Patrick Wiencek im Wurf. - Foto: DHB/Sascha Klahn

05.01.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: BP

Ein Sieg der Breite und der Qualität – Stimmen zum Spiel gegen Island

Mit einem 36:29-Erfolg gegen Island sind die deutschen Handballer am Freitagabend in die letzte Phase der Vorbereitung auf die EURO in Kroatien (12. bis 28. Januar) gestartet. Trainer Christian Prokop und die Spieler waren vor allem mit der Angriffsleistung zufrieden, für die Defensive gibt es bis zum zweiten Test am Sonntag in Neu-Ulm gegen den gleichen Gegner (14 Uhr, live auf www.handball-deutschland.tv) noch einige Hausaufgaben – die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Christian Prokop: Das war ein sehr guter Test. Nach anfänglichen Abwehrproblemen – in den ersten zwölf Minuten hatten wir keinen Zugriff – haben wir uns stabilisiert. Dank der Steigerung im Tor und der Abwehr haben wir unser Tempospiel aufziehen können und alleine vor der Pause sieben Tempotore erzielt. Während der gesamten 60 Minuten waren wir sehr variabel im Angriff, fast jeder Spieler hat sich in die Torschützenliste eingetragen, wir haben von jeder Position Druck ausgeübt. Genau das ist unser Ziel für die EM, nicht so einfach ausrechenbar zu sein. Da es auch für die EM um Konstanz geht, müssen wir nun am Sonntag nachlegen, was aber nicht einfach wird, denn Island wird sich steigern.
Das heutige Spiel hat die Qualität und die Breite unseres Kaders deutlich gezeigt, es gab keinen Leistungsabfall, egal, wen wir gewechselt haben. Ich habe den Stamm für die EM im Kopf, aber auf zwei, drei Positionen müssen wir die Entscheidungen noch treffen. Für mich ist wichtig, dass ich die derzeit 20 besten deutschen Nationalspieler zusammengezogen habe – und da wir bei der EM bis zu sechs Wechselmöglichkeiten haben, ist das eine tolle Erkenntnis.

Torwart Andreas Wolff: 36 Tore gegen eine Topmannschaft zu werfen, ist sehr gut, aber 29 Gegentreffer sind natürlich zu viel. Wir wissen, dass wir an der neuen Abwehrformation noch arbeiten müssen. Aber unser Tempospiel war schon richtig gut.

Patrick Wiencek: Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben, gerade fürs Selbstvertrauen. Die Abwehr stand noch nicht so gut, aber wir haben bis zum ersten EM-Spiel ja noch Zeit daran zu arbeiten. Wir haben heute viel gewechselt, vielleicht war auch das ein Grund für die 29 Gegentore.

Kai Häfner: Wir haben heute gezeigt, dass wir im Angriff schon mega-eingespielt sind und viele Optionen haben, in der Abwehr gibt es noch Luft nach oben, wir wissen aber, woran wir zu arbeiten haben.

Julius Kühn: Ich bin guter Dinge für die EM, auch was meine Leistung betrifft. Ich hatte schon eine gute Trainingswoche und die sieben Tore heute resultieren natürlich auch aus dem tollen Zusammenspiel mit den Mitspielern. Jeder trägt eben seinen Teil zum Ganzen bei. Ich bin heiß darauf, so einen Erfolg wie in Polen in Kroatien zu wiederholen.

Islands Nationaltrainer Geir Sveinsson: Das war ein verdienter deutscher Sieg. Mit dem Spiel und dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden. Wir haben in den ersten zehn bis 20 Minuten gut gespielt, aber haben während der gesamten Spielzeit unser Angriffsspiel nicht in den Griff bekommen. Mit Blick auf Sonntag müssen wir uns erheblich steigern.

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