Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes (DHB), mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

13.02.2017 · Verband, Landesverbände, HV Schleswig-Holstein · Von: oti

Seit 40 Jahren Engagement im Handball: Bundespräsident zeichnet Doris Birkenbach mit dem Bundesverdienstkreuz aus

Bundespräsident Joachim Gauck hat Doris Birkenbach, stellvertretende Vorsitzende der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes (DHB), mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In Vertretung von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig überreichte Staatssekretär Thomas Losse-Müller die Auszeichnungen am Montag in Kiel. Mit der Auszeichnung würdigt Staatsoberhaupt Joachim Gauck das Engagement der 57-Jährigen im Handballsport im Allgemeinen – und das um den Mädchenhandball, um Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen sowie um die Inklusion im Sport im Speziellen.

DHB-Präsident Andreas Michelmann: „Ich freue mich für Doris Birkenbach, die sich, wie kaum eine andere, für unsere Sportart und insbesondere für die Frauen im Handballsport einsetzt.“ Karl-Friedrich Schwark, Präsident des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein, der an der Feierstunde teilnahm, gratulierte Doris Birkenbach im Namen des Präsidiums des Landesverbandes.

Die Schulleiterin engagiert sich seit fast 40 Jahren für den Sport mit Hand und Ball, zunächst im TSV Harrislee, danach im TSV Garding. „Besonders liegt ihr die Förderung von Mädchen am Herzen“, formulierte Staatssekretär Losse-Müller in der Laudatio anlässlich der Verleihung am Montag in Kiel. Der Staatssekretär zeichnete das Wirken der 57-Jährigen für den Handballsport nach, hob dabei insbesondere die Entwicklung von Modellen hervor, die Birkenbachs Ansinnen „Sport für alle“ dienen.

Die heute 57-Jährige war Auswahltrainerin der Mädchen auf Kreis- und Landesebene. 2005 wurde sie Vizepräsidentin „Frauen, Entwicklung und Breitensport“ des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein. In Ihrer zehnjährigen Amtszeit entwickelte sie laut Losse-Müller Projekte wie den internationalen Jugendaustausch mit Israel, den „Ladies-Cup“ sowie Projekte „Handball macht Schule“ und „Frauen an die Spitze“.

2013 wählten die Delegierten des Bundesjugendtages sie zur stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes. Seitdem wirkt sie auch mit Sitz und Stimme in der DHB-Frauenkommission mit.

Georg Clarke, Vizepräsident Jugend, Bildung, Schule des DHB: „Ihr ehrenamtliches Engagement ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie stellt persönliche Belange sehr oft hinten an und sich uneigennützig in den Dienst des Sports.“

Von 2014 an betreute Birkenbach Nationalmannschaften der Jugend und der Juniorinnen als Delegationsleiterin, insbesondere bei Länderspielmaßnahmen im In- und Ausland sowie bei internationalen Turnieren wie Europa- und Weltmeisterschaften. Besonders habe sie sich laut Clarke aber um den Bereich der Inklusions- und Migrationsprojekte des Spitzenverbandes verdient gemacht. Exemplarisch nennt der Vizepräsident die Einführung der Rahmenrichtlinien für einen inklusiven Spielbetrieb und die Kooperation zwischen dem Deutschen Handballbund und Special Olympics Deutschland, für die sich die 57-Jährige eingesetzt hat. „Das Prestigeprojekt der DHB-Jugend, das AOK Star-Training, hat sie mit ihrem Einsatz maßgeblich geprägt und von Jahr zu Jahr optimiert.“

Aufgrund ihrer fundierten Kenntnisse und ihres besonderen Engagements im Bereich der Inklusionsprojekte berief der Vorstand der Deutschen Sportjugend Doris Birkenbach im April 2015 als ordentliches Mitglied in die Arbeitsgruppe Teilhabe und Vielfalt im Kinder- und Jugendsport.

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