Drei Tore gegen Rumäien: Kai Häfner - Foto: Sascha Klahn

03.01.2017 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Dank Heinevetter-Gala: Perfekter Start in WM-Vorbereitung

7349 Fans im Krefelder Königpalast waren aus dem Häuschen, die deutschen Spieler ließen sich zurecht feiern: Dank einer herausragenden Leistung von Torwart Silvio Heinevetter vor der Pause und einem Angriffsfeuerwerk startete der Europameister erfolgreich in die WM-Vorbereitung. Zehn Tage vor dem ersten Weltmeisterschaftsspiel gegen Ungarn im französischen Rouen gab es am Dienstagabend einen souveränen 30:21 (17:9)-Erfolg im Testspiel gegen Rumänien für das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Bester Torschütze einer ausgeglichen starken DHB-Auswahl war Patrick Groetzki mit sechs Toren.

Den zweiten – und finalen – WM-Test gibt es am Montag, 9. Januar (19 Uhr), in Kassel gegen die früher von Sigurdsson trainierten Österreicher (live und frei empfangbar auf Sky Sport News HD). Am 12. Januar – einen Tag vor dem ersten WM-Spiel gegen Ungarn – reist die DHB-Auswahl dann in den Spielort Rouen.

Aus dem 18er-Kader fehlte Rechtsaußen Tobias Reichmann am Dienstag wegen leichter muskulärer Probleme an der Wade. Sein Debüt im DHB-Trikot feierte der Wetzlarer Philipp Weber.

Die Ehrung zu seinem 150. Länderspiel vor dem Spiel in Krefeld durch DHB-Präsident Andreas Michelmann hatte Heinevetter sichtlich motiviert. Allein vor der Pause wehrte der Schlussmann der Füchse Berlin 16 Würfe ab, was einer Weltklasse-Quote von 64 Prozent gehaltener Bälle entsprach. Vor allem in der Phase nach dem 5:5 (10. Minute) bis zum 13:6 elf Minuten später vernagelte Heinevetter förmlich sein Tor, den Rumänen gelang in dieser Zeit nur ein Treffer.

Dank der Heinevetter-Paraden konnte die DHB-Auswahl ihr Tempospiel aufziehen. Immer dann, wenn es schnell ging, rappelte es im rumänischen Kasten, vor allem durch Kapitän Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki oder Jannik Kohlbacher. Aber auch aus dem Rückraum waren die Deutschen treffsicher – obwohl Sigurdsson von Beginn an durchwechselte. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte, als den Deutschen das Wurfglück etwas abhanden kam, konnten die Gäste den Abwärtstrend etwas stoppen – nach 30 mehr als souveränen Minuten des Europameisters stand dennoch eine 17:9-Führung auf der Anzeigetafel.

Nur sieben Spielminuten später war der Vorsprung beim 20:10 erstmals zweistellig – obwohl sich mittlerweile auch der rumänische Schlussmann Mihai Popescu erheblich gesteigert hatte. Nach 42 Minuten verabschiedeten die Fans Heinevetter mit einem tosenden Applaus, für ihn kam Andreas Wolff zwischen die Pfosten. Rumänien profitierte in der Folgezeit von einigen deutschen Ballverlusten im Angriff, konnte zwischenzeitlich den Rückstand verkürzen – die deutsche Mannschaft gefährden konnte das Team des spanischen Trainers Xavi Pascual aber zu keinem Zeitpunkt, am Ende waren es wieder neun Treffer

Deutschland – Rumänien in Krefeld 30:21 (17:9)

Deutschland: Heinevetter, Wolff; Gensheimer (5/3) , Lemke, Wiencek (2), Schmidt, Fäth, Groetzki (6), Häfner (3), Schöngarth (2), Weber, Dahmke (4), Kühn (1), Ernst (2), Pieczkowski, Kohlbacher (4), Drux (1)

Rumänien: Iancu, Popescu; Cintec (4), Mocanu (1), Ramba (1), Mihalcea (3/3), Grigoras (2), Ghionea (1), Sadoveac (2), Negru, Sandru (1), Csepreghi, Lazar, Rotaru (2), Fenici (2), Cristescu, Pavel (2), Criciotoiu

Zuschauer: 7349. - Siebenmeter: 2/2:3/5 (Ghionea scheitert an Heinevetter, Mihalcea scheitert an Wolff). - Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Dahmke,  - Cintec, Ramba, Grigoras). - Spielverlauf: 3:2 (4.), 5:5 (10.), 10:6 (17.), 13:6 (21.), 16:7 (25.), 17:9 (Halbzeit) 20:10 (37.), 24:15 (43.), 26:19 (50.),  28:20 (55.), 30:21 (Endstand).

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