12.03.2016 · Nationalteams, Home, Juniorinnen Nationalteam · Von: oti

2:2 Punkte nach zwei Spielen: DHB-Juniorinnen verlieren auf Teneriffa gegen Portugal

2:2 Punkte nach zwei Spielen: Die Juniorinnen des Deutschen Handballbundes (DHB) haben am Samstagabend beim Vier-Länder-Turnier auf Teneriffa das zweite von drei Spielen verloren. Nach dem Auftaktsieg am Freitag gegen Frankreich (24:20) unterlag die DHB-Auswahl um die DHB-Trainer Marielle Bohm und Frank Hamann Portugal mit 18:23 (9:14). Im dritten und letzten Spiel des Turniers wartet am Sonntag Gastgeber Spanien auf die Deutschen. Anwurf ist um 13 Uhr deutscher Zeit. Das Spiel wird im Livestream übertragen. 

DHB-Trainerin Marielle Bohm gab sich nach den Schlusspfiff enttäuscht: „Wir haben 60 Minuten alles vermissen lassen, was wir brauchen, um auf diesem Spielfeld erfolgreich zu sein. Wir haben weder vorne noch hinten unsere Aufgaben erfüllt – dementsprechend auch verdient verloren.“ Keine Spielerin des DHB-Kaders habe in den 60 Minuten ihre Leistungen abrufen können. Schon die einfachen Dinge hätten gefehlt: „Bewegung ohne Ball, einfache Abwehrregeln, Körperkontakt – Zweikampfverhalten war nicht da.“

Einziger Lichtblick im Spiel der Deutschen laut Bohm: Torhüterin Madita Kohost. „Madita hat uns in der zweiten Hälfte noch mal in die Chance versetzt, wieder ranzukommen. Aber da haben wir es nicht verstanden, das zu nutzen. Wir haben zweite Bälle nicht bekommen und konnten die Abpraller nicht festhalten.“

Im Ergebnis habe die Trainerin viele Erkenntnisse gewonnen, die für die anstehende WM-Qualifikation von Bedeutung seien: „Es war wichtig, zu sehen, was nicht funktioniert und welche Spielerinnen nicht funktionieren.“

Und dabei hatten die Die DHB-Juniorinnen gegen Portugal zunächst einen Start nach Maß erwischt: Nach Toren von Emily Bölk, Alicia Burgert, Amelie Berger und zwei Treffern von Annika Ingenpaß führten sie nach zehn Minuten mit 5:2. Die Portugiesinnen fanden erst dann Zugang zum Spiel und hatten drei Minuten später ausgeglichen (5:5). In der 20. Minute gingen sie mit 8:7 in Führung. Bis zur Halbzeit bauten sie den Vorsprung auf fünf Tore aus (14:9).

Die Portugiesinnen wirkten in den ersten 30 Minuten wacher, als die DHB-Auswahl, die keine Rezepte gegen die offensive Abwehrformationen der Gegnerinnen fand.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte agierten die Deutschen in der Abwehr aggressiver. Die Portugiesinnen erhöhten dennoch zunächst in der 35. Minute auf 16:10. Deutschland bäumte sich auf. Alina Grijseels verkürzte auf 12:16 (37.), Lisa Friedberger auf 13:16 (39.). Friedberger sah in der 43. Minute nach der dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe die rote Karte. Portugal verpasste es, aus der Überzahl Profit zu erzielen. Lisa Wieder traf zum 14:16 (40.). Die DHB-Auswahl war wieder in Schlagweite, verbaute sich dann durch technische Fehler und Schwächen im Abschluss die Chance, den Gegner tatsächlich in Gefahr zu bringen. Am Ende legten die Portugiesinnen den Hebel noch mal um und gewannen das Spiel mit 23:18.

Marielle Bohm: „Wir werden das Spiel heute Abend noch einmal genau analysieren, um Antworten zu finden, die wir am Sonntag auf dem Spielfeld umsetzen müssen.“

 

Deutschland - Portugal 18:23 (14:9)

Deutschland: Fehr, Kohorst; Adams (1), Berger (1), Bölk (1), Bok, Burgert (2), Friedberger (1), Grijseels (4), Ingenpaß (4), Oehme, Pichlmeier, Prior (2), Reimer, Stolle (1), Wieder (1).

Zeitstrafen: 14:10 Minuten. - Siebenmeter: 8/6:6/2. - Spielfilm: 1:1 (5.), 5:2 (10.), 5:5 (15.), 7:8 (20.), 7:10 (25.), 9:14 (30.), 11:16 (35.), 14:16 (40.), 14:17 (45.), 16:19 (50.), 17:21 (55.), 18:23 (60.).

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