Nach dem Sieg gegen Emsdetten bedanken sich die TuS-Spieler bei den mitgereisten Anhängern. - Foto/Montage: Bendig/Kleinroth

21.08.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel West · Von: pm verein

DHB-Pokal: Ferndorf schlägt auch Emsdetten

Es war keine Eintagsfliege, was der Drittligist TuS Ferndorf beim Pokalturnier in Minden auf das Parkett brachte. Nach dem gleichermaßen unerwarteten und sensationellen 23:22-Sieg über den Erstligisten GWD Minden, legte die Mannschaft von Trainer Andreas Lerscht noch einen 29:23-Erfolg über den Zweitligisten Emsdetten nach.

GWD-Trainer Frank Carstens: "In der 3. Liga wird guter Handball gespielt."

Der Erfolg über den Bundesligisten kam für den Drittligisten derart überraschend, dass dieser nun vor dem Problem der Übernachtung stand. Ein Hotel war einfach nicht gebucht worden. Mit Hilfe der GWD-Geschäftsstelle konnte noch eine Möglichkeit im nahe gelegenen Vlotho aufgetan werden. TuS-Trainer Lerscht brach nach dem Erfolg über die Mindener jedoch nicht in Triumphgeheul aus: "Der Hintergrund rödelt jetzt, dass wir hier bleiben können. Die Jungs haben immer an die Chance geglaubt und waren in Schlagweite. Die Jungs haben dann kühlen Kopf bewahrt, und es gegen einen Bundesligisten zu Ende gespielt. Riesen Kompliment.“ GWD-Trainer Frank Carstens blieb lediglich, dem Underdog zu gratulieren. „Ferndorf ist wie erwartet sehr gut organisiert und kampfstark aufgetreten. Einige unserer Neuzugänge wussten anscheinend nicht, dass in Deutschland in der 2. Bundesliga und in der 3. Liga sehr guter Handball gespielt wird.“

Wer dachte, die Siegerländer hätten ihr Pulver gegen die Dankerser verschossen, sah sich getäuscht. Gegen den Zweitligisten TV Emsdetten, der sich am Vortag deutlich gegen den HC Oranienburg durchgesetzt hatte, erspielte man sich einen hochverdienten 29:23-Sieg. TuS-Keeper Lucas Puhl, der gegen Minden schon eine starke Leistung zeigte, sagte: „Das Wochenende ist optimal gelaufen. Gegen GWD sind wir nicht mit der Einstellung ins Spiel gegangen, dass wir sowieso verlieren, sondern,dass wir eine Chance haben.“

Ansonsten erreichte außer dem TV Leichlingen kein weiterer Drittligist ein Turnierfinale. Aufgrund des Rückzugs der Hamburg Mets waren die Rheinländer kampflos eine Runde weiter und unterlagen dort dem Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf mit 22:35.

Nah dran an einer Überraschung war der HSV Hamburg. Beim Turnier in Hagen zwang man den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen immerhin in die Verlängerung. Am Ende musste man sich 22:32 geschlagen geben. „Meine Mannschaft hat wirklich einen tollen Kampf abgeliefert und auch wir hätten ein Weiterkommen verdient. Allerdings war unser Gegner in den wichtigen Momenten vielleicht auch ein wenig abgezockter“, meinte HSV-Trainer Torsten Jansen.

Noch knapper verpasste der TV Großwallstadt in eigener Halle die Überraschung gegen Zweitligist HG Saarlouis. Erst nach Siebenmeter-Werfen war Endstation (30:31). Das erhoffte Duell der beiden gegen den VfL Gummersbach wurde um Haaresbreite verpasst. „Wir können positiv gestimmt sein über die Leistung gegen Saarlouis“, sagte TVG-Schlussmann Stefan Koppmeier. Und weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir Qualitäten haben und haben sicherlich noch Potenzial. Zudem konnten sich die Gastgeber über 1200 Zuschauer an beiden Tagen freuen.

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