DHB-Trainer Markus Baur. - Foto: DHB/Axel Heimken

31.07.2014 · Home, Nationalteams, Junioren Nationalteam · Von: BP

Markus Baur vor U20-EM-Halbfinale: „Dieser Jahrgang gehört zu den absoluten Topteams“

Fünf Spiele, fünf Siege, Sieger der Vorrundengruppe, Sieger der Hauptrundengruppe, souveräner Einzug ins Halbfinale: Die U20-Junioren des Deutschen Handballbunds haben ihren Vorschusslorbeer bei der Europameisterschaft in Österreich bestätigt. Der U18-Europameister und U19-WM-Dritte von 2013 kann am Freitagabend (20 Uhr in Linz) gegen Spanien den Finaleinzug perfekt machen. Um 17.30 Uhr treffen Dänemark und Schweden im ersten Halbfinale aufeinander.

DHB-Trainer Markus Baur geht optimistisch in die Partie gegen die Iberer, auch wenn er seine Mannschaft nicht auf den Favoritenschild heben will. Es ist das dritte Halbfinale mit deutscher Beteiligung in diesem Sommer: Nachdem die deutschen Juniorinnen bei der WM in Kroatien in der Vorschlussrunde standen und die deutsche weibliche Jugendmannschaft am Freitag (19.30 Uhr) im WM-Halbfinale in Mazedonien auf Dänemark trifft.

Mit einer weißen Weste ins Halbfinale - mit diesen Ergebnissen müssten Ihre bisherigen Ziele doch allesamt erfüllt sein?
Markus Baur: Unser Ziel war, von Spiel zu Spiel besser und sicherer zu werden. Diese Vorgaben hat die Mannschaft bislang über weite Strecken umgesetzt, das ist also gelungen. Im letzten Hauptrundenspiel gegen Slowenien war es eine fast komplette Partie auf hohem Niveau, zuvor gegen Schweden war die zweite Halbzeit stark.

Und jetzt wartet mit Spanien eine Mannschaft, die Ihr Team im Bronzefinale der Jugend-WM 2013 besiegt hatte...
Baur: Ja, wir wissen, dass wir sie schlagen können. Spanien stellt eine sehr robuste Truppe mit einer körperlich starken Abwehr. Wir wissen auch, dass wir schon am oberen Limit spielen müssen, um die Spanier zu schlagen.

Ist Ihre Mannschaft der Favorit auf den Finaleinzug?
Baur: Spanien hat in der sehr ausgeglichenen Parallelgruppe bereits zwei Spiele knapp verloren, wir haben noch keinen Punkt abgegeben - daher sagen die anderen, dass wir der Favorit sind. Ich würde es nicht Favoritenrolle nennen. Wie gesagt: Mit einer Topleistung können wir weiter kommen.

Worauf wird es im Halbfinale ankommen?
Baur: Alle Topteams bei der EM verfügen über starke Abwehrreihen. Das gesamte EM-Turnier hat wieder einmal gezeigt, dass alle Spiele über die Defensive entschieden werden. Kassieren wir weniger als 23, 24 Gegentore, haben wir beste Chancen aufs Finale. Wir müssen gegen Spanien also so gut decken, dass wir nicht allzu oft im Positionsangriff gegen ihre robuste Defensive anrennen müssen.

Ist die dritte Halbfinal-Teilnahme dieser Mannschaft in Serie nach EM 2012 und WM 2013 der nächste Schritt in der Entwicklung?
Baur: Wir haben EM-Gold und WM-Bronze gewonnen, das zeigt eindeutig, dass dieser Jahrgang weltweit zu den absoluten Topteams zählt. Und die Spitze in diesem Jahrgang ist auch die gleiche geblieben: Dieselben vier Mannschaften standen vor zwei Jahren bei der Jugend-EM in Österreich im Halbfinale, vor einem Jahr bei der Jugend-WM waren es Spanien, Dänemark und wir. Das sagt alles über die Stärke dieser vier Teams.

 

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