Bei den Ladies kommt keine Langeweile auf. Foto: Sascha Klahn

07.12.2017 · Home, WM 2017 Frauen, Nationalteams · Von: SID

Kart fahren statt Lagerkoller: Keine Langeweile bei den Handball-Frauen

Der dritte Stock ist für den Bundestrainer tabu. Zumindest ein Teil davon. Denn mit dem "Living Room" haben sich die deutschen Handballerinnen im Teamhotel ihren eigenen Bereich eingerichtet. Dort geht es mitunter ganz schön turbulent zu, das Motto lautet: Players only!

"Die Ladies haben sich im Hotel ihr Wohnzimmer eingerichtet", sagte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld: "Dort haben sie ihre eigene kleine Welt, in der sich Michael Biegler und ich bewusst nicht aufhalten. Das ist ein Rückzugsraum für die Mannschaft - zum Abschalten und Krafttanken."

Wie das dann aussieht, lassen die Erzählungen der Spielerinnen erahnen. Besonders hoch im Kurs steht zurzeit die Playstation. "Mario Kart ist ganz groß im Rennen", berichtet Rückraum-Ass Friederike Gubernatis: "Da wollen alle mal ihr Bestes geben." Zudem sorgen eine gemütliche Sitzecke und eine kleine Tischtennisplatte für willkommene Abwechslung vom strapaziösen Turnier-Alltag mit Spielen im Tages-Rhythmus.

"Man kann da einfach mal ein bisschen abschalten und die Zeit nutzen, um uns auch neben dem Spielfeld als Team weiterzuentwickeln. Das ist ganz cool", sagt Kreisläuferin Julia Behnke. Sie liebt das Karaoke-Spiel Singstar und kämpft mit ihren Mitspielerinnen um die Krone der besten Sängerin. "Wir zeigen da ein bisschen unsere Engelskehlchen", sagt sie mit einem breiten Grinsen.

Der "Living Room" war die Idee der sportlichen Leitung um Biegler und Sommerfeld. "Michael wollte uns einfach einen Raum zur Verfügung stellen, in dem wir uns immer wieder aufhalten können", sagt Spielmacherin Kerstin Wohlbold. Weil das Physiozimmer, das normalerweise für solche Zwecke genutzt wird, schlicht und einfach zu klein ist, gab es nun ein "richtiges Wohnzimmer. Wenn man mal Langeweile hat und nicht auf dem Zimmer sitzen will, trifft man sich dort", sagt Wohlbold.

Mit kurzer Unterbrechung hocken die "Ladies" bei ihrem WM-Projekt schon fast einen Monat beisammen. Gegen einen drohenden Lagerkoller ist der "Living Room" da offensichtlich die beste Prophylaxe.

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