Kim Naidcinavicius & Co. haben am Mittwoch die Chance zur Revanche für die WM-Niederlage gegen Frankreich. - Foto: Picture Alliance

08.03.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Die Chance zur Revanche: DHB-Frauen am Mittwoch gegen Frankreich

Was für die deutschen Frauen die Weltmeisterschaft 2017, ist für die Französinnen die EURO 2018 - denn beide Mannschaften gehen bei diesen Turnieren jeweils als Gastgeber ins Rennen und wollen dabei hoch hinaus. Vorher steht für beide aber noch die Qualifikationsrunde für die EURO 2016 in Schweden auf dem Programm. Vor den Partien am Mittwoch (19.30 Uhr) in Bietigheim sowie am Samstag (20 Uhr) in Nimes haben beide Konkurrenten das Optimum von 4:0 Punkten auf dem Konto, jeweils nach Siegen gegen die Schweiz und Island.

www.sportdeutschland.tv zeigt beide Partien live als Livestream - das Hinspiel ab 19.15 Uhr, das Rückspiel am Samstag ab 19.45 Uhr.

Gewinnt die deutsche Mannschaft morgen ihr Heimspiel in der EGE Trans Arena, steht das Tor zu EURO ganz weit auf. „Wir spielen, um zu siegen, aber wir wissen auch, dass Frankreich eine Weltklassemannschaft ist“, sagt Bundestrainer Jakob Vestergaard, der die Nationalmannschaft seit Montag zum Vorbereitungslehrgang in der Nähe von Bietigheim zusammengezogen hat. Für die verletzte Rechtsaußen Marlene Zapf hatte er Stella Kramer (Borussia Dortmund) nachnominiert. Ein Fragezeichen steht zudem hinter der erkrankten Alexandra Mazzucco vom HC Leipzig. Sie wird

Und die Partie in Bietigheim, für die im Vorverkauf weit über 3000 Tickets abgesetzt wurden, bietet auch die Chance zur Revanche für die 20:30-Vorrunden-Niederlage bei der WM im Dezember in Dänemark. „Wir sind nicht so schlecht, wie wir in diesem Spiel waren, speziell in der ersten Halbzeit. Deswegen haben wir eine Chance auf Revanche“, sagt Vestergaard.

In Dänemark sowie bei der EURO 2014 war Frankreich als einer der Mitfavoriten angereist, doch in beiden Fällen verpasste der Vize-Weltmeister von 2009 und 2011 das Halbfinale. Nach Platz fünf bei der vergangenen EM wurde Frankreich in Dänemark Siebter, sicherte sich so aber das Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier.

Dennoch beschloss der französische Verband Ende Januar, sich von Nationaltrainer Alain Portes zu trennen, der im Jahr 2013 die Mannschaft von Olivier Krumbholz übernommen hatte. Eigentlich ist Krumbholz (Trainer der Weltmeisterschaft von 2003) seit 2014 einer der Chefs für das Organisationskomitee der Männer-WM 2017 in Frankreich, doch nun sagte der Lothringer zu, die Mannschaft zumindest in den Qualifikationsspielen zur EURO und den Olympischen Spielen sowie im Falle der Qualifikation auch in Rio zu betreuen.

Gleich nach den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Deutschland steht vom 18. bis 20. März das Rio-Qualifikationsturnier in Krumbholz‘ Heimatstadt Metz auf dem Programm. Dort trifft Frankreich auf den WM-Zweiten Niederlande, Tunesien und Japan. Die ersten beiden Mannschaften buchen ihr Ticket nach Rio.

Für diese fünf entscheidenden Spiele innerhalb von zwölf Tagen hat Krumbholz keine großen Veränderungen im Kader im Vergleich zur WM in Dänemark vorgenommen: „Ich kann jetzt, in dieser wichtigen Phase, nicht alles auf den Kopf stellen. Die Mannschaft ist eingespielt, darauf müssen wir setzen.“

Die Stars der Franzosen spielen allesamt bei internationalen Topvereinen in der Champions League: Torfrau Amadine Leynaud und Linksaußen Siraba Dembele bei Vardar Skopje, Ex-Welthandballerin Allison Pineau - der Kopf des Teams - beim rumänischen Vizemeister Baia Mare. Linkshänderin Alexandra Lacrabere ist nach einigen Stationen, unter anderem in Russland, wieder nach Frankreich zurückgekehrt und spielt nun in Nizza.

Der französische Kader für die EM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland

Tor: Laura Glauser (Metz HB), Amandine Leynaud (Vardar Skopje/MKD), Julie Foggea (Fleury Loiret)

Feld: Coralie Lassource (Issy Paris), Blandine Dancette (HBC Nimes), Nina Kamto Njitam (Metz HB), Camille Ayglon Saurina (HBC Nimes), Allison Pineau (Baia Mare/ROU), Laurisa Landre (Craiova/ROU), Grâce Zaadi (Metz HB), Marie Prouvensier (C. Dijon), Manon Houette (Fleury Loiret), Siraba Dembele (Vardar Skopje/MKD), Chloé Bulleux  (HBC Nimes), Béatrice Edwige (OGC Nice), Estelle Nze Minko (Fleury Loiret), Gnonsiane Niombla (Fleury Loiret), Alexandra Lacrabere (OGC Nice)

Anzeige
DHB-Adventskalender
Hanniball