Die "Ladies" um Angie Geschke verlieren knapp gegen Scwehden. - Foto: Sascha Klahn

19.03.2017 · Slider, Home, Nationalteams · Von: sid

DHB-Frauen verlieren erneut gegen Schweden

Die deutschen Handballerinnen haben auch ihr zweites Test-Länderspiel gegen Schweden verloren. Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler unterlag dem EM-Achten beim Tag des Handballs in Hamburg nach einer schwachen zweiten Halbzeit mit 23:24 (15:9) und verpasste damit die Revanche für die 28:33-Niederlage tags zuvor in Göteborg.

Beste deutsche Torschützin am Sonntag war Kim Naidzinavicius mit fünf Treffern, am Samstag hatte Anne Hubinger (6 Tore) am häufigsten getroffen. Mit den Länderspielen gegen Schweden und einem Lehrgang im Ostseebad Damp hat für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft Ende des Jahres (1. bis 17. Dezember) begonnen.

Der EM-Sechste präsentierte sich im zweiten Duell mit den Skandinavierinnen zunächst deutlich verbessert. In Hamburg, wo bei der WM auch die Halbfinalspiele und das Endspiel ausgetragen werden, überzeugte die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit mit ihrer beweglich-aggressiven 6:0-Abwehr und einer starken Clara Woltering im Tor.

Doch im zweiten Abschnitt war das DHB-Team kaum wiederzuerkennen. Mit zunehmender Spieldauer schwanden Kraft und Konzentration, sodass die Schweden mit ihrer ersten Führung kurz vor dem Ende den Sieg klarmachten.

Deutschland - Schweden 23:24 (15:9) 

Deutschland: Kramarczyk, Woltering; Klein, Schmelzer, A. Müller, Loerper, Smits (4), Behnke (1), Kramer, Naidzinavicius (5), Hubinger (1), Bölk (3), Huber (4), Fischer (1), Geschke (3), Wohlbold (1), Stolle
Schweden: Bundsen, Thörn; Toft Hansen (4), Mellegård (4), Fernis (1), Strömberg, Blohm (3), Gustin, A. Westberg (1), Wall, Lagerqvist (1), Gulldén (4), Blomstrand (1), Hagman (3), Jacobsen, E. Westberg, Alm (1)

 

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Michael Biegler: Erst einmal danke für die tolle Unterstützung in der Halle. Aber: Das war eine ärgerliche und schmerzhafte Niederlage, doch das heutige Spiel spiegelt die Trainingswoche wider. Wir können nicht über einen längeren Zeitraum die nötige Qualität abrufen. Was wir in den ersten 40 Minuten gut gemacht haben, müssen wir ein ganzes Spiel lang schaffen, sonst scheitern wir an so starken Gegnern.

Die Niederlage ist gerechtfertigt. Aber die Ladies sind fokussiert, sich im besten Bild bei der WM zu präsentieren. Sie sollen die Bilder des heutigen Tages mitnehmen, gerade die vollbesetzte Halle.

DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld: Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projekts. Wir müssen gemeinsam mit der Liga die Struktur schaffen, die HBF ist auch in der Verantwortung und muss Konzepte umsetzen. Unser Ziel bleibt ganz klar: im Dezember bei der WM das Finalwochenende erreichen.

Spielführerin Anna Loerper: Wir müssen aus dieser Niederlage lernen, vor allem, dass wir unsere Leistung ein ganzes Spiel lang durchdrücken müssen. Die heutigen Eindrücke werden wir auf jeden Fall mitnehmen, die Halle, das ganze Drumherum, das ist unsere Motivation, auch bei der WM in der wieder bei der Barclaycard-Arena zu spielen. Diese Gänsehautstimmung hier noch einmal zu erleben, ist unser großes Ziel. Dafür haben wir aber noch einiges an Arbeit vor uns.

Kreisläuferin Meike Schmelzer: Ich habe noch nie vor so vielen Zuschauern gespielt, da hatte ich schon beim Einlaufen eine richtige Gänsehaut. Das schürt doch den Traum von der WM, es ist das Größte für einen Sportler im eigenen Land bei einer WM um die Medaillen zu spielen. Wir haben bei der EM gezeigt, dass wir zur Spitze aufgeschlossen haben, aber uns dort zu etablieren, ist noch ein weiter Weg. Wir haben heute den Sieg durch unsere eigenen Fehler aus der Hand gegeben. Die ersten 40 Minuten waren ok.

Spielmacherin Kerstin Wohlbold: Der ganze Tag des Handballs ist eine sensationelle Veranstaltung, gerade für die Frauen-Nationalmannschaft. Nur schade, dass wir dieses Event nicht mit einem Sieg gekrönt hatten. Wir haben am Ende nichts mehr getroffen, und in dieser Phase auch in der Abwehr nicht mehr eng genug gestanden. Ich denke, eine so volle Halle haben die meisten von uns noch nie erlebt, deswegen war das die pure Motivation für die WM im Dezember.

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