Die Spielerinnen des TuS Kriftel wurden nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage von den Fans gefeiert. - Foto: Verein

13.03.2018 · 3. Liga, Frauen 3. Liga, Staffel Ost · Von: pm verein

Starke Derbyleistung wird nicht belohnt

Die Szenen nach Spielende sprachen Bände: Die Krifteler Mädels wurden nach Abpfiff von ihren lautstarken Fans gefeiert, auf Eddersheimer Seiter fiel der Jubel eher verhaltener aus. Denn irgendwie durften sich die Gäste nach einer couragierten Leistung wie der moralische Sieger fühlen. Nicht das bessere, sondern das am Ende etwas glücklichere und clevere Team hatte das Main-Taunus-Derby in der 3. Liga gewonnen. Schade für die Gäste, die einen Punkt oder mehr im Kampf gegen den Klassenverbleib gerne mitgenommen hätten. Auf der anderen Seite sollte die Leistung Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben nach dem doch schwächeren Auftritt gegen Chemnitz. Schon am nächsten Sonntag wartet in der Krifteler Schwarzbachhalle mit Markranstädt der nächste Brocken.

Die Partie war über 56 Minuten ausgeglichen. Wären nur nicht diese ersten vier Minuten gewesen! Da legte Eddersheim los wie die Feuerwehr, überrumpelte mit dem 4:0 die in der Abwehr viel zu offenen Gäste regelrecht. Doch so nach und nach fing sich Kriftel, angefeuert von den Fans, und kam beim 9:7 schon wieder ran. Der Favorit nahm die erste Auszeit – ein Zeichen, dass der Tabellenvorletzte nun im Spiel drin war. In der Folge war die Partie auf Augenhöhe, sogar der Ausgleich zum 9:9 war möglich, doch die sonst starke Jana Lotenz scheiterte beim Gegenstoß. Eddersheim konterte erfolgreich, setzte sich zur Pause wieder ab. Doch hatte das Team die Rechnung ohne die Gäste gemacht: Die Damen I kamen gut aus der Kabine und arbeiteten sich Tor für Tor heran – nur vor allem über Lisa Weißer am Kreis. Die Abwehr stand immer kompakter, die Gastgeberinnen fanden immer weniger Mittel. Beim 21:20 hatte Kriftel wieder die Chance zum Ausgleich – aber es sollte erneut nicht sein. Und so rettete Eddersheim den knappen Vorsprung etwas glücklich, aber schließlich doch abgeklärt über die Zeit. Schade für Kriftel, das sich an diesem Nachmittag eigentlich nichts vorzuwerfen hatte. Trainer Christian Albat, der auch noch die Verletzung von Torfrau Melanie Nickel (Kreuzbandriss im Chemnitz-Spiel) und das Fehlen von Kim Koerber, Finja Seeharsch und Kristina Weber verkraften musste, war am Ende mit seinem Team zufrieden. „Gegenüber dem Spiel von Chemnitz haben wir uns gesteigert. Wir haben eigentlich das gespielt, was wir spielen wollten. Aber uns haben einige Prozente gefehlt.“ In den entscheidenden Situationen habe ihm die Konsequenz gefehlt.

TuS Kriftel: Hannah Weißer (Tor), Jana Lorenz (6), Jacqueline von Moltke (6/2), Lisa Weißer (5), Helena Nitzke (3), Berit Thun, Mayra Janssen, Janine Pfuhl (je 1), Lena Giebe (1/1), Isabel Göbel, Leah Rosenbaum

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