Monika Wöhler, Präsidentin des Bremer Handballverbandes, ist Vorsitzende der Frauenkommission des Deutschen Handballbundes. – Foto: Schlotmann

11.02.2018 · Home, Landesverbände, Verband · Von: oti

Frauenkommission konstituiert sich – Vorsitzende Monika Wöhler sieht sich als Mittlerin

Seit dem Bundestag im Oktober in Berlin ist die Bremerin Monika Wöhler Mitglied im Präsidium des Deutschen Handballbundes. Im November übertrugen ihr ihre Präsidiumskollegen die Zuständigkeit für den Geschäftsbereich Frauen – und damit den Vorsitz der Frauenkommission. Stellvertretende Vorsitzende ist DHB-Frauenbeauftragte Dr. Verena Jung. Sonnabend konstituierte sich die Kommission in Dortmund.

Wöhler, seit 2006 Präsidentin des Bremer Handballverbandes: „Zuerst wusste ich nicht so richtig, was auf mich zukommt.“ Die Vorsitzende am Samstagabend nach der konstituierenden Sitzung: „Jetzt kann ich sagen: Ich freue mich auf die neue Aufgabe.“

Neben ihr und Verena Jung waren Anja Salzwedel, Theresa Mertens, Isabel Schön sowie mit Maria Jonas die Leiterin des Referates Jugend, Amateur- und Breitensport, Frauen, Spieltechnik, Mitgliederentwicklung des Deutschen Handballbundes zu der Zusammenkunft verabredet. Die Frauen diskutierten Themen und Aufgaben, die die Gruppe während der aktuellen Wahlperiode bis zum Jahr 2021 angehen will.

Die 71-jährige Wöhler sieht sich selbst als Bindeglied zwischen Kommission und Präsidium, aber genauso zwischen Kommission und Landesverbänden. „Die Frauen haben in der Vergangenheit tolle Ideen entwickelt und umgesetzt, die es jetzt fortzuschreiben gilt.“ Exemplarisch nennt sie die Teilprojekte unter der Überschrift „Anpfiff – mehr Frauen im Spiel“ oder auch die Bemühungen im Bereich Ehrenamtsgewinnung.

Wöhler: „Ich werde die Kommission nicht leiten. Ich begleite sie.“ Besonders am Herzen liege ihr die Projektarbeit: „Es geht darum, Projekte zu entwickeln und diese dann an die Allgemeinheit, also in andere Bereiche beziehungsweise in die Landesverbände, zu übergeben. Sonst verzetteln wir uns.“ Ziel sei, den Landesverbänden, deren Gliederungen, aber genauso den Vereinen Hilfestellungen zu geben. „Auch in Kooperation mit anderen Ressorts – oder etwa den Jugendsprechern.“ Besonders wichtig sei der Gruppe die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden. „Wir können uns auch gut vorstellen, auf Anfrage der Landesverbände auf deren Verbandstagen Einblicke in unsere Arbeit zu vermitteln und Inhalte zu transportieren.“

Noch mehr öffnen wolle man sich laut Monika Wöhler Themen, die etwa der Deutsche Olympische Sportbund besetzt. Exemplarisch nennt sie den Themenkomplex des Schutzes vor sexualisierter Gewalt. „Das ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe“, sagt die Vorsitzende der Frauenkommission, der sich der Handballsport nicht verschließen dürfe und, etwa durch Präventivmaßnahmen, stellen müsse.

 

 

 

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