Nicole Gölz erzielte beim Sieg in Pforzheim drei Tore. Foto: Armin Etzel

11.04.2017 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Süd · Von: pm verein

Birkenau hat den Strohhalm ergriffen

Die Ausgangslage war eindeutig, nur ein Sieg beim Tabellenletzten HSG Pforzheim bedeutete für die Handballerinnen des TSV Birkenau die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt in der 3. Liga. Mit einem ungefährdeten 31:25 Sieg gelang dies in einer völlig verdienten und überzeugenden Weise.

Damit zogen die Baumann Schützlinge nach Verlustpunkten mit dem drittletzten der Tabelle TV Brombach gleich und haben es nun in den letzten drei Spielen in eigener Hand diesen 10. Tabellenplatz (Relegation) zu behaupten.

Für dieses wichtige Spiel hatte man versucht alle einsatzfähigen Kräfte zu mobilisieren, nachdem im Laufe der Woche die nächsten Hiobsbotschaften eintrafen. Mit Katrin Laßlop krankheitsbedingt und Kristina Falter mit Bänderriss fallen die nächsten beiden Spielerinnen voraussichtlich für den Rest der Saison aus. Glücklicher Weise stand Kati Mink wieder zur Verfügung sowie Neuzugang Fatima Saddiki. Die ehemalige algerische Nationalspielerin traf rechtzeitig am Freitag in Deutschland ein, wodurch Trainer Timo Baumann wenigstens neun Feldspielerinnen zu Verfügung hatte.

Obwohl Saddiki mit 5 Toren bei sechs Versuchen und einer toller Spielübersicht einen gelungenen Einstand feierte, gab es an diesem Tag nur ein Sonderlob zu verteilen, und das galt der gesamten Mannschaft. Obwohl man dieser in Sachen Einsatzbereitschaft und Kampf noch nie einen Vorwurf machen konnte, dieses Spiel wird noch lange als Vorzeigebeispiel für zukünftige Spiele und Mannschaften herhalten können. Von Beginn an wurde die offene Deckung gekonnt und intensiv umgesetzt, daran verzweifelten die Gastgeberinnen schon in der ersten Hälfte des Spiels . Leonie Scholl hatte Pforzheims Rückraum-Shooterin Leonie Henschel fast völlig abgemeldet und der restliche Deckungsverband glänzte mit absoluter Bereitschaft und mannschaftsdienlichem Einsatz. Dazu kam eine überragend haltende Katharina Leinert im Tor, was der Grundstein war für einen letztendlich nie in Gefahr geratenen Start-Ziel-Sieg. Dieser Wille übertrug sich auch auf die Angriffsaktionen, in der sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eintragen konnte. Lena Kahnert war mit zehn Toren die überragende Akteurin, bezeichnend für die starke Leistung der gesamten Mannschaft war ein Tor von Linda Schäfer, die sich am Kreis den Ball zurück erkämpfte und im Fallen mit dem Rücken zum Tor den Ball mit beiden Händen ins Tor beförderte und damit eines ihrer vier Treffer erzielte.

Nun haben Ronja Schwab und Co. in einer Woche am Ostermontag 15.30 Uhr in der Langenberghalle das nächste „Abstiegsspiel“ vor der Brust. Der Abstand zum Gegner und Tabellen- Viertletzten Regensburg könnte mit einem Sieg auf einen Punkt verringert werden. Auch deshalb hoffen die TSV-Damen nochmals auf lautstarke Unterstützung seitens der Zuschauer, die neben tollem Sport auch mit einem Kuchenbuffet und Grillspezialitäten verwöhnt werden sollen.

Jula Grünewald, Annika Schlechter (n.e.) und Katharina Leinert im Tor, Leonie Scholl (3), Nicole Gölz (3/1), Linda Schäfer (4), Ronja Schwab (2), Lena Kahnert (10/3), Kati Mink (3), Lena Nussbaumer, Fatima Saddiki (5), Jana Weisbrod (1)

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