Khalid Khan(Mitte) ist neuer Anführer des Löwenrudels. - Foto: Verein

09.05.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

Khalid Khan neuer Trainer des Löwenrudels – Umbruch in Ratingen

Während die laufende Spielzeit kurz vor ihrem Ende steht, hat das Löwenrudel eine zentrale Frage der zukünftigen Ausrichtung klären können. Mit Khalid Khan gewinnt die SG Ratingen einen echten Fachmann, mit dem der Neustart in der Regionalliga Nordrhein gelingen soll.

Es war ein schwieriges Jahr für Bastian Schlierkamp und sein Löwenrudel. Nach vielen Erfolgen und einer stetigen Weiterentwicklung hat die Leistungskurve der ersten Mannschaft in den vergangenen Monaten einen herben Knick erleiden müssen: "Es ist vieles gänzlich anders verlaufen, als wir es uns vorgestellt haben. Sicherlich gibt es vielfältige Gründe, die allerdings allesamt auf eine zu ziehende Konsequenz hinauslaufen: Es wird und muss sich Grundlegendes ändern." Was der Manager der SG Ratingen damit meint, verdeutlicht die nun getätigte Verpflichtung auf der zentralen Position des Trainers. "Khalid Khan ist jemand, der für diese neue Aufgabe brennt. Er wird der Mannschaft keinen Raum lassen, sich in irgendeiner Form zurückzulehnen. Ich traue ihm absolut zu, den Neustart in die Wege zu leiten und freue mich ungemein auf die Zusammenarbeit! Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei Rainer Heckermann, der mit seinem Engagement und seiner Unterstützung einen wesentlichen Beitrag geleistet hat, um die Verpflichtung überhaupt erst zu ermöglichen."

Auch der neue Coach ist voll der Vorfreude: "Die SG Ratingen ist trotz des diesjährigen Tiefpunktes eine hochinteressante Adresse. In der Mannschaft steckt Potential und es wird unser aller Aufgabe sein, eine passende Spielphilosophie zu entwickeln, welche letztendlich auch eine positive Wirkung auf das Umfeld haben wird", erlaubt der neue Rudel-Coach einen Einblick in seine Pläne vom zukünftigen Rudelspiel. Ein wichtiger Aspekt wird dabei sein, dass er mit vielen Akteuren für die Spielzeit 2017/2018 schon zusammengearbeitet hat.

Allen voran geht hierbei Simon Breuer, mit dem Khan zu Aachener und Korschenbroicher Zeiten sehr erfolgreich kooperierte. Aber auch Ben Schütte, Carsten Jacobs sowie die Neuzugänge Kai Funke und Jascha Schmidt sind ehemalige und zukünftige Schützlinge. Zusammen mit den für Khan neuen Spielern wird das Rudel ein ehrgeiziges Ziel verfolgen: "Die Jungs sollen über gutes und hartes Training Freude am Handball finden. An der Leitschnur des Leistungsprinzips können sich bei mir alle orientieren. Ich persönlich freue mich auf neue und alte Spieler und wünsche mir, dass wir eine tolle Zeit verleben werden. Aber hier steckt extrem harte Arbeit hinter."

Bei der offiziellen Vorstellung in den Räumlichkeiten von Heckermann Objektschutz konnte sich Geschäftsführer Rainer Heckermann sogleich ein Bild vom neuen Chefcoach machen: "Khalid Khan hat eine klare Vorstellung vom Handball im Löwenrudel. Ich persönlich freue mich schon auf die kommende Spielzeit und wünsche Trainer und Team viel Erfolg."

Rudel verändert sein Gesicht - Neun Löwen gehen

Neun Spieler werden das Rudel zum Ende der Spielzeit verlassen. Teils schon länger nicht mehr aufgrund von Verletzungssorgen aktiv sind diese Abgänge schon länger klar, seit wenigen Tagen stehen weitere Kaderentscheidungen für 2017/2018 fest.

Das Gesicht des Löwenrudels in 2017/2018 wird sich deutlich verändern. Gleich neun Akteure der vergangenen Spielzeit werden im nächsten Jahr nicht mehr zum Kader des neuen Coaches Khalid Khan gehören. Darunter sind auch einige Spieler, die die Erfolge der vergangenen Jahre entscheidend mitgeprägt haben. Als dienstältester Löwe verabschiedet sich Florian Schlierkamp nach dem Spiel in Korschenbroich vom Rudel. Der Lehramtsanwärter steht vor der entscheidenden Phase seines Referendariats.

Mit Damian Janus und Sebastian Bartmann verlassen gleich beide Kreisläufer die Dumeklemmerstadt. Während sich Janus der HSG Krefeld anschließen und somit eine neue sportliche Herausforderung angehen wird, tritt Bartmann aufgrund der gestiegenen privaten und beruflichen Verpflichtungen kürzer und schließt sich dem TV Oppum an. Beide Hühnen trugen vier Jahre lang das Löwenfell. Einen Abschied, der aufgrund einer schier unglaublichen Verletzungsserie schon über einen längeren Zeitraum feststand, nimmt Arthur Giela. Wäre es nach dem behandelnden Arzt gegangen, hätte die durchschlagskräftigste Rückraumwaffe der Löwen schon im letzten Jahr seine Karriere beenden sollen. Doch Giela entschied sich zu einem letzten Jahr im Löwendress, nun hängt er ebenfalls nach vier Jahren im Rudel seine Handballschuhe an den Nagel.

Im selben Zeitraum wie die letztgenannten Löwen ist Dominic Kasal in Ratingen aktiv gewesen. Den zweikampfstarken Spielgestalter warfen zuletzt mehrfach Verletzungen zurück, in Kombination mit einer gestiegenen Doppelbelastung von dualem Studium und Leistungshandball erwies diese sich als kaum mehr zu bewältigen.

Mit Niko Lenz nimmt der sechste Löwe Abschied von der SGR. Mit kurzen Unterbrechungen aufgrund von Verletzungen und Auslandspraktikum lief der gebürtige Essener drei Jahre lang für die Dumeklemmer auf und tat sich dabei stets als vorbildlicher Kämpfer und knallharter Abwehrspieler hervor. Lenz wird zunächst seinen Master absolvieren und dann längere Auslandsreisen vornehmen.

Mit Tim Ott und Fabian Zindel nehmen zwei Keeper ihren Abschied. Sie bereinigten die Vakanz auf der Torhüterposition und fanden sich schnell im Rudel ein. Wohin es den Aachener Ott und den jungen Essener Zindel zieht, ist noch unbekannt. Der neunte und vorerst letzte Abgang des Kaders für 2017/2018 ist Bastien Arnaud. Der kampfstarke Defensivspezialist und Kreisläufer wird sich einem Drittligisten im Westen anschließen.

Anzeige
goldgas
Hanniball