13.03.2018 · 3. Liga, Männer 3. Liga, Staffel Nord · Von: pm verein

HG Hamburg-Barmbek unterliegt erneut knapp

Die HG Hamburg-Barmbek musste sich einmal mehr knapp geschlagen geben und unterlag dem Oranienburger HC mit 28:30 (17:16). Dabei kam die HGHB gut ins Spiel und konnte sich dank einer sicheren Abwehr und viel Tempo nach vorne bis zur zehnten Minute einen 9:4-Vorsprung erspielen. Erst eine zweifelhafte Zeitstrafe brachte die Gäste etwas später wirklich ins Spiel, die nun auch Nachlässigkeiten in der Defensive sowie einige Fehler der Hausherren nutzten, um fünf Minuten vor der Pause mit 14:13 in Front zu gehen. Bis zum Halbzeitpfiff steigerte sich der Aufsteiger dann wieder und nahm ein 17:16 mit in die Kabine. Im zweiten Durchgang blieb die Partie knapp, allerdings bekamen die Hausherren den rechten Rückraum des OHC nicht in den Griff. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff erhöhte Oranienburg dann erstmals auf 27:24, doch die HGHB verkürzte nochmal bis auf ein Tor Rückstand. Doch statt den möglichen Ausgleich zu erzielen, landeten in dieser Phase gleich drei Pässe beim Gegner, die diese Einladung zum Gegenstoß annahmen und so die Vorentscheidung erzielten. Am Ende stand die HGHB nach dem nächsten Spiel auf Augenhöhe ein weiteres Mal knapp ohne Punkte da.

Gegen den Oranienburger HC fand die HG Hamburg-Barmbek gut in die Partie und stellte eine sichere Defensive, die einige Bälle gewinnen konnte. Nach dem 0:1 zogen die Hausherren so durch viele Tore über Gegenstöße und zweite Wellen über 5:1 (6. Minute) bis auf 9:4 davon (10.). Bis zum 11:7 (15.) konnte Barmbek seinen Vorsprung halten, dann sah Robin Morgner eine zweifelhafte Zeitstrafe, die die Gäste nutzten, um wieder bis auf 10:11 zu verkürzen. In der Folge packte die Abwehr nicht mehr energisch genug zu, sodass die einfachen Tore fehlten und die Treffer sich zumeist auf beiden Seiten abwechselten. In der 25. Minute übernahm der OHC mit dem 14:13 dann die Führung, doch die Hausherren konterten zum 15:14 und lagen durch den letzten Treffer vom gut aufgelegten Timon Kaminski, der alle seine 9 Tore im ersten Durchgang erzielte, zur Pause mit 17:16 vorne.

Die erste knappe Viertelstunde des zweien Durchgangs verlief dann komplett ausgeglichen, wobei die HGHB vor allem auf der linken Deckungsseite Probleme hatte, ihren Gegenspieler in den Griff zu bekommen. Im Angriff wurden sich hingegen weiterhin gute Chancen herausgespielt, allerdings schlichen sich zunehmend Fehler und Fehlwürfe ein. Nach 44. Minuten erhöhten dann die Gäste auf 24:22, doch durch Treffer von Robin Morgner und Martin Laursen glich Barmbek erneut aus. Zehn Minuten vor dem Ende legte der OHC dann per Siebenmeter das 27:24 vor und antwortete auf den nächsten Treffer der Hausherren mit dem bereits zehnten verwandelten Strafwurf und ging auch in dieser Statistik mit 10:2 in Führung, was die harte aber faire Gangart beider Deckungsreihen sicher nicht wiederspiegelt. Die HGHB stemmte sich nochmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und erkämpfte sich einige Bälle, allerdings landeten in dieser entscheidenden Phase gleich drei Pässe in der zweiten Welle direkt beim Gegner und anstatt wieder auf ein Tor zu verkürzen, lagen die Hausherren weiterhin mit drei Toren zurück (26:29). Trotzdem gaben sich die Gastgeber nicht auf und verkürzten nochmal bis auf 28:29, doch 30 Sekunden vor dem Ende gelang dem OHC mit dem 30:28 die Entscheidung. Am Ende war wieder einmal mehr drin, doch die ungewohnten Probleme in der Defensive sowie ein paar individuelle Fehler zu viel verhinderten einen Punktgewinn oder den Sieg.

„Wieder mal dran, aber dafür können wir uns leider nichts kaufen. Wir hatten große Probleme auf unserer linken Deckungsseite. Auch mehrere Wechsel haben uns nicht die erhoffte Sicherheit gebracht. Zum Ende des Spiels waren es dann drei Passfehler in der Vorwärtsbewegung, die Oranienburg per Gegenstoß eiskalt nutzte. Fehler sind Entwicklungshelfer, aber jetzt wird es Zeit, aus diesen Fehlern und negativen Erfahrungen auch endlich zu lernen. Wir belohnen uns nicht für unseren Kampf und unser Engagement. Das ist einfach bitter“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach der Partie.

HGHB: Florian Knust, Gerald Dobratz - Timon Kaminski (9), Christoph Wischniewski (6/5), Arne Schneider (4), Dennis Tretow (3), Robin Morgner (3), Henning Mauer (1), Timo Kretzschmar (1), Martin Laursen (1), Per-Jonas Becker, Rune Hanisch, Finn Maciejewski.

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