Bundestrainer Dagur Sigurdsson (rechts) arbeitet künftig mit den Co-Trainern Axel Kromer (links) und Alexander Haase (Mitte). - Fotos: Axel Heimken und picture-alliance

19.11.2014 · Trainer, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

Dagur Sigurdsson entscheidet sich für zwei Co-Trainer

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat die Suche nach einem Assistenten beendet. Dem Isländer werden künftig - und damit auch bei der Weltmeisterschaft im Katar (15. Januar bis 1. Februar) - Alexander Haase und Axel Kromer als Co-Trainer zur Seite stehen. Punktuell stößt zudem Henning Fritz als Torwarttrainer zum Team, um als Mentor insbesondere mit den jüngeren Torhütern zu arbeiten.

„Mit Alexander und Axel habe ich zwei junge, aber bereits sehr erfahrene Trainer, die mich unterstützen”, sagt Sigurdsson. „Alexander kenne ich seit Jahren sehr gut. Und auch Axel sieht genau die Kleinigkeiten, die wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Er hat zudem einen super Blick auf den Nachwuchs im deutschen Handball. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den beiden. Mit sechs Augen können wir die Handball-Szene gut beobachten.”

Für die Doppel-Lösung hat sich Sigurdsson auch entschieden, um während der Weltmeisterschaft „Zeit zu gewinnen”: Haase und Kromer helfen dem Bundestrainer in der Videoarbeit und Spielvorbereitung und werden sich im Wechsel auf den jeweils nächsten Gegner konzentrieren. Sigurdsson: „Das gibt uns die Möglichkeit, weiter mit einem kleinen und kompakten Team rund um die Mannschaft arbeiten zu können.”

„Dagurs Entscheidung passt bestens in unser Konzept”, sagt Bob Hanning, für den Leistungssport zuständiger Vizepräsident des DHB. „Mit Axel Kromer haben wir einen Trainer aus dem DHB-Nachwuchs eingebunden. Damit stärken wir die Durchlässigkeit von den Junioren zur A-Nationalmannschaft. Axel Kromer und Alexander Haase sind ausgewiesene Experten im Nachwuchshandball mit Erfahrung auf Top-Niveau und sportwissenschaftlichem Hintergrund.”

Axel Kromer steht seit dem Sommer 2013 als Assistent des für die Junioren zuständigen DHB-Trainers Markus Baur in Diensten des DHB. Dieser Aufgabe wird der 36-jährige Diplom-Sportlehrer auch mit Blick auf die U21-WM im kommenden Sommer weiterhin nachgehen. Kromer, der selbst mit dem VfL Pfullingen in der Bundesliga spielte, arbeitet als Sportdirektor und Landestrainer für den HV Württemberg.

„Ich bin meinem Arbeitgeber und vor allem HVW-Präsident Hans Artschwager dankbar für die Freistellung. Zu dieser Aufgabe kann ich so nicht nein sagen”, sagt Kromer, der Sigurdsson bereits bei den Spielen der EURO-Qualifikation gegen Finnland und in Österreich assistierte. „Für mich ist das gerade mit Blick auf die Junioren der Jahrgänge 1994/95 doppelt interessant.” Baur und Kromer führten die DHB-Talente im August zum Gewinn der U20-EM. Aus diesem Team stehen Paul Drux und Fabian Wiede bereits im Kader der A-Nationalmannschaft.

Sigurdsson und Alexander Haase kennen sich schon aus vier gemeinsamen Jahren bei den Füchsen Berlin, die sie 2009 zusammen begonnen hatten. 2013 kehrte Haase aus persönlichen Gründen zum VfL Potsdam zurück. Für den derzeitigen Drittligisten ist der 38-Jährige als Sportlicher Leiter aktiv. In dieser Rolle und als Lehrer an der Sportschule Potsdam ist er zudem für die Eliteförderung der jungen Athleten zuständig.

„Ich freue mich sehr, dass ich diese Aufgabe übernehmen darf”, sagt Haase. „Ich liebe den Handball und lebe Tag und Nacht für diesen Sport.” Der Lehrer arbeitet für den DHB-Stützpunkt in Berlin und wirkte im Trainerrat am neuen Sichtungskonzept des DHB mit. Erster Einsatz in neuer Rolle wird dann Ende Dezember ein Kurzlehrgang in Frankfurt am Main sein - mit diesem beginnt die WM-Vorbereitung.

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