Andy Nötzel (links) ist der neue Coach beim MTV. Foto: Jürgen Sellert

08.01.2017 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Andy Nötzel jetzt Trainer bei MTV-Frauen

Zum Jahresende vermeldet MTV Altlandsberg eine neue Personalie. Andy Nötzel ist ab sofort neuer Coach der Drittliga-Frauen. Der 33-Jährige tritt beim Tabellen-Dritten die Nachfolge Interimstrainer Thomas Klatt an, der sich künftig vorrangig auf seine Tätigkeit als Handball-Abteilungsleiter konzentrieren wird.

Wer ist der neue Mann? „Andy Nötzel ist Inhaber der B-Lizenz. Er hat eine zehnjährige Erfahrung als Trainer, zuletzt bei den Männern von Rotation Berlin“, so Wolfram Eschenbach. Der Teammanager ist überzeugt: „Die Erfahrung im Frauenbereich und in der 3. Liga wird er sich schnell aneignen.“

Angefangen hatte für Andy Nötzel alles mit dem Handball bei Eintracht Berlin. „Die hatten dann eine Kooperation mit Tasmania und so landete ich als Co. von Coach Uwe Janke beim damaligen Regionalligisten“, erzählt der Neu-Altlandsberger. „Aus dieser Zeit kenne ich bereits unsere jetzige Physiotherapeutin Tanja Richter.“ Später arbeitet Andy auch als Männer-Trainer in Charlottenburg. Und in Kreuzberg, beim BTV 1850 Berlin, spielt er noch selbst in der 4. Männermannschaft, um sich fit zu halten. Trainer, Spieler – auch Schiedsrichter war Andy Nötzel schon. Und zwar kein schlechter. „Bis zur Regionalliga, was heute der dritten Liga entspricht, habe ich es gebracht“, so der vielseitige Junggeselle, der auch aus beruflicher Perspektive einiges von Menschenführung versteht. „Ich bin Teamleiter in einem Start-up-Immobiliennetzwerk“, so der vielseitige Mann, der sich nun an die Herausforderung 3. Liga mit den MTV-Damen wagt.

Wie sieht er seine Situation, die neue Aufgabe? Andy Nötzel: „Es gibt bereits ein sehr hohes Niveau in der Mannschaft. Trotz des zuletzt kleinen Kaders. Der Zusammenhalt im Team ist großartig. Das konnte ich in den vier, fünf Wochen, in denen ich an der Seite von Thomas Klatt in die Abläufe hineinschnuppern durfte, feststellen. Ich bin ein kommunikativer Mensch, habe viel mit den Aktiven – vor allem mit Kapitän Sophie Lütke – sowie mit dem Team rund ums Team geredet und mir viele Meinungen und Rat eingeholt. Auch mit dem sehr engagierten Hauptsponsor Frank Brieskorn habe ich mich bei der MTV-Weihnachtsfeier länger unterhalten. Das alles war und ist mir sehr wichtig.“

Wie darf man sich das sportliche Credo des Neuen vorstellen? „Ich wurde ja bereits intensiv in die Abläufe eingebunden. Habe Trainingseinheiten geleitet, Videos geschnitten oder Spiele gecoacht. Die Mannschaft beherrscht eine großartige 3:2:1-Abwehr. Mir schwebt vor, dass wir jetzt als Alternative auch die 6:0-Deckung vervollkommnen. Ansonsten bin ich ein Freund taktischer Überlegenheit. Unser Ziel muss es sein, auf jede Situation, vor die wir gestellt werden, ganz schnell die richtige Antwort zu finden...“

Das klingt engagiert und fundiert – und nach viel Arbeit. „Die will ich angehen“, so Andy Nötzel. „Ich habe ja keine eigene Familie und noch kein Kind, kann mich also neben den beruflichen Aufgaben voll auf den Sport konzentrieren.“ Das passierte auch während der Weihnachtstage. „Ich habe auch viele Handball-Videos studiert und das Trainingslager vorbereitet, das wir Anfang des Jahres durchführen wollen…“

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