Das Team der Mecklenburger Stiere. - Foto: maxpress

08.01.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

Fast 3500 Zuschauer beim Traditions-Derby zwischen den Stieren und Empor

81 Mal traten die Mecklenburger Stiere beziehungsweise ihre Vorgängervereine und der HC Empor Rostock in der DDR-Oberliga und in der Bundesliga gegeneinander an. Die 82. Auflage hingegen war eine Premiere. Erstmalig traf man in der 3. Liga aufeinander. Trotzdem wollten 3423 Fans sich das Duell nicht entgehen lassen. Am Ende siegten in der Schweriner Sport- und Kongresshalle die Stiere mit 30:26 und beenden die Hinrunde auf Platz vier. Die Rostocker hingegen schweben weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Die Sorgen, nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga nun auch in die Viertklassigkeit abzustürzen, konnten die Empor-Handballer auch in Schwerin nicht abmildern. Aus einem nachträglichen Geburtstagsgeschenk für ihren Co-Trainer und Vereinslegende Jürgen Rohde zu dessen 65. Geburtstag wurde auch nichts. Lediglich bis zum 3:3 hielt die Truppe von Trainer Till Wiechers mit. Fortan legten die Stiere, gestützt auf Keeper Janis Kominek und Kreisläufer Raki Marangko ein 10:5 (19. Minute) vor. Kominek, der bereits für Empor das Tor hütete, sagte bereits im Vorfeld gegenüber der Ostsee-Zeitung: „Ich weiß, dass es in diesen Duellen nichts zu verschenken gibt.“ Zur Pause schmolz der Vorsprung nur unwesentlich auf 16:12 zusammen. Obwohl Wiechers seine komplette Rückraumreihe zehn Minuten vor dem Seitenwechsel bereits einmal komplett ausgetauscht hatte.

Nach der Pause keimte – trotz des intensiven Duells - auch keine Spannung auf. 20:16, 25:19 und 27:24 (56.) lauteten die weiteren Wegmarken zum Schweriner Erfolg. Weder der zwischenzeitliche 18:21-Anschluss des ehemaligen Schweriners Linksaußen Michael Höwt noch die Rote Karte gegen Marko Curcic brachten die Rostocker wieder ins Spiel zurück. Zu harmlos präsentierte sich Empor-Rückraum, der über den gesamten Spielverlauf hinweg gerade einmal elf Tore produzierte.

Aus rein sportlicher Sicht herrschte nur beim Schweriner Coach Dirk Schimmler Freude, vor allem weil sein Team „die Rostocker immer auf Distanz gehalten“ habe, wie der Trainer gegenüber der Ostsee-Zeitung zu Protokoll gab. Aus Rostocker Sicht stimmte zumindest das Drumherum. „Ein Spiel vor so einer Kulisse ist schon etwas Besonderes“, so Höwt und sein Trainer gab sich weiter trotz des 14. Tabellenplatzes kämpferisch: „Wir steigen nicht ab.“

Mecklenburger Stiere: Kominek, Heinemann – Curcic 4, Pedersen 8/4, Grämke 1, Prothmann, Larisch, Marangko 5, Evangelidis 1, Zufelde 1, Aust 4, Passias 1, Calvert 1, Pärt 4.

HC Empor: Mehler, Jöhnck – Meuser 1, Witte, Iliopoulos 1, Schramm 2, Höwt 7/2, Prüter 2, Haasmann, Zboril, Mehrkens 1, Lux 1, Breitenfeldt 6, J. Porath 5/1.

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