Karen Heinrich, Carola Ciszewski, Andrea Bölk, Sybille Gruner, Renate Zschau und Lothar Doering beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Leipzig. Foto: LOK Leipzig

04.12.2017 · Home, Nationalteams, WM 2017 Frauen · Von: PM

Weltmeister-Trainer Doering lobt Nachfolgerinnen

Lothar Doering ist sehr zufrieden mit den ersten beiden Auftritten der deutschen Mannschaft. Er führte die DHB-Auswahl zu ihrem bislang letzten WM-Titel. 1993 gelang in Norwegen der große Coup, als das Finale gegen den großen Favoriten Dänemark 22:21 nach Verlängerung gewonnen wurde. Jetzt schaut sich der ehemalige Bundestrainer alle Spiele in der Arena Leipzig an und applaudiert dem Team um Michael Biegler. „Dass bei einem solchen Turnier nicht gleich von Anfang an alles rund läuft, ist normal“, so Doering. „Wichtig ist aber, dass man sich als Mannschaft findet, dass wirklich die eine für die andere kämpft. Und wenn das stimmt, kann man bei einer solchen Endrunde weit kommen.“


Bis ins Finale? Doering winkt ab. Träumen sei erlaubt, und selbstverständlich wäre es schön, wenn die deutschen Handballerinnen nach fast einem Vierteljahrhundert wieder eine Weltmeisterschaft gewinnen würden. Er will aber nicht noch mehr Druck aufbauen. „Der ist für den Gastgeber schon groß genug.“


Doering, inzwischen 67 Jahre alt, hat in Leipzig viele Spielerinnen seines ehemaligen Teams getroffen. Unter anderem Andrea Bölk, deren Tochter Emily in Bieglers Aufgebot steht, in den ersten beiden Partien aber wegen einer Verletzung noch nicht eingesetzt werden konnte. Einigkeit im Kreis der Weltmeisterinnen von 1993 besteht darin, dass der Auftakt in die WM 2017 sehr gelungen ist.

„Kamerun war bestimmt unangenehm zu spielen, und die Südkoreanerinnen machen es mit ihrer Schnelligkeit jedem Gegner schwer“, so Doering. Doch beides sei insgesamt überzeugend gelöst worden, sagt der Olympiasieger von 1980. Jetzt freut er sich um so mehr auf den weiteren Verlauf und hofft vor allem, dass die
Nachfolgerinnen von neuen Verletzungen verschont bleiben. Das Achtelfinale hält er für so gut wie erreicht und ist gespannt, wer in Magdeburg der deutsche Gegner sein wird. An der nötigen Unterstützung für die Ladys wird es in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts nicht fehlen, da ist sich Doering sicher. Er kann das einschätzen, denn von 1994 bis 1998 war der frühere Nationalspieler (78 Länderspiele, 181 Tore) Trainer der Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg.


Die 23. IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen findet deutschlandweit an sechs Spielorten statt. In Leipzig werden vom 1. bis 12. Dezember 2017 die Vorrundenspiele der Gruppe D, mit der deutschen Nationalmannschaft, vier Achtelfinals und zwei Viertelfinals sowie Spiele des Präsidenten-Cups ausgetragen.

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