11.09.2017 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Frogs-Ladies im HVSH-Pokal erfolgreich – Völzke steigt aus

In der ersten Runde des HVSH-Pokal traten die Handball-Frauen des SV Henstedt-Ulzburg bei der klassentieferen HSG Fockbek/Nübbel an. Die Frogs-Ladies lösten ihre Pflichtaufgabe mit Luft nach oben, setzten sich am Ende mit 23:39 Toren durch. Zur Pause lag die Rusbült-Sieben bereits 11:18 in Front.

Die Anfangsphase nutzte die heimische HSG mit ihren Fans im Rücken und einem „backe-freien“ Ball, um das Spiel offen zu gestalten. Die SVHU-Frauen um Kapitänin Tina Genz hatten ihre liebe Mühe mit dem sauberen Ball und trafen zunächst nur die Hallenwand. Erst nach zehn Spielminuten hatten alle Feldspielerinnen ihre Wurftechnik angepasst und so zogen die Frogs-Ladies langsam davon. Die Abwehrreihe vor Merline Wünsche und in der zweiten Spielhälfte vor Kathrin Grawitter stand solide, ließ nur phasenweise Pässe zur gegnerischen Kreisspielerin zu. Bis zum Halbzeitpfiff konnte SVHU-Trainer Sven Rusbült munter wechseln und einiges in Abwehr und Angriff ausprobieren.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Frogs-Ladies nichts mehr anbrennen. Nelly Thümer, Lina Röttger, Helen Anderson und Marthe Nicolai wurde einerseits im Tempospiel in Szene gesetzt, andererseits aber auch im Positionsangriff in gute Positionen gebracht. Katharina Rahn führte klug Regie, öffnete Räume für Marleen Kadenbach, Caroline Rodewald und Tina Genz, die sich mit 15 Treffern in Torlaune präsentierte. Neuzugang Sophia Plötz ging angeschlagen ins Spiel und blieb in der zweiten Spielhälfte auf der Bank. „Sophia soll ihre Erkältung auskurieren, damit sie am ersten Spieltag in Oyten wieder fit ist. Wir wollten in Fockbek kein Risiko eingehen“, erklärte Sven Rusbült nach dem Spiel.

Auch die Tiefenräume in der gegnerischen Abwehr wurden nun größer. Die Kooperation zwischen Rückraum und Kreis lief jedoch durchwachsen. Annika Jordt, Tara Schumacher und Jana Grützner erhielten so nur wenig Gelegenheit, um vor dem gegnerischen Tor zu glänzen. „Das wird sicherlich in der nächsten Zeit ein Schwerpunkt im Training sein“, blickt Co-Trainer Frank Hamann voraus.

Am Ausgang des Pokalspiels änderte das jedoch nichts mehr. Standesgemäß gewannen die Frogs-Ladies beim SH-Ligisten mit 23:39 Toren. Die HSG wehrte sich über 60 Spielminuten und konnte mit erhobenem Haupt von der Platte gehen. Nun warten die Frogs-Ladies auf die Auslosung zur nächsten Pokalrunde und halten das Ziel Pokalverteidigung fest im Visier.

In der vergangenen Woche ereilte den Frogs-Ladies dann noch eine Hiobsbotschaft. Marleen Völzke verkündete mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt und will eine Handballpause einlegen. Die Reaktionen ihrer Mitspielerinnen waren dementsprechend traurig, enttäuscht und verärgert. Zwei Wochen vor Rundenbeginn war das wahrlich ein äußerst unglücklicher Zeitpunkt, zumal der Frogs-Rückraum sowieso knapp besetzt ist. Auch das Trainer-Team Rusbült/Hamann zeigte sich enttäuscht. „Ich könnte jetzt eine Diskussion über Anstand, Moral und soziale Medien aufmachen, aber das verkneife ich mir. Ich bin persönlich tief enttäuscht“, so Co-Trainer Frank Hamann, der eigentlich gemeinsam mit Völzke in das vierte Jahr gehen wollte. Rusbült und Hamann sind aber davon überzeugt, dass der jetzige Kader enger zusammenrückt, die Saison durchzieht und jedes noch so große Tal gemeinsam durchschreiten wird. „Kleinere und größere Schwächephasen gehören nun mal zum Sport dazu. Jede Spielerin wird für ihre Kollegin da sein und wir Trainer bieten auch die nötige Unterstützung“, blick Chef-Trainer Sven Rusbült nach vorne.

Das ist auch gut so, denn schon am kommenden Wochenende steht gleich der erste Knaller auf dem Spielplan. Die Frogs-Ladies stellen sich beim amtierenden Staffel-Meister TV Oyten vor. Beide Teams wollen wieder oben angreifen und werden schon am ersten Spieltag Zeichen setzen wollen. Die Partie beginnt beim Favoriten in Oyten am Sonntag (17.09.2017) um 15:00 Uhr.

SV Henstedt-Ulzburg: Merline Wünsche, Kathrin Grawitter; Lina Röttger (5), Nelly Thümer (4), Marleen Kadenbach (3), Caroline Rodewald (2), Katharina Rahn (3), Sophia Plötz, Tina Genz (15/3), Marthe Nicolai (6), Helen Anderson, Annika Jordt, Tara Schumacher, Jana Grützner (1).

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