Auch gegen Japan bester Werfer der DHB-Auswahl: Dimitri Ignatow. Foto: IHF/Stephane Pillaud

11.08.2017 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Erfolgreiche WM-Frühschicht: U19 lässt auch Japan keine Chance

Dritter Kontinentalvergleich, dritter Sieg, weiter Gruppenerster: Nach Erfolgen gegen Chile (39:22) und Algerien (37:19) hat die deutsche Mannschaft auch ihre dritte Aufgabe bei der U19-Weltmeisterschaft im georgischen Tiflis bravourös gelöst: Bei der „Frühschicht“ am Freitag um 10 Uhr morgens Ortszeit gegen Japan waren schon beim Pausenstand von 22:9 die Weichen auf Sieg gestellt. Am Ende standen beim 34:18 wieder mehr als 30 Tore auf der Habenseite.

Wie schon gegen Algerien, als er acht Mal traf, war der Hildesheimer Dimitri Ignatow bester Werfer der DHB-Auswahl. Nach nur 21 Minuten hatte er zehn Mal getroffen, zwischenzeitlich markierte der Außen per Siebenmeter zum 24:13 den 100. Turniertreffer der DHB-Auswahl, und nach 60 Minuten standen zwölf Treffer auf seinem Konto. Somit hat Ignatow nach drei Partien bereits 35 Tore erzielt. Als bester DHB-Spieler wurde Torwart Till Klimpke ausgezeichnet, der 14 japanische Würfe parierte.

Vor den beiden abschließenden Vorrundenspielen gegen Gastgeber Georgien (Samstag, 16 Uhr deutscher Zeit) und am Montag (10 Uhr deutscher Zeit) gegen Island (beide als Livestream unter dhb.de/live) hat der EM-Dritte des Vorjahres das Optimum von 6:0 Punkten auf dem Konto - und wie schon gegen Algerien konnte das Trainerduo Jochen Beppler/Axel Kromer frühzeitig rotieren.

Die Trainer hatten ihr Team extrem gut auf die Japaner eingestellt, die man schon beim Test-Turnier in Lübeck beobachtet und besiegt hatte, und erneut war der Blitzstart - 9:3 nach sieben Minuten - der Grundstein zum Sieg. Vor allem die Deckung funktionierte sehr gut, dahinter stand Torwart Klimpke erneut sicher.

„Mit einem solch‘ deutlichen Erfolg hatten wir nach den bisherigen Leistungen der Japaner nicht gerechnet. Aber wir haben von Beginn an das Tempospiel für uns entschieden, was gegen die schnellen Japaner eigentlich untypisch ist“, war für Kromer ein Schlüssel zum Erfolg: „Wir haben den Jungs ein dickes Lob ausgesprochen und hoffen natürlich, dass es so weitergeht.“ Insgesamt standen zehn Gegenstoßtreffer bei zehn Versuchen in der Statistik.

Nur in den ersten Minuten nach der Pause, als die Asiaten auf 13:23 herankamen, stotterte der Motor leicht, aber nach einer Auszeit setzte die deutsche Mannschaft ihr Torfestival mit einer 9:2-Serie fort - ohne dabei die Abwehrarbeit zu vernachlässigen.

Bereits um 6 Uhr war für die DHB-Auswahl die Nacht vorbei gewesen, um 6.30 Uhr stand ein Spaziergang auf dem Programm. „Und schon da haben wir gesehen, dass die Spieler nicht müde waren, sondern voll fokussiert. Sie sind richtig im WM-Modus drin“, lobt Kromer. Und der erwartet am Samstag einen weiteren Erfolg gegen die Gastgeber: „Georgien verfügt über einige stark auftretende Spieler, aber in der Breite sollten wir schon stärker sein. Wir unterschätzen niemanden und haben Respekt vor den Georgiern sind aber selbstbewusst genug, um auf Sieg zu spielen Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung.“

Statistik Deutschland - Japan in Tiflis 34:18 (22:9)

Deutschland: Till Klimpke (HSG Wetzlar), Leon Mehler (HC Empor Rostock); Marc-Robin Eisel (SV 64 Zweibrücken), Dimitri Ignatow (Eintracht Hildesheim/12/3), Fin Backs (Eintracht Hildesheim/4), Tim Matthes (Füchse Berlin/3), Max Staar (TSV GWD Minden/1), Lukas Stutzke (TSV Bayer Dormagen/4), Frederik Simak (Füchse Berlin/3), Justin Kurch (SC Magdeburg/1), Eloy Morante Maldonado (TSV Bayer Dormagen/1/1), Jannek Klein (SG Flensburg-Handewitt/2), Niklas Diebel (TSV Burgdorf/2), Joshua Thiele (TSV Burgdorf), Oliver Seidler (SC DHfK Leipzig/LVB Leipzig), Gregor Remke (EHV Aue/1)
Bester Torschütze Japan: Yuji Baik (5)
Schiedsrichter: Burgos/Delgado (Argentinien)

Die weiteren deutschen Vorrundenspielplan in Gruppe B in Tiflis (alle Anwurfzeiten deutsche Zeit, Livestreams unter www.dhb.de/live):

12. August, 16 Uhr: Georgien - Deutschland
14. August, 10 Uhr: Deutschland - Island

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