Gruppenbild mit Bundespräsident Joachim Gauck: die Handball-Europameister auf dem Roten Teppich vor dem Kurhaus in Wiesbaden. - Foto: Picture Alliance

07.02.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Bundespräsident feiert die EM-Helden auf dem Roten Teppich

Im feinen Zwirn auf dem roten Teppich: Die Handball-Europameister waren die umjubelten Stars beim 46. Ball des Sports in Wiesbaden am Samstagabend. Über 1600 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik spendeten minutenlangen Applaus, als die „Helden von Krakau“ angeführt von Bundestrainer Dagur Sigurdsson zur wichtigsten Gala des deutschen Sports im Kurhaus Wiesbaden eintrafen.

Auf dem Roten Teppich mussten sie dann zwar ein bisschen warten, wurden dort dafür aber von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen, der als Schirmherr erstmals beim Ball des Sports war. Und der höchste Mann im Staate outete sich als Handballfan: Gauck hat alle EM-Spiele des neuen Europameister gesehen und hat mitgefiebert, sagte er beim Gruppenfoto vor dem Kurhaus zu DHB-Mannschaftskapitän Carsten Lichtlein. „Es war toll, dass und wie er uns gratuliert hat und dass er alle unsere Spiele verfolgt hat“, sagte Lichtlein.

Im Kurhaus standen Gauck und Sigurdsson Rede und Antwort für Moderator Johannes B. Kerner - und Gauck adelte den Final-Auftritt der Handballer gegen Spanien (24:17): „Ich hatte nach der Auftaktniederlage gedacht: Hoffentlich nicht wieder Spanien, aber so kam es dann. Und dann waren es vier Tore Vorsprung, fünf, sieben - und am Ende war es ein ähnliches Erlebnis wie das 7:1 der Fußballer im Halbfinale der WM in Brasilien gegen die Gastgeber. Ich dachte nur: Das kann nicht wahr sein, ich konnte es nicht glauben.“

Und Gauck sieht die Handballer nun auch als großes Vorbild für andere Sportler: „Menschen können über sich hinauswachsen. Wenn wir über unsere Leistungsgrenze gehen, können wir mehr schaffen als wir gedacht haben.“ Worte, die auch Sigurdsson gerne vernahm. Und auf die Frage des Moderators, was man denn in Zukunft von den Bad Boys erwarten können, meinte er in seiner gewohnt zurückhaltenden Art: „Wenn wir hart arbeiten, ist alles möglich.“

Carsten Lichtlein war begeistert von seinem zweiten Auftritt beim Ball des Sports nach 2004: „Das ist eine Riesenveranstaltung für jeden Sportler. Es ist toll, all‘ die andere Athleten zu treffen und mit ihnen zu feiern.“ Generell habe die Handball-Nationalmannschaft nach ihrem EM-Titel einen „angenehmen, positiven Stress“ mit vielen Auftritten erlebt: „Das macht man doch sehr gerne für seinen Sport. Es ist gut, dass der Handball momentan so präsent in den Medien ist“, sagte Lichtlein am Rande des Balls des Sports.

Während die übrigen Gäste noch feierten, ging es für die Handballer aber schon wieder weiter - von Wiesbaden ins nahegelegene Mainz, wo die gesamte Mannschaft Gast im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF war. Dort löste Sigurdsson dann auch eine Wette ein, die er vor der Europameisterschaft angeboten hatte: „Wenn wir ins Halbfinale einziehen, brate ich Burger für die Mannschaft.“

Zudem präsentierte der Isländer der Öffentlichkeit seinen berühmten Taktikzettel, mit dem das Finale gewonnen wurde. Zum Abschluss des Sportstudios traf Hendrik Pekeler noch zweimal an der Torwand.

Am heutigen Sonntag ist Torwart Andreas Wolff ab 11 Uhr zu Gast beim „Doppelpass“ auf Sport1, Dagur Sigurdsson ist ab 19.30 Uhr bei Sky zu sehen.

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