Erci Schaeffer traf sieben Mal für die HSG Hanau. - Foto: Verein

10.10.2017 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

HSG Hanau siegt im Derby gegen Nieder-Roden vor fast 1000 Zuschauern

Die HSG Hanau bleibt zu Hause eine Macht. Die Grimmstädter gewannen am Freitagabend vor 920 Zuschauern in der knackevollen Main-Kinzig-Halle das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden letztlich überraschend souverän mit 25:20 (12:8) und kletterten mit 8:6 Punkten vorerst auf den fünften Tabellenplatz.

Nach der unglücklichen Auswärtsniederlage in Baunatal hatten sich die Hanauer viel vorgenommen. „Wir sind fokussiert ins Spiel gegangen, waren unglaublich heiß und von der ersten Minute an präsent“, sagte Trainer Patrick Beer. „Das war ein verdienter Sieg, den uns nicht alle so zugetraut haben.“

In der Tat ließen seine Spieler von der ersten Minute an keine Zweifel aufkommen, wer hier Herr im Hause ist. Nicht ein einziges Mal während des gesamten Spiels konnten die Gäste in Führung gehen. Angetrieben von wieder einmal frenetisch mitgehenden Fans zog der Gastgeber bereits bis zur zehnten Minute auf 5:1 davon.

Diesen Vorsprung konnte die junge Hanauer Mannschaft letztlich bis zum Abpfiff verwalten. Zur Pause führte man 12:8 und im Gegensatz zu den bisherigen Partien verzichteten Bergold und Co. dieses Mal auf eine Schwächephase nach dem Pausenpfiff.

Dennoch: Nach zwei schnellen Toren der Baggerseepiraten drohte die Partie beim Stande von 13:11 doch noch einmal zu kippen. Doch in dieser Phase ging Yaron Pillmann einmal mehr voran, übernahm Verantwortung und führte sein Team zurück in die Erfolgsspur.

Mit fünf Treffern war Pillmann nach Eric Schaeffter (7) der erfolgreichste Torschütze an diesem Abend und hatte sich ein Sonderlob vom Trainer verdient. „Er war im Mittelblock mit Marc Strohl spielentscheidend und in der entscheidenden Phase auch vorne richtig gut“, sagte Beer. „Aber besonders freue ich mich für Eric Schaeffter. Er hatte zuletzt nicht so viele Spielanteile und war heute richtig stark.“ Jeweils drei Tore steuerten Strohl und Björn Christoffel bei.

Der Schlüssel zum Erfolg war einmal mehr die Abwehr. „Wenn man nur 20 Gegentore bekommt, dann ist das schon sehr gut“, so Beer, der insgesamt von einer „geilen Mannschaftsleitung“ sprach. Wieder einmal konnte er sich auf einen gut aufgelegten Keeper Sebastian Schermuly verlassen, der immer genau in den richtigen Momenten mit Glanzparaden den Gästen den Nerv raubte.

Am Ende stand dann ein letztlich sehr souverän herausgespielter Sieg. „Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel hätte kippen können“, sagte Beer.

Bereits am kommenden Freitag steigt das nächste Derby. Dann muss die HSG Hanau bei der SG Bruchköbel ran. Mit dem Rückenwind aus dem gewonnenen Spiel gegen Nieder-Roden soll es dann auch endlich mit dem ersten Auswärtssieg klappen.

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