Die weibliche Jugend-Nationalmannschaft, hier im Trainingslager in Kienbaum, bezwang heute mit einer starken Leistung Favorit Russland. - Foto: Zuzana Porvaznikova.

10.08.2017 · Home, Slider, Nationalteams · Von: lh

U17-EM: Weibliche Jugend gewinnt erstes Spiel gegen Russland

Die weibliche Jugend-Nationalmannschaft der Jahrgänge 2000/2001 bestritt heute im Rahmen der U17-Europameisterschaft in der Slowakei ihr erstes Gruppenspiel gegen den Favoriten aus Russland. Die DHB-Auswahl bezwang ihren Gegner mit einem starken 19:15.

"Jahrelang konnten wir das Eröffnungsspiel gegen Russland nicht für uns entscheiden. Diesen Bock wollten wir nun mit aller Macht umstoßen. Der Sieg war ein erster wichtiger Schritt für den weiteren Turnierverlauf", so Nowak. 

Dabei sah es in der Anfangsphase des Spiels noch gar nicht danach aus. Beide Teams leisteten sich zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe, sodass sich keine Mannschaft deutlich absetzen konnte. Das Spielgeschehen war dadurch gerade in den ersten 30 Minuten oft sehr wüst und glich einem ständigen Hin und Her. So stand es nach 23 gespielten Minuten gerade einmal 5:5. Zur Halbzeit konnte sich jedoch die Auswahl aus Russland einen knappen Vorsprung erarbeiten und beendete die erste Hälfte des Spiels mit 6:5 für sich.

Die abwehrlastige Partie nahm jedoch nach der Halbzeitpause Fahrt auf. Das Team von Chef-Bundestrainer Nachwuchs weiblich Maik Nowak und DHB-Jugend Co-Trainerin Zuzana Porvaznikova kam fokussiert aus der Kabine zurück und konnte die Partie anschließend drehen.

In der 37. Minute zog Russlands Trainer Anatoly Skorobogatov bei einem Spielstand von 10:9 für Russland die Time-Out-Karte. Doch auch diese Unterbrechung konnte den Lauf der DHB-Auswahl nicht verhindern.

Dem deutschen Team gelang es, sich von einem 7:10 Rückstand bis zu einem Spielstand von 10:15 eine deutliche Führung herauszuarbeiten. Durch eine konsequente Abwehr, eine gute Torhüterleistung und daraus resultierende Ballgewinne konnten einfache Konter gelaufen werden.

Russland wirkte zunehmend ideenlos, ließ aber nie locker und verkürzte den Rückstand noch einmal auf 12:15 in der 46. Minute. Trainer Nowak reagierte sofort und nahm die Auszeit. 

Doch auch in der Schlussphase des Spiels blieb die DHB-Auswahl konzentriert und konnte nach 60 Minuten harten Kampfes die Partie mit 19:15 für sich entscheiden. Beste Werferin war Aimée von Pereira mit sieben Treffern.

"Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir als Trainerteam vorgegeben haben. Vor allem eine sehr gute Abwehrleistung, welche sich in den nur 15 Gegentoren zeigt, war heute ausschlaggebend für den Sieg. Nichtsdestotrotz waren das aber auch nur die ersten zwei Punkte. Jetzt gilt es, den Fokus und die Konzentration weiterhin oben zu halten und uns intensiv auf die nächsten Gegner vorzubereiten", resümiert Nowak.

Dieser wird bereits morgen 15.30 Uhr die Niederlande sein. 

Das Spiel wird im Livestream der EHF übertragen.

Russland - Deutschland 15:19 (6:5) in Michalovce/Slowakei

Deutschland: Charley Zenner (BSV Sachsen Zwickau), Laura Waldenmaier (TPSG FA! Göppingen), Lena Hausherr (BVB 09 Dortmund/1), Selina Margull (HSG Freiburg/1), Paulina Golla (FSG Mainz 05/Budenheim), Mariel Wulf (BVB 09 Dortmund), Aimée von Pereira (Buxtehuder SV/7), Malina Marie Michalczik (BVB 09 Dortmund/4), Dana Bleckmann (BVB 09 Dortmund), Lea Neubrander (SG H2KU Herrenberg/1), Jana Scheib (SG BBM Bietigheim), Leonie Kockel (BVB 09 Dortmund), Julia Weise (HC Leipzig), Pauline Uhlmann (HC Leipzig/3), Carlotta Fege (BVB 09 Dortmund/1), Maxi Mühlner (HC Leipzig/1)

Beste Werferin: Aimée von Pereira (sieben Tore)

Schiedsrichter: Braseth/Sundet (NOR)

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