Julius Herbert spielte in der Jugend zwei Jahre für Handball Lemgo. - Foto: Verein

19.03.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Talent Julius Herbert schließt sich Nußloch an – Kontakt kam über Christian Jobs Bruder Tobias zu Stande

Die Talentförderung der SG Nußloch ist eines der Hauptanliegen von Coach Christian Job und Geschäftsführer Holger Schwab – das haben sie zuletzt auch immer wieder verdeutlicht. „Wir haben die Möglichkeit, einen jungen Spieler auf seiner Position zu fördern“, erklärten die Verantwortlichen beispielsweise zum Abgang des aktuellen Toptorschützen Pierre Freudl. Neben Lars Crocoll wird ein Neuzugang im Rückraum der Blauen auf Torejagd gehen: Julius Herbert. Der 21-Jährige wechselt zur kommenden Saison vom Zweitligisten ASV Hamm in die Olympiahalle. „Julius ist jung und ein sehr hoffnungsvolles Talent“, sagte Schwab: „Er passt perfekt in unser Profil.“

Dass sein Weg nun zur SGN führt war dabei lange unklar. „Da hat auch der Zufall eine Rolle gespielt, ich wusste nicht genau, wo ich spielen werde“, erklärt Herbert. Ursprünglich kommt er aus Südhessen, eine Dreiviertelstunde von Nußloch entfernt – doch der Handballsport hat die Neuverpflichtung in der vergangenen Jahren herum gebracht. „2013 bin ich von Friesenheim für zwei Jahre nach Lemgo, um dort in der A-Jugend-Bundesliga zu spielen. Danach ging es für diese Saison nach Hamm in Liga zwei“, so Julius Herberts Werdegang. Jetzt steht aber das Studium an, daher ging der Blick wieder in Richtung Heimat. Als klar war, dass Herbert in Landau studieren wird, suchte er gemeinsam mit seinem Vater nach einem neuen Verein.

„Er ist gut vernetzt in der Handballwelt und hat sich ein bisschen umgehört“, beschreibt Julius Herbert die Suche seinen Vaters. Nach Nußloch führten dabei trotzdem ein paar Umwege. „Zunächst hat er bei Tobias Job in Haßloch angefragt“, erinnert sich Herbert. Doch der Bruder von Nußloch-Trainer Christan Job musste dem talentierten Youngster absagen, der eigene Kader war auf der Position bereits besetzt fürs kommende Jahr. Doch Tobias Job hat das Talent trotz allem erkannt – und an seinen Bruder verwiesen. Dort bestand nämlich noch Bedarf für einen guten Rückraum-Spieler, wie Schwab bestätigte: „Nach dem Abgang von Pierre und durch die Tatsache, dass uns Simon Kuch nächste Saison nur bedingt zur Verfügung stehen wird, haben wir hier Handlungsbedarf gesehen – und ihn zum Probetraining eingeladen.“

Zur Freude Herberts. „Nußloch ist ein Topverein in der Dritten Liga“, erläuterte er und beschrieb die Eindrücke aus dem Training: „Das war super: Eine junge Mannschaft, das Training ist intensiv. Da ist Zug dahinter, das gefällt mir – es hat einfach großen Spaß gemacht.“ Erfolgreich war es ebenfalls, denn es sprang ein Zweijahresvertrag für den 21-Jährigen heraus. „Im Probetraining habe ich die Trainer anscheinend überzeugt“, lachte Herbert, Christian Job bestätigte: „Er konnte auf sich aufmerksam machen, daher haben wir zugeschlagen und ihn verpflichtet.“

Wie viel Spielzeit letztendlich für den 21-Jährigen heraus springt, will er nicht genau beziffern. „Ich bin noch relativ jung“, gibt er zu bedenken und führt auf seine Ziele angesprochen weiter aus: „Ich werde versuchen, durch Trainingsleistung auf Einsätze zu kommen.“ Eines steht dabei aber fest: Flexibel ist er. „Er kann sowohl Halblinks als auch Halbrechts spielen“, weiß Job.

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