Gab der Abwehr Rückhalt und bot über 60 Minuten eine solide Leistung: Torhüter Paul Porath. - Foto: DHB/Hubert Kemper

14.08.2014 · Nationalteams, Jugend männlich Nationalteam · Von: oti

Auftakt der U18-EM: DHB-Team mit Start-Ziel-Sieg gegen Gastgeber Polen

Start-Ziel-Sieg der Jugend-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes bei der U18-Europameisterschaft: In Gdynia bezwang das DHB-Team Gastgeber Polen mit 31:22 (17:11). Freitag treffen die Deutschen im zweiten Vorrundenspiel auf Tschechien, Sonntag auf Weißrussland (Anpfiff jeweils um 17.30 Uhr und im Livestream zu sehen). DHB-Trainer Christian Schwarzer am Donnerstag mit Blick auf das Spiel am Freitag: „Heute war gut, morgen muss es aber noch besser werden. Tschechien steht jetzt schon mit dem Rücken an der Wand.“ Tschechien hatte am Donnerstagnachmittag die Auftaktbegegnung gegen Weißrussland mit 27:30 verloren (alle Ergebnisse).

Gegen Polen sahen die DHB-Trainer Schwarzer und Jochen Beppler einen unruhigen Beginn der Begegnung. Kevin Struck brachte die DHB-Auswahl mit 1:0 in Führung. Polen legte sofort nach, ließ sich auch nicht abschütteln. „Blacky“ Schwarzer: „Für viele der Jungs ist die Europameisterschaft das erste richtig große Turnier. Und wenn man dann im ersten Spiel gleich auf den Gastgeber trifft, ist das schon etwa anderes als Jugendbundesliga. Alles in allem haben wir die Polen schnell in den Griff bekommen.“ 

In Spielminute 16 führte das DHB-Team nach einem Treffer von Lukas Mertens mit 10:8. Polens Trainer Rafal Bernacki nahm die Auszeit. Fortan agierten die Gastgeber in der Abwehr defensiver, das DHB-Team im 6:0-Deckungsverbund aggressiver. Schwarzer: „Wir hatten abgesprochen, dass wir das Spiel aus der Abwehr heraus gestalten wollten. Das haben die Jungs auch gut gemacht. Vorne wollten wir die Polen mit unseren Kombinationen und Kreuzungen in Bewegung bringen, um uns Räume zu verschaffen. Auch das hat ab Mitte der ersten Spielhälfte gut geklappt.”

Im Ergebnis baute die DHB-Auswahl Tor um Tor den Vorsprung aus (14:8, 23. Minute; Halbzeit 17:11). Nicht zuletzt auch Verdienst von Torhüter Paul Porath, der über 60 Minuten eine solide Leistung zeigte. Lobende Worte finden die DHB-Trainer genauso für Poraths „Kollegen“ Joel Birlehm: „Mit 100 Prozent unser bester Mann heute”, sagt Christian Schwarzer. „Zwei Siebenmeter - beide gehalten.”

Gleich zu Beginn von Halbzeit zwei machte die DHB-Auswahl da weiter, wo sie am Ende der ersten Spielhälfte aufgehört hatte. In der 42. Minute führten die Deutschen schon mit 23:13. Für kurze Zeit schlichen sich Mitte der zweiten Hälfte technische Fehler in deren Spiel ein. Christian Schwarzer: „Da war ein wenig die Luft raus. Das kann gefährlich werden.“ Die DHB-Trainer nahmen die Auszeit. Die Mannschaft fing sich wieder. Endstand 31:22.

Als bester Spieler des DHB-Teams wurde Björn Zintel geehrt.

Nach Abpfiff der Begegnung gegen Polen bleiben den Akteuren der Jugend-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes keine 24 Stunden bis zum Anpfiff des Spiels gegen Tschechien. „Wenig Zeit, um zu regenerieren“, sagt Christian Schwarzer - und wiederholt: „Heute war gut, morgen muss es aber noch besser werden.” 

 

Deutschland - Polen 31:22 (17:11)

Deutschland: Paul Porath, Joel Birlehm; Robert Barten, Pascal Blos (1), Dominik Claus (3), Max Haider, Rico Keller (1), Pascal Kirchenbauer (4), Lukas Mertens (3), Jerome Müller (3), Jonas Müller , Moritz Schade (2), Kevin Struck (3), Lars Weisgerber (4), Alexander Williams (1), Björn Zintel (6)

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