Für Steffen Weinhold (am Boden) und Christian Dissinger ist die EURO in Polen beendet. - Foto: Sascha Klahn

25.01.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Weinhold und Dissinger fallen für den Rest der EM aus, Häfner und Kühn nachnominiert

Am Montagmittag kam die Bestätigung der medizinischen Abteilung direkt aus dem Krankenhaus, die Befürchtungen nach dem 30:29-Sieg über Russland von Sonntagabend haben sich bewahrheitet: Steffen Weinhold und Christian Dissinger fallen nicht nur für den Rest der EURO in Polen, sondern darüber hinaus langfristig aus. Weinhold zog sich im Russland-Spiel einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich zu und wird sechs bis acht Wochen ausfallen, Christian Dissinger laboriert ebenfalls an einer Adduktorenverletzung und fehlt dem THW Kiel ebenfalls mehrere Wochen.

Für die beiden Rückraumspieler wird der DHB Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) und Julius Kühn (VfL Gummersbach) nachnominieren, beide werden am Montagnachmittag in Breslau erwartet und schon im Abendtraining zur Mannschaft stoßen. „Julius und Kai waren schon im abschließenden Vorbereitungslehrgang in Berlin mit dabei, was die Sache etwas einfacher macht. Generell sind die beiden Verletzungen von Weinhold und Dissinger aber ein kleiner Schock, das wirft uns zurück“, sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson bei der DHB-Pressekonferenz am Montag.

Weinhold und Dissinger sind die Spieler sechs und sieben, die verletzt ausfallen – nach Uwe Gensheimer, Patrick Wiencek, Paul Drux, Patrick Groetzki und Michael Allendorf. Im letzten EM-Vorrundenspiel trifft die DHB-Auswahl am Mittwoch (18.15 Uhr, live in der ARD) auf die noch verlustpunktfreien Dänen, die am Sonntagabend Spanien mit 27:23 besiegten.

„Wir hatten einen richtigen Lauf mit vier Siegen hintereinander und es ist großartig, wo wir jetzt stehen. Daher tun mir die Verletzungen erst einmal für die Jungs leid, dann natürlich für uns und für den THW Kiel. Wir haben jetzt eine Riesenaufgabe gegen Dänemark vor uns, und die zwei Tage Vorbereitungszeit sind da natürlich sehr kurz“, sagte Sigurdsson: „Aber wir werden nicht aufgeben, sondern weiterkämpfen und sehen, was geht.“

Die Ausfälle, da waren sich alle einig, sind gerade angesichts des aktuellen Aufschwungs bei der EURO ein erheblicher Rückschlag. Den Sieg über Russland sahen am Sonntagabend in der Spitze über 8,5 Millionen TV-Zuschauer in der ARD, was einem Marktanteil von 25 Prozent entspricht. Im Schnitt waren es über sechs Millionen Zuschauer. „Die Zahlen entwickeln sich seit dem EM-Start konstant nach oben, wir wollen die Zehn-Millionen-Marke erreichen“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Hanning lobte zudem das bisherige Auftreten der Mannschaft in Polen: „Das ist alles sehr leidenschaftlich und mit viel Spaß, wir sind von Spiel zu Spiel besser geworden. Dass wir jetzt die Früchte ernten ist natürlich auch ein Verdienst des Bundestrainers, der konsequent auf junge Leute setzt. Es ist aber auch ein Erfolg des Zusammenspiels von DHB, Landesverbänden, Bundesligisten und deren Nachwuchsleistungszentren. DHB ohne Liga geht nicht, aber Handball definiert sich eben wie jeder Sport über die Nationalmannschaft.“

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