Zwei Tore gegen Norwegen: Anna Loerper. - Foto: Archiv

17.03.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Trotz 35 starken Minuten: DHB-Frauen verlieren Test beim Weltmeister

35 Minuten waren die DHB-Frauen auf Augenhöhe mit dem Weltmeister, Europameister und Olympiasieger, dann mussten sie die  Überlegenheit anerkennen: Mit einer 28:35 (15:16)-Niederlage gegen Gastgeber Norwegen ist die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Vestergaard am Donnerstagabend in das Vier-Länder-Testturnier in Langhus (bei Oslo) gestartet. Beste Werferinnen der DHB-Auswahl waren Luisa Schulze (HC Leipzig), Kim Naidzinavicius (Bayer Leverkusen) und Lone Fischer (Buxtehuder SV) mit je fünf Treffern.

„Wir waren viel besser als zuletzt gegen Frankreich, bis zum 19:19 nach der Pause war das eine richtig gute Leistung. Danach haben wir leider zu viele einfache Fehler gemacht, die Norwegen dann mit Gegenstößen bestrafte“, sagte Vestergaard, der besonders Fischers Leistung lobte: „Wie schon gegen Frankreich hat Lone ganz stark gespielt.“

In den beiden weiteren Partien des Turniers geht es am Samstag gegen Vize-Europameister Spanien und am Sonntag gegen Olympia-Gastgeber und Ex-Weltmeister Brasilien (jeweils 15.45 Uhr, Liveticker auf https://www.handball.no/system/live-kamper/).

Erstmals stand in Langhus das Torhüterinnen-Duo Anna Monz (HSG Blomberg-Lippe) und Ann-Cathrin Giegerich (SSG Bietigheim) auf der Platte, nachdem Katja Kramarczyk (geplant) und Clara Woltering (erkrankt) die Reise nach Norwegen nicht antraten.

Für Monz war es sogar das erste Länderspiel überhaupt: „Sie hat ihre Sache gut gemacht. Eine Premiere in einer Halle mit 3500 Fans gegen dich ist nicht einfach, aber Anna hat ihre Chance wirklich genutzt“, sagte Vestergaard. Gleich bei ihrem Debüt trug sich Monz sogar mit einem Treffer in das verwaiste norwegische Tor zum zwischenzeitlichen 26:31 in die Torschützenliste ein.

Im Vergleich zu den beiden Niederlagen in der EURO-Qualifikation gegen Frankreich in der vergangenen Woche (21:24, 19:25) hatte Bundestrainer Vestergaard nicht nur im Tor, sondern auch auf dem Feld rotiert. Saskia Lang und Anne Hubinger (beide HC Leipzig) durften pausieren, dafür standen Jennifer Rode (Bayer Leverkusen) und Alexandra Mazzucco (Leipzig) im Kader.

In der ersten Hälfte waren die DHB-Frauen auf Augenhöhe mit den Gastgebern. Nach einer 3:1-Führung hielt die deutsche Mannschaft bis zum Halbzeitpfiff mit, lag nur einmal - beim 11:14 (25.) - mit mehr als zwei Treffern hinten. Fünf Minuten nach dem knappen 15:16-Pausenrückstand stand die Partie beim 19:19 sogar wieder remis, ehe sich der Olympiasieger dank Torfrau Katrine Luinde und vielen Gegenstoßtreffern  auf 26:21 absetzte. Danach hatte Norwegen die Partie im Griff und kam zu einem ungefährdeten 35:28-Erfolg.

Bei der Weltmeisterschaft im Dezember 2015 in Dänemark hatte die deutsche Mannschaft durch die 22:28-Achtelfinal-Niederlage gegen den späteren Titelträger ihre letzte Chance auf die Olympia-Teilnahme verspielt.

 

in Langhus: Norwegen - Deutschland  35:28 (16:15)

Deutschland: Monz (1), Giegerich; Klein, Schmelzer, Loerper (2/2), Smits (3), Behnke (2), Kramer (1), Naidzinavicius (5), Susann Müller (2), Fischer (5), Mazzucco, Geschke (1), Franziska Müller (1), Rode, Minevskaja, Schulze (5)
Norwegen: Silje Solberg, Lunde; Molid, Arntzen (1), Kristiansen (3), Alstad, Löke (7), Mörk (6/1), Aune (3), Brattset (2), Sulland (5), Stange, Kurtovic (2/1), Herrem (4), Sanna Solberg (1), Tomac (1)
Zuschauer: 3500. - Schiedsrichter: Nastase/Stancu (Rumänien). - Siebenmeter: 2/2:2/3 (Susann Müller verwirft). - Zeitstrafen: 4:4 Minuten (Molid, Sanna Solberg - Behnke, Schulze). - Spielfilm: 1:3 (8.), 3:3 (12.), 7:5 (16.), 10:10 (22.), 14:11 (25.), 16:15 - 19:19 (35.), 26:21 (41.), 29:25 (50.),  31:25 (54.), 35:28.

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