Einbindung von Rollstuhlfahrern in den Trainingsbetrieb inklusiver Handballgruppen: ein mögliches Thema des Netzwerktreffens im März in Hamburg. – Foto: Schlotmann

30.01.2017 · Verband, Landesverbände, Home · Von: oti

Fortbildung und Netzwerktreffen: „Tag des inklusiven Handballs“ zum Warm-up für den „Tag des Handballs“

Im Zuge des „Tags des Handballs“ am Sonntag, 19. März, in und um die Barclaycard Arena in Hamburg, bittet der Deutsche Handballbund in Kooperation mit dem Handball-Verband Hamburg schon für den Vortag, für Sonnabend, 18. März, zum „Tag des inklusiven Handballs“ in die Hansestadt. Tim Nimmesgern, Referent für Mitgliederentwicklung und Engagementförderung des DHB: „Gemeinsam mit unseren Partnern bieten wir die Teilnahme an zwei Veranstaltungen an; neben einer zur Lizenzverlängerung anerkannten Trainerfortbildung, die sich mit dem inklusiven Handballsport und den daraus resultierenden Anforderungen befasst, ein Netzwerktreffen für alle, die sich bereits im inklusiven Handball bewegen.“ Das Netzwerktreffen diene unter anderen der Bündelung bereits bestehender Ressourcen.

Veranstaltungsort der von der „Aktion Mensch“ geförderten Veranstaltung ist die Sporthalle an der Thedestraße in Hamburg. Partner des DHB und des Hamburger Handball-Verbandes in der Durchführung und Organisation sind die Evangelische Stiftung Alsterdorf, Special Olympics Deutschland, Freiwurf Hamburg und der Handball-Verband Schleswig-Holstein. Die Teilnahme am „Tag des inklusiven Handballs“ ist kostenlos. Fahrtkosten der Teilnehmer werden zum Teil übernommen. Nimmesgern: „Dadurch wollen wir erreichen, dass Interessenten aus ganz Deutschland nach Hamburg kommen.“

Mit der Trainerfortbildung am Sonnabend (Beginn 10 Uhr) wollen die Referenten Dr. Steffen Greve (Leuphana Universität Lüneburg), Martin Wild (Freiwurf Hamburg), Tim Nimmesgern (DHB) und Katharina Pohle (Evangelische  Stiftung Alsterdorf, Special Olympics  Deutschland) Trainer und Betreuer ansprechen, die bisher keine oder nur wenig Erfahrungen mit Menschen mit Behinderungen in der Handballhalle haben. Neben Praxiseinheiten zum Mitmachen, zu der eine Demo-Mannschaft von Freiwurf Hamburg erwartet wird, wollen sie nach einer theoretischen Einführung Basics im Handballtraining mit heterogenen Gruppen und eine Übersicht über die Strukturen im Handball für Menschen mit Behinderungen vermitteln.

Zum Netzwerktreffen, das am selben Tag um 15 Uhr beginnt, werden Trainer und Betreuer, Lehrer, Interessierte, Funktionäre, Vereins- und Verbandsangehörige erwartet, die sich für Inklusion im Handballsport interessieren und andere Interessierte kennenlernen möchten. „Eine Erfahrung im Bereich inklusiver Handball ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich“, sagt Tim Nimmesgern. Mögliche Themen sind die Einbindung etwa von Rollstuhlfahrern in den inklusiven Handball oder auch die Struktur und Organisationen des Handballsports für Menschen mit Behinderungen.

Nimmesgern: „Wir haben uns ganz bewusst für zwei Veranstaltungen entschieden. Wir wollen Interessierten den Einstieg erleichtern und unsere Unterstützung anbieten. Die, die bereits im Handball für und mit Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen unterwegs sind, bringen wir zusammen.“ Dass die Teilnahme an der Fortbildung mit fünf Lerneinheiten zur Verlängerung von Trainer-Lizenzen anerkannt wird, unterstreiche den Stellenwert der Veranstaltung. „Vielleicht bekommen wir so auch Kontakte zu Trainern, die sich bisher noch nicht mit dem inklusiven Handball beschäftigt haben. Wir wollen Hürden abbauen.“ Auch die Anbindung an den „Tag des Handballs“ käme nicht von ungefähr: „Der inklusive Handball ist Teil der großen Handballfamilie.“ Mannschaften von Freiwurf Hamburg seien auch in die Veranstaltung am Sonntag eingebunden. „Unterstützt vom Freundeskreis des Deutschen Handballs“, sagt der Referent für Mitgliederentwicklung und Engagementförderung. Bei Bedarf unterstützt der DHB bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und der Reservierung von Tickets für den „Tag des Handballs“ am 19. März.

Dr. Steffen Greve, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitseinheit Sportwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg und Mitglied der Jugendkommission des DHB, mit Blick auf die Fortbildung: „Das ist ein sehr guter Einstieg für Leute, die noch keinen Kontakt mit der Thematik hatten. Neueinsteiger können von den Erfahrungen der anderen profitieren, die schon in der Praxis stehen.“

Die Ausschreibung zum „Tag des inklusiven Handballs“ am 18. März in Hamburg (inklusive Anmeldevordruck)

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