Steffen Weinhold. - Foto: Sascha Klahn/DHB

04.01.2015 · Home, Nationalteams, Männer Nationalteam · Von: tok

WM-Test in Reykjavik: Gelungener Start mit 31:24 gegen Island

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft ist am Sonntag mit einem Erfolg in das neue Länderspieljahr gestartet. In der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Katar (15. Januar bis 1. Februar) hat das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson in Reykjavik gegen Island mit 31:24 (11:11) gewonnen.

Beide Mannschaften treffen am Montagabend in der Laugardalshöllin erneut aufeinander. Das Spiel beginnt um 20.30 Uhr deutscher Zeit und wird unter www.ruv.is/ruv erneut im Livestream zu sehen sein. Fortgesetzt wird das WM-Testprogramm mit zwei Länderspielen gegen Tschechien (Freitag, 20.15 Uhr, Stuttgart, Sport1 live und Samstag, 16.45 Uhr, Mannheim, ARD live).

„Wir hatten einen schwierigen Start, konnten das Spiel aber mit einem guten Lauf drehen. Es war nicht alles super, aber teilweise gut”, sagte Sigurdsson. „Beide Mannschaften haben etwas experimentiert. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Fehler. Ein paar Sachen müssen wir besser machen. Als wir auf die 6:0-Abwehr zurückgegangen sind, lief es gut. Die Gegenstöße haben uns das Leben auch im Angriff leichter gemacht. Jetzt müssen wir das bestätigen. Die 6:0-Abwehr mit Schmidt und Wiencek hat gut funktioniert. Die beiden haben das mehr oder weniger getragen. Auch die Leistung im Tor war sehr gut.”

Rechtsaußen Patrick Groetzki: „Wir haben sehr schlecht angefangen und unser Spiel nicht durchziehen können, aber dann haben wir uns sehr gut zurückgekämpft. Das war aber mehr Kampf als spielerische Klasse. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Fehlerquote gegen Null gesenkt und waren auch im Angriff sehr effizient. Das gibt uns ein gutes Gefühl.”

Sigurdsson ging mit Torwart Silvio Heinevetter sowie Uwe Gensheimer (LA), Paul Drux (RL), Martin Strobel (RM/Abwehr Stefan Kneer), Steffen Weinhold (RR), Patrick Groetzki (RA) und Patrick Wiencek (Kreis) ins Spiel.

Gegen die deutsche 5:1-Abwehr mit Kneer als Spitze kam Island gut ins Spiel. Bereits nach 7:14 Minuten musste Sigurdsson bei einem 1:5-Rückstand seine erste Auszeit nehmen.

Der stark haltende Heinevetter und peu à peu folgende Umstellungen (unter anderem Wiencek mit Erik Schmidt im Zentrum einer 6:0-Formation, auf Linksaußen ab der 19. Minute Matthias Musche für Kapitän Gensheimer) brachten das DHB-Team - trotz vieler nicht genutzter Möglichkeiten und leichter Ballverluste - langsam heran. Groetzki glich in der 22. Minute erstmals aus.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit brachte Sigurdsson mit Wiencek einen siebten Feldspieler, Drux erzielte mit dem 11:10 die erste Führung, aber Vignir Svavarsson glich mit einem Wurf ins noch leere deutsche Tor aus.

Nach der Pause kam die deutsche Mannschaft gut ins Rollen, holte durch Weinhold und Strobel die erste Zwei-Tore-Führung heraus. Aus der Abwehr gelangen immer wieder leichte Tore. Mit drei blitzschnellen Toren von Groetzki (2) und Wiencek zum 21:16 brachte sich die deutsche Mannschaft auf Kurs. Die zweite Hälfte war auch die Zeit für Premieren: Mittelmann Fabian Böhm und Schmidt erzielten ihre ersten Länderspieltore, Linkshänder Jens Schöngarth traf beim ersten Einsatz im A-Team viermal.

 

Island - Deutschland 24:31 (11:11)

Island: Gustavsson, Edvardsson; Svavarsson (2), Kristjanson (3), Karason (1), Hallgrimsson, Atlason, Sigurdsson (4/2), Gudjonsson (4), A. Gunnarsson, Petersson (7), Jakobsson, R. Gunnarsson, Sveinsson (3), Sigurmannsson, B. Gunnarsson, Jonsson
Deutschland: Heinevetter, Lichtlein, Wolff; Kneer (2), Gensheimer (4/2), Sellin, Wiencek (3), Ernst, Groetzki (5), Weinhold (6), Strobel (3), Schmidt (1), M. Müller, Schöngarth (4), Musche, Böhm (1), Drux (2)
Schiedsrichter: Hansen/Pettersen (Norwegen). - Zuschauer: 2000. - Siebenmeter: 3/2:2/2 (Wolff hält gegen Gudjonsson). - Zeitstrafen: 6:8 (Atlason, B. Gunnarsson, Gudjonsson - Wiencek, Böhm, Weinhold, Drux). - Spielfilm: 2:0 (2.), 4:1 (6.), 5:3 (11.), 7:6 (17.), 8:8 (22.), 10:8 (27.), 10:11 (30.), 11:11 - 11:13 (33.), 14:16 (39.), 16:21 (45.), 18:24 (48.), 19:26 (50.), 24:31.

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