19.03.2016 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

DHB-Frauen verpassen Testspiel-Sieg gegen EM-Zweiten hauchdünn

Die DHB-Frauen haben sich nach einer erneut guten Leistung beim top-besetzten Vier-Länder-Turnier in Norwegen nicht mit einem Sieg belohnen können: Zwei Tage nach der achtbaren 28:35-Auftaktniederlage gegen Gastgeber und Olympiasieger Norwegen unterlag die DHB-Auswahl am Samstag gegen den EM-Zweiten Spanien hauchdünn und unglücklich mit 24:25 (14:15).

„Es ärgert mich, dass wir diese Partie nicht gewonnen haben. Wir haben in den entscheidenden Phasen zu viele Chancen vergaben. Deswegen bin ich auch nicht zufrieden, obwohl wir gegen eine starke Mannschaft bis zum Schluss die Chance zum Erfolg hatten“, sagte Bundestrainer Jakob Vestergaard, der ein Sonderlob an Linksaußen Stella Kramer (Borussia Dortmund) und Torfrau Anna Monz (HSG Blomberg-Lippe) verteilte: „Sie haben ihre Sache erneut richtig gut gemacht.“

Die Spanierinnen hatten in ihrem ersten Turnierspiel knapp mit 23:22 gegen Olympia-Gastgeber und Ex-Weltmeister Brasilien gewonnen, der am Sonntag (15.45 Uhr Liveticker auf https://www.handball.no/system/live-kamper/) letzter Gegner der DHB-Auswahl in Langhus ist. Gegen Spanien waren Susann Müller und Kramer mit je fünf Treffern die besten Torschützinnen. In einer dramatischen Schlussphase hatte Vestergaard alles auf eine Karte gesetzt, doch selbst die Hereinahme einer siebten Feldspielerin im letzten Angriff sorgte nicht für den Ausgleich.

Die Spanierinnen hatten den besseren Start und lagen nach 14 Minuten mit 9:6 vorne, dann aber steigerte sich Monz und mit ihr auch die deutsche Defensive. Im Angriff sorgte die Dortmunderin Kramer für die Akzente. Der Anschlusstreffer zum 7:9 war bereits das vierte Tor der Linksaußen.

Nach drei Treffern in Folge war der Ausgleich geschafft, beim 11:10 stand die erste DHB-Führung auf der Anzeigentafel in Langhus, die erneut Kramer auf 12:10 ausbaute. Dies war aber der Weckruf für den EM-Zweiten, der zu Halbzeit wieder knapp mit 15:14 führte.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte schaffte es die DHB-Auswahl noch nicht, die Partie an sich zu reißen. Spanien setzte sich beim 21:17 (45.) erstmals wieder auf vier Tore Differenz ab, weil die DHB-Auswahl sechs Minuten nicht getroffen hatte. Vestergaard nahm eine erneute Auszeit - und die zeigte Wirkung: Zunächst verkürzte Xenia Smits per Doppelschlag, dann traf Susann Müller – und schließlich wehrte Giegerich einen Siebenmeter von Ibanez ab: Neun Minuten vor dem Ende war beim 20:21 gegen den Olympiadritten von London wieder alles drin. Und es wurde noch besser, als Linkshänderin Susann Müller das Heft in die Hand nahm: Sie krönte eine 5:0-Serie der nun bärenstarken Deutschen mit dem 22:21, der ersten deutschen Führung nach der Pause.

Vor rund 2000 Zuschauern wurde es nun dramatisch: Spanien glich aus, und ging 55 Sekunden vor dem Ende durch Lopez beim 25:24 wieder in Führung. Trotz Überzahl gelang aber kein Tore mehr.

 

in Langhus: Deutschland - Spanien 24:25 (14:15)

Deutschland: Monz, Giegerich; Klein (1), Schmelzer, Loerper, Smits (4), Behnke (1), Kramer (5), Naidzinavicius (1/1), Susann Müller (5), Fischer (2), Mazzucco, Geschke (1), Franziska Müller (2), Rode, Minevskaja, Schulze (2)
Spanien:  Navarro, Zogby de Paula; Lopez (6), Martin, Nunez, Alberto (4/1), Fernandez (3/2), Mangue (1),  Aguilar (2), Chavez (2), Pinedo, Garibay, Pena (1), Ortega (1), Herhandez, Barbosa (5/2)
Zuschauer: 2000. - Schiedsrichter: Braseth/Sundet (Norwegen). - Siebenmeter: 1/1:7/5 (Barbosa und Ibanez verwerfen). - Zeitstrafen: 4:2 Minuten (Loerper, Minevskaja - Hernandez). - Spielfilm: 2:2 (6.), 4:6 (12.), 6:9 (14.), 9:9 (16.), 12:10 (21.), 13:14 (28.), 14:15 - 15:17 (34.), 17:19 (42.), 17:20 (45.), 19:21 (48.) 21:21 (53.), 22:21 (54.), 24:23 (57.), 24:25.

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