tolle Stimmung sorgen, tragen einen wichtigen Teil bei. Im Weihnachtsmonat Dezember stand zudem eine Glühweinbude an verschiedenen Plätzen in und um Henstedt-Ulzburg. Von dem Erlös wird ein Teil der anfallenden Kosten für den Spielbetrieb abgedeckt. Der Rest wird vom leider noch sehr kleinen Sponsorenkreis übernommen. Hier wünscht sich Team-Manager Stefan Schubert für die Rückrunde noch Zuwachs. „Mit dem tollen ehrenamtlichen Engagement der vielen Helfer können wir bereits einiges bewegen. Das alleine reicht aber nicht aus und so würden wir uns über weitere Sponsoren sehr freuen, denn die Kosten für Auswärtsfahrten, Spielbetrieb, Ausrüstung usw. sind auch in der 3. Liga sehr hoch“, appelliert Stefan Schubert.

Ziele für die Rückrunde

Im Rahmen der mannschaftsinternen Weihnachtsfeier stand neben einem kurzweiligen Paint-Ball-Spiel und einem gemütlichen Essen auch die Auswertung der Hinrunde auf dem Programm. Der konstruktive Austausch zwischen Trainer-Team und Spielerinnen brachte viel Positives aber auch einige „Hausaufgaben“ für die Rückrunde mit sich. So sollen unter anderem die Trainings- und Spielleistungen konstanter werden, damit der Platz im oberen Mittelfeld möglichst lange verteidigt werden kann. Allen ist dabei klar, dass die gegnerischen Mannschaften die positive Entwicklung der Frogs-Ladies verfolgt haben. Die Aufgaben in der Rückrunde werden also eher schwerer als leichter und so ist eine knackige, wenn auch kurze Vorbereitungsphase geplant, in der intensiv an Technik, Taktik und Kondition gearbeitet werden soll.

Rückrundenauftakt mit schweren Aufgaben

Zum ersten Rückrundenspiel treten die Schützlinge von SVHU-Trainer Sebastian Schräbler beim Tabellenführer Werder Bremen an (10.01.2015, 18:30 Uhr). Schon eine Woche später folgt das Heimspiel gegen die Bundesligareserve des Buxtehuder SV. Anwurf im Schulzentrum ist am 17.02.2015 um 20:00 Uhr. Selbstvertrauen und Motivation sind vorhanden. Nun heißt es mit viel Trainingsfleiß und guten Spielleistungen den Weg fortzuführen und am Saisonende einen hoffentlich positiven Verlauf zu feiern.

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