13.02.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

HSV Hamburg gelingt die Revanche für die 29:30-Hinspielniederlage

Vor über 300 mitgereisten Hamburger Fans feierte die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen den wohl wichtigsten Saisonsieg und revanchiert sich für die bislang einzige Niederlage. Beim amtierenden Meister und einzigen ernsthaften Verfolger TSV Altenholz setzten sich die Hamburger dank einer grandiosen Schlussspurts mit 26:20 (13:12) durch. Bei jetzt vier Punkten Vorsprung sowie dem besseren direkten Vergleich besitzt das Team nun alle Vorteile auf seiner Seite.

Jansens Umstellung in der Schlussphase bringt die Entscheidung

Eine Viertelstunde vor dem Ende beim 18:18 bewegten sich beide Mannschaften absolut auf Augenhöhe. Bis dahin hatte sich kein Team um mehr als zwei Tore absetzen können. „Altenholz macht das vor allem in der Kleingruppe richtig gut. Wir haben zum Glück in der entscheidenden Phase die passenden Antworten gefunden“, sagte Jansen in seiner gewohnt nüchternen Art. Schlüssel zum Sieg war die Abwehrumstellung, in den letzten Minuten verteidigte Youngster Leif Tissier auf der vorgezogenen Position. Laut Jansen habe man genau mit dieser Maßnahme den Gegner vor Probleme gestellt. „Die Anlaufbewegungen stimmten beim TSV nicht mehr und wir hatten das Momentum auf unserer Seite“, freute sich der Coach. Mit vier Toren in Folge setzte sich der Spitzenreiter entscheidend vom Kontrahenten ab und Rest war eine riesen große Party. Nach dem Schlusspfiff gab es bewegende Jubelszenen, nicht nur innerhalb der Mannschaft sondern auch mit den Fans. „Das spricht ja für das tolle Miteinander. Die Fans haben uns super unterstützt und das hat uns auch in schwierigen Phasen enorm geholfen“, so der Coach weiter.

Jansen bleibt seiner Linie aber treu

Jansen wäre aber nicht Jansen, wenn er in seiner gewohnten Art nicht gleich die Euphoriebremse betätigen würde. Während ein Großteil der Mannschaft in Hamburg die Nacht zum Tag machte, beschäftigte sich der 41-jährige Übungsleiter schon wieder mit dem Blick nach vorne. Es seien noch neun Endspiele zu absolvieren und bislang habe man noch gar nichts erreicht, betonte der frühere Nationalspieler. Doch die Ausgangsposition hat sich dermaßen verbessert, so gesehen haben die Hamburger jetzt zwei Niederlagen frei und sind damit erst mal nicht von der Tabellenspitze zu verdrängen. „Damit dürfen wir uns aber gar nicht beschäftigen. Wir können jetzt kurz durchatmen und ab Montag müssen wir uns auf die nächste schwere Aufgabe in Burgdorf konzentrieren“, erklärt Jansen.

TSV Altenholz – Handball Sport Verein Hamburg 20:26 (12:13)

TSV: Schröder, Landgraf – Fängler (1), Ottsen (2), Köpke (2), Boldt (2/2), Voigt (2), Nicolaisen (2), Abelmann-Brockmann (1), Firnhaber, Bergemann, Williams, Diringer (4), Müller (4).

Handball Sport Verein: Peveling, Plaue (bei einem Siebenmeter) – Schröder (1), Tissier (2), Bauer (5), Weller (1), Ossenkopp (5/2), Fuchs (4), Ehlers, Forstbauer (6), Rix (1), Vogt, Herbst (1).

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