Grafik: Caroline-Charlotte Kleinroth

07.10.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: cb/pm vereine

Drittliga Preview #Spieltag7

Es geht in der 3. Liga in die siebte Runde. Im Westen besitzt der TuS Ferndorf die Möglichkeit, sich mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen die HSG Krefeld einen Verfolger vorerst abzuschütteln. Im Umkehrschluss heißt das, die Krefelder können wieder für mächtig Spannung sorgen. Im Osten ist die SG Leutershausen vor dem Neuling HC Northeim gewarnt. Im Norden flogen die Handballfreunde Springe bisher unter dem Radar. Ein Heimsieg gegen den zweiten Oranienburger HC würde das schlagartig ändern. Die Mecklenburger Stiere wollen gegen den DHK Flensborg die Erfolgsserie ausbauen. Im Süden will der TuS Fürstenfeldbruck gegen die TGS Pforzheim endliche eine starten.

Staffel Nord: Wo sind die Handballfreunde?

Blickt man im Norden auf die Tabelle, muss man sich die Frage stellen? Wo sind eigentlich die Handballfreunde Springe abgeblieben. Der suchende Finger muss in der Tabelle ziemlich weit nach unten scrollen. Platz zehn steht aktuell zu Buche. Der Blick in die Tabellenspalte recht daneben bringt aber die Auflösung. Die Niedersachsen haben erst drei Partien absolviert und stehen eigentlich mit 4:2-Zählern ordentlich da. Und wäre nicht die Niederlage in Schwerin vor zwei Wochen gewesen, wäre der Deisterexpress der einzige Klub mit weißer Weste im Norden und hat nun nach einer langen Spielpause die Möglichkeit, sich gegen den Tabellenzweiten Oranienburger HC vor eigenem Publikum zu rehabilitieren. „Wir haben die Partie in Schwerin am Tag nach dem Spiel gemeinsam mit der Mannschaft noch einmal ausführlich analysiert und anschließend abgehakt. Wir haben den Blick sehr schnell wieder auf die kommenden Spiele geworfen, denn die werden nicht einfach", sagt Co-Trainer Slava Gorpishin. Die Gäste aus Oranienburg stellen sich auf eine harte Prüfung ein. Denn Springe hat in eigener Halle den aktuellen Tabellenführer TSV Altenholz bezwungen. „Springe zählt traditionell zu den Spitzenmannschaften der Liga, ein sehr erfahrenes Team. Zudem haben sie mit Oleg Kuleschow einen überragenden Trainer“, zeigt sich OHC-Trainer Christian Pahl gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung voller Respekt.

Live und in Farbe können die Handballfans mitverfolgen, ob die Mecklenburger Stiere ihre Setie von 7:1-Zählern gegen DHK Flensborg ausbauen können. „Wir freuen uns auf eine spannende Partie. Unsere Gäste kommen sehr gut ausgebildet, behaupten sich kampfstark und haben bislang ordentliche Ergebnisse vorzuweisen“, sagt Stiere-Coach Dirk Schimmler. Der DHK kommt mit dem Rückenwind des starken 35:26-Heimsieges gegen den HSV Hannover in die Sport- und Kongresshalle.

Staffel Ost: Der Kampf David gegen Goliath geht in die nächste Runde

Wenn die SG Leutershausen beim Neuling Northeimer HC antritt, sind die Rollen klar verteilt. Auf der einen Seite der bisher zumeist sehr souverän auftretende Klassenprimus, auf der anderen Seiten der Neuling, der sich zwischenzeitlich ganz keck auf dem zweiten Platz gemütlich machte. SGL-Trainer Nagel sagt mit Blick auf die Auswärtsergebnisse Northeims: „Das waren beides knappe Spiele, die unglücklich verloren wurden. Northeim überzeugt vor allem über die mannschaftliche Geschlossenheit — das wird eine sehr anspruchsvolle Aufgabe.“ Zuletzt verloren die Northeimer zwei Auswärtsspiele hintereinander in Großsachsen und beim HSC Coburg II unglücklich mit einem Tor Differenz.

Staffel West: Sorgt Krefeld für Spannung?

Tabellenführer TuS Ferndorf hat an diesem Spieltag die große Möglichkeit, Verfolger HSG Krefeld mit einem Heimsieg auf vier Punkte Abstand zu bringen. „Die HSG hat eine starke Mannschaft, wir werden voll gefordert. Das Team ist nicht nur körperlich stark, es ist variabel in der Abwehr und noch dazu sehr stark in der Spielmitte“, warnt Ferndorfs Coach Michael Lerscht gleich vor dem Gegner. „Wir reisen mit dem nötigen Respekt aber ohne Angst zum Primus der Liga“, so Krefelds Trainer Olaf Mast. „Man hat in einem Spiel immer die Gelegenheit einem Favoriten ein Bein zustellen. Wir wollen die Ferndorfer zu ihrer besten Saisonleistung zwingen, um uns zu schlagen. Natürlich muss bei uns auch alles passen.“ Der Krefelder Trainer freut sich dabei auch auf die besondere Atmosphäre in Kreuztal, die mitunter sehr hitzig werden kann. Hocherfreut zeigte er sich zudem über die Ansetzung eines zweitligaerfahrenen Schiedsrichtergespanns.

Staffel Süd: Panther müssen Beute machen

2:10 Punkte. Die Saison läuft für den TuS Fürstenfeldbruck derzeit alles andere als rund. Trainer Martin Wild hatte schon weit vor Saisonbeginn eingeschätzt dass es eine schwere Runde für sein Team in der ausgeglichenen Staffel Süd werden würde. Man hätte auch in einer anderen Tabellenregion als auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen können. Aber die drei knappen Spiele gegen die SG Köndringen-Teningen, bei TuS 04 Dansenberg und gegen den TV 1893 Neuhausen sowie bei der SG Nußloch wurden allesamt verloren. Heißt auch: An diesem Spieltag müssen die Wild-Boys gegen die TGS Pforzheim endlich wieder punkten. Der bisher einzige Sieg wurde am zweiten Spieltag zu Hause gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen errungen. „Wir sind in der Lage, die TGS Pforzheim zu besiegen. Das haben wir im vergangenen Jahr bereits bewiesen. Die Jungs haben die Woche über sehr konzentriert gearbeitet und mit unseren Zuschauern im Rücken werden wir eine Siegchance bekommen“, gibt sich TuS-Trainer Wild entschlossen.

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