Wissenschaftler und Studierende der „Leuphana“, der Universität Hamburg und der Deutschen Sporthochschule Köln begleiten die Entwicklung von Freiwurf Hamburg im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation. Links im Bild: Dr. Steffen Greve.

19.06.2017 · Engagement, Home, Landesverbände ·

„Freiwurf“ testet Rollstuhlhandball beim Sommerfest – Studierende evaluieren Prozess

Die Verantwortlichen von Freiwurf Hamburg, der ersten inklusiven Handball-Liga Deutschlands, setzen ihre Experimente mit dem Einsatz von Rollstuhlfahrern während des Trainings- und Spielbetriebes fort. Nach dem Gemeinschaftstraining im Herbst 2016 unter Begleitung der Deutschen Sporthochschule Köln initiierten die Hamburger am Sonntag während ihres Sommerfestes den ersten „Rollstuhltag“.  „Fußgänger und Rollstuhlfahrer spielten miteinander in verschiedenen Zonen“, erklärt Dr. Steffen Greve, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitseinheit Sportwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg und als Referent für Kinder- und Schulhandball auch Mitarbeiter der Jugendkommission des Deutschen Handballbundes (DHB). Wissenschaftler und Studierende der „Leuphana“, der Universität Hamburg und der Deutschen Sporthochschule Köln begleiten die Entwicklung von Freiwurf Hamburg im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation.

Veranstaltungsort des Sommerfestes war die Barakiel-Halle in Hamburg-Alsterdorf. „Die Halle ist komplett barrierefrei und daher bestens geeignet“, so Greve. „Die vielen Zuschauer sahen an diesem Tag spannende Spiele und die Sportler bekamen interessante Einblicke in das Spielen mit Rollstuhl.“

Wahrgenommen hätten die Wissenschaftler und Studierenden angeregte Diskussionen unter den Teilnehmern. „Wir sind schon sehr gespannt, was die Auswertung der verschiedenen erhobenen Daten ergeben wird. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier forschen dürfen.“

Ole Stabik, ehamliger Spieler des HSV Handball, schreibt aktuell seine Bachelorarbeit an der Universität Hamburg zum Rollstuhlhandball bei Freiwurf Hamburg: „Ich werde kommende Woche einige Interviews mit mehreren Spielerinnen und Spielern führen. Ich bin schon heute neugierig, was die Sportler über diesen Tag denken.“

Im Rahmen ihrer Masterarbeit war Pia von Keutz zum ersten Mal bei einem Spiel der Freiwurfliga dabei: „Wie hier miteinander Handball gespielt wird, für mich eine ganz neue Erfahrung.“

Steffen Greve: „In den kommenden Wochen werden sich nun die Verantwortlichen von Freiwurf sowie die Wissenschaftler und Studierenden intensiv mit den Eindrücken dieses Tages auseinandersetzen und diese miteinander diskutieren. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Rollstuhlhandballvariante Einzug in die inklusive Handballliga hält.“

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