Das Allstar-Team (von links nach rechts): Greta Bucher (Hessen), Leonie Kockel (Westfalen), Jana Scheib (Württemberg), Lea Neubrander (Württemberg), Dana Bleckmann (Niederrhein), Lena Hausherr (Westfalen) und Lisa Fahnenbruck (Mittelrhein). Foto: DHB

09.03.2015 · Home, Nationalteams, Jugend weiblich Nationalteam · Von: au

2. DHB-Leistungssportsichtung in Ruit mit 120 Spielerinnen des Jahrgangs 2000 abgeschlossen

Vom 5. bis 8. März fand in Ruit die 2. DHB Leistungssportsichtung des Jahrgangs 2000 statt. Die besten 120 Spielerinnen der zehn Südverbände zeigten in vier Tagen ihr handballerisches und sportmedizinisches Können und hofften am Ende auf einen Eintrag in die Notizbücher der DHB-Sichter.

Wie bei der Maßnahme in Kienbaum, wo Ende Januar 120 Spielerinnen der zehn Nordverbände auf dem Parkett ihr Bestes gaben, standen auch in Ruit wieder die allgemeinen motorische Tests zum Springen, Werfen und Laufen auf dem Plan. Unter den Augen der DHB-Sichter Jens Pfänder, Maik Nowak, Frank Hamann, Marielle Bohm und Zuzana Porvaznikova waren die Talente des 2000er Jahrgangs dann auch noch in der Techniküberprüfung gefragt und am Ende der Maßnahme im Turnier „Jeder gegen Jeden“ gefordert. Unterstützung erhielt das DHB-Sichter-Team erneut von Kollegen aus den Landesverbänden. Christian Hungerecker (Niedersachsen), Jacob Dietrich (Sachsen) und Steffen Grundig (Sachsen-Anhalt) waren von Donnerstag bis Sonntag vor Ort. Für die Sichtung der Torhüterinnen vertrat Magdalena Chemicz den DHB-Torwart-Trainer Wieland Schmidt. Sie unterstützt DHB-Trainerin Zuzana Porvaznikova im DHB-Stützpunkt in Dortmund und leitet dort das Torwarttraining. Als DHB-Physiotherapeutin stand Kristin Seeber den Landesverbänden zur Verfügung, die keinen eigenen Physiotherapeuten vor Ort hatten.

„Im Vergleich zu Kienbaum war die Spitze dort etwas besser, aber wir haben auch hier in Ruit eins, zwei Teams gesehen, die sich leistungstechnisch deutlich von den anderen abgehoben haben. Insgesamt haben wir viele gute Spielerinnen gesichtet, ohne echte Überflieger dabei gehabt zu haben“, sagte DHB-Trainer Frank Hamann, der die neue Jugend-Nationalmannschaft zukünftig zusammen mit Nico Kiener betreuen wird.

Der DHB-Leistungssportkoordinator des weiblichen Nachwuchses Maik Nowak lobte vor allem die gute körperliche Verfassung der gesichteten Spielerinnen: „Der 2000-er Jahrgang bringt sehr gute physische Voraussetzungen mit. Wenn die Talente fleißig trainieren und weiter hart an sich arbeiten, dann haben wir mit diesem Team sehr gute Chancen auch international zu bestehen. Ich bin überzeugt, dass dieser Jahrgang eine schlagkräftige Mannschaft auf das Parkett bringen wird, mit der wir optimistisch in die Zukunft schauen können. Es gibt wie in jedem Jahr viele Spielerinnen, die bei optimaler Förderung und fleißiger Arbeit, eine verheißungsvolle Karriere starten können.“ Auf den verschiedenen Positionen habe sich die Sichtung in Ruit sehr gut mit der in Kienbaum ergänzt, fügte Nowak hinzu.

Das Finale bestritten am letzten Tag die Mannschaften aus Württemberg und Hessen, wobei sich die hessische Auswahl am Ende eines spannenden Spiels im Penalty-Werfen durchsetzen konnte. „Die Spielerinnen haben hier noch einmal alles gegeben und trotz der hohen Belastung mit sehr guten Aktionen ein ansehnliches Spiel gezeigt“, sagte Frank Hamann.

Vor der Siegerehrung fand das All-Star-Game in der Sporthalle in Nellingen statt. In einem ausgeglichenen und hochwertigen Spiel standen sich noch einmal die besten 28 Spielerinnen gegenüber, die zum ersten Mal in einem DHB-Trikot spielen durften. Die Nominierung für dieses abschließende Spiel war die Belohnung für die gezeigten Leistungen der vorangegangenen Tage und sollte gleichzeitig Motivation für die weitere fleißige Trainingsarbeit in den Landesverbänden und Vereinen sein. "Dieses stimmungsvolle Spiel hat allen Spielerinnen und Zuschauern, wie auch schon in Kienbaum, unheimlich viel Spaß gemacht", sagte Maik Nowak. Der DHB-Leistungssportkoordinator betonte dabei, dass diese 28 Spielerinnen nicht automatisch zum ersten DHB-Lehrgang eingeladen werden, sondern weiter hart an sich arbeiten müssen, um den nächsten Schritt Richtung Jugendnationalmannschaft zu schaffen.

Die DHB-Trainer haben bereits in einer ersten Auswertung ein Ranking aus den beiden Sichtungen in Kienbaum und Ruit erstellt, aus welchem die erste Nominierung für eine Sommer-Maßnahme erfolgen wird. Neben einem Lehrgang  soll die 16-köpfige Mannschaft dort auch erste gemeinsame Wettkampferfahrungen sammeln. „Wir suchen noch nach einem Turnier, an dem wir in diesem Zeitraum teilnehmen können und hoffen, dass wir einen Verein oder eine Region finden, die den Wettkampf mit der deutschen Nationalmannschaft des 2000-er Jahrgangs austragen möchte oder uns in ein bereits geplantes Turnier integrieren kann“, erklärte Frank Hamann. Darüber hinaus wird es Ende November eine Nachsichtung mit mindestens 35 Spielerinnen geben. "Wir freuen uns, dort die Talente nach neun Monaten weiterer Entwicklung wiederzusehen", blickt Maik Nowak voraus.

Im Rahmen der Siegerehrung ging ein besonderes Dankeschön an Steffi Wrana (Landesverband Württemberg), die als Organisations-Verantwortliche wieder einmal für sehr gute Rahmenbedingungen in der Sportschule Ruit gesorgt hatte.

Wie schon bei der Leistungssportsichtung in Kienbaum freuten sich alle 120 Spielerinnen über ein Geschenk des F.D.D.H.. Das große T-Shirt-Paket hatte Henning Opitz aus Berlin schicken lassen. An dieser Stelle ein großes Danke-Schön für die tolle Unterstützung!

Das Allstar-Team: Greta Bucher (Hessen), Leonie Kockel (Westfalen), Jana Scheib (Württemberg), Lea Neubrander (Württemberg), Dana Bleckmann (Niederrhein), Lena Hausherr (Westfalen), Lisa Fahnenbruck (Mittelrhein).

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