- Foto: Sascha Klahn/DHB

12.09.2017 · Slider, Home, Nationalteams · Von: bp

„Wir Torleute spornen uns immer gegenseitig an“

Erst die Königsklasse, dann die Heim-WM: Für Torfrau Dinah Eckerle geht es Schlag auf. Mit dem Thüringer HC hat die 21-Jährige am Wochenende durch Siege über den spanischen Meister aus Guarda und den schwedischen Titelträger Höörs die Qualifikation für die EHF Champions League perfekt gemacht .

Noch vor der Gruppenphase der EHF Champions League wartet dann zunächst mit den Biegler-Ladies in Oldenburg gegen Litauen (Tickets unter dhb.de/tickets) und in der Türkei der Auftakt der EM-Qualifikation. Ende Oktober geht es dann in die heiße Phase der Vorbereitung auf die Heim-WM, die vom 1. bis 17. Dezember stattfinden wird. (Tickets unter www.germanyhandball.com/tickets)

Welche Ziele Dinah Eckerle, die bei der Juniorinnen-WM 2014 als beste Torfrau ausgezeichnet wurde, in den nächsten Monaten verfolgt, erzählte sie im Interview mit dhb.de.

Glückwunsch zum erfolgreichen Saisonstart mit der Qualifikation zur Champions-League-Gruppenphase…

Dinah Eckerle: Ja, so kann die Saison wirklich weitergehen. Mein erstes Ziel war es, in die Gruppenphase einzuziehen, das haben wir souverän geschafft.

Für Sie ist es bereits die vierte Champions-League-Saison mit dem THC. Wie wichtig sind diese internationalen Spiele für Ihre Entwicklung?

Dinah Eckerle: Super wichtig. Wenn man an die Klubwettbewerbe denkt, ist die Champions League das Größte, wo du dabei sein kannst. Wir spielen jetzt in einer richtig harten Gruppe mit dem letztjährigen Finalisten Skopje, dem 2011er Champions-League-Sieger Larvik und FTC Budapest – die haben wir allerdings in der Vorbereitung geschlagen. Unser Ziel ist der Einzug in die Hauptrunde, dafür müssen wir mindestens Dritter werden – und ich denke, gegen Larvik sowie Zuhause gegen FTC haben wir Chancen auf Siege.

Bevor die Gruppenphase der Königsklasse startet, geht es mit der Nationalmannschaft bereits los mit der Qualifikation zur EURO 2018 mit den Spielen in Oldenburg gegen Litauen am 27. September und am 1. Oktober in der Türkei. Wie wichtig sind diese Partien zur Vorbereitung auf die Heim-WM?

Dinah Eckerle: Diese Spiele haben eine enorme Bedeutung, schließlich geht es um das Ticket zur Europameisterschaft. Mit zwei Siegen können wir schon einen großen Schritt in Richtung Frankreich machen – und das ist unser Ziel. Natürlich stehen diese Spiele – und dann auch die Tests gegen die Niederlande Ende Oktober in Magdeburg und Berlin - schon im Kontext zur WM und dienen dazu unser WM-Spielkonzept einzuspielen.

Viele Ihrer Nationalmannschaftskameradinnen schwärmen vom Lehrgang in Sölden als idealen Auftakt in die WM-Saison. Sehen Sie das ähnlich?

Dinah Eckerle: Absolut! Wir waren in einem super Hotel, aber da stand alles andere als Wellness auf dem Programm. Bundestrainer Michael Biegler hat uns ganz schön viel abverlangt– aber dafür war es ja auch ein Athletiklehrgang. Aber durch das Teambuilding ist die Mannschaft viel enger zusammengerückt, das war wahrlich ein toller Start in die Vorbereitung.

Mitten in den vorletzten WM-Vorbereitungslehrgang fällt für alle Spielerinnen, deren Klubs noch im Europapokal aktiv sind, noch eine Partie im EHF-Pokal oder in Ihrem Falle der Champions League an. Können Sie so schnell umswitchen?

Dinah Eckerle: Es geht für uns darum, uns das Ticket für die Hauptrunde zu sichern – das ist ein Riesenziel. Und wenn wir das geschafft haben, kommt man doch noch motivierter wieder ins Nationalteam zurück, um die nächsten Ziele anzugehen.

…und das heißt Finalwochenende in Hamburg?

Dinah Eckerle: Ja klar, da wollen wir hin, das ist unser Traum von einer Medaille.

Sie waren schon bei der EM 2016 in Schweden im DHB-Kader – zusammen mit Clara Woltering und Katja Kramarczyk. In dieser Konstellation geht es auch zur WM. Wie ist der Zusammenhalt unter den deutschen Torfrauen, obwohl bekanntlich immer nur eine spielen kann?

Dinah Eckerle: Da ist wirklich keine Konkurrenz, sondern wir helfen uns immer gegenseitig und spornen uns an. Clara hat eine unglaubliche starke EURO gespielt, und wenn wir gebraucht wurden, waren Katja oder ich zur Stelle. Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir im Tor richtig gut aufgestellt sind – und um eine erfolgreiche WM zu spielen, musst du gerade im Tor eine starke Rolle spielen. 

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