Mit Christian Rau konnte der Toptorschütze der SG H2Ku im Verein gehalten werden. Foto: Peter Gebhardt

10.02.2016 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Herrenberg will gegen Zweibrücken Drittligatauglichkeit erbringen

Die SG H2Ku Herrenberg steht am Samstag ab 20 Uhr in der heimischen Markweghalle vor der nächsten Chance auf einen Doppelpunktgewinn. Gegen den Tabellenvorletzten SV 64 Zweibrücken möchte und muss der Gastgeber den Beweis antreten, zu Recht in der Dritten Liga zu spielen.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Nach drei vergeblichen Anläufen im Jahr 2016 kreuzt die SG H2Ku Herrenberg am Samstag mit dem SV 64 Zweibrücken die Klingen mit einem Gegner, der ebenso wie der Gäuclub mit dem Rücken zur Wand steht. Der SV hat zwar momentan vier Pluspunkte mehr auf dem Konto als die Kiener- Truppe, allerdings reicht dies nur für Rang 15 aus. Damit müssten die Westpfälzer am Ende der Spielzeit den Gang zurück in die Oberliga antreten. Nach einem Intermezzo in der Weststaffel der Dritten Liga in der vergangenen Saison verlor das Team von Coach Stefan Bullacher vor der Saison mehrere Stammkräfte, allen voran zwei Nachwuchsnationalspieler mit Bjorn Zintel und Jerome Müller. Diesen Aderlass konnte der SV Zweibrücken zwar einige Zeit gut kompensieren, doch nur zwei Siege aus den letzten elf Partien spülte das Team bis hinunter auf den vorletzten Tabellenplatz. Mit Robin Egelhof und Trainer Stefan Bullacher wird aber mindestens ein Zweibrücker Duo auch im nächsten Jahr in Liga Drei verbleiben. Egelhof wechselt ebenso wie Bullacher zum TV Hochdorf, wobei der Rückraumspieler noch ein Zweitspielrecht von der TSG Friesenheim erhält.

Aufgrund der Tabellenlage kann sich der Gast am Samstag in der Markweghalle also kaum eine weitere Niederlage leisten. Mehr noch gilt dies allerdings für die SG H2Ku Herrenberg. Mit acht Punkten das Tabellenende zierend, geht es für die Mannschaft um Kapitän Christian Dürner weit mehr als nur um Sieg oder Niederlage. Nach der enttäuschenden Nachpausenleistung im letzten Spiel gegen die TGS Pforzheim (20:27) wollen die Spieler den Zuschauern und der ganzen Öffentlichkeit den Beweis ihrer Drittligatauglichkeit liefern. Auch wenn ein Sieg keinen Sprung in der Tabelle bewirken würde, könnte ein Erfolgserlebnis zumindest Signalwirkung für die restlichen Spiele in der Saison besitzen. Nüchtern betrachtet ist das Spiel wohl auch für die kühnsten Optimisten die letzte Chance, zum Angriff auf die Nichtabstiegsplätze, die zur Zeit sieben Punkte entfernt sind, zu blasen.

Trainer Nico Kiener indes erwartet eine deutliche Reaktion seiner Spieler auf die Leistung gegen Pforzheim. Selten hat man den Haslacher Übungsleiter so angesäuert erleben müssen wie auf der Pressekonferenz nach dem letzten Punktspiel, als er unmissverständlich seinem Unmut Luft machte. Nach zwei Wochen intensivem Training darf man nun am Samstag umso gespannter auf das Spiel gegen den SV Zweibrücken sein. Indes hoffen die Verantwortlichen der SG H2Ku Herrenberg natürlich, dass sich die Mannschaft in den letzten Jahren so viel Kredit erspielen konnte, dass die Fans und Zuschauer auch in dieser sportlich schwierigen Situation zu ihrem Team stehen.

Neben dem Tagesgeschäft auf dem Parkett bastelt die sportliche Leitung natürlich auch schon im Hintergrund am Kader für die neue Spielzeit. Neben den bereits feststehendem Abgängen von Sven Maier und Felipe Soteras-Merz gab nun Kapitän Christian Dürner sein Karriereende zum Abschluss der Runde bekannt. Erfreulicherweise konnten aber die Verträge mit Christian Rau, Alexander Zürn, Dominic Rose und Lukas Fischer verlängert werden. Damit konnte der Gäuclub vier talentierte und teil schon gestandene Drittligaspieler unabhängig von der Spielklasse für die Zukunft binden.

Anzeige
DHB-Adventskalender
Hanniball