Nach einer Leistungsexplosion nicht zu stoppen und wie im Rausch: Jonas Hadlich und die A-Jugend der HSG Konstanz überrollten den Tabellenzweiten Bittenfeld mit 38:19. - Foto: Pisa

21.03.2018 · Jugend-Bundesliga, JBLH männlich · Von: pm verein

Nach Kantersieg gegen den Zweiten: HSG Konstanz hat alles selbst in der Hand

Nach den Negativerlebnissen der letzten Wochen ließ die A-Jugend der HSG Konstanz gegen den Tabellenzweiten eine bärenstarke Reaktion folgen. Dank einer Leistungsexplosion und einer Vorstellung, die an den Beginn der Rückrunde erinnerte, als die HSG fünfmal in Folge ungeschlagen blieb, wurde der TV Bittenfeld mit 19 Treffern Differenz überrollt (38:19). Nach dem Erfolg gegen den Viertelfinalteilnehmer an der Deutschen Meisterschaft hat Konstanz wieder alles selbst in der Hand: Ein Sieg im letzten Spiel am kommenden Wochenende und der Zweitliga-Nachwuchs vom Bodensee gehört als Tabellenfünfter auch kommende Saison ohne den Umweg über die Qualifikation zu den besten 48 Nachwuchsteams der Republik.

Sie hatten den Spaß wiedergefunden, sich vom Druck des Gewinnen-Müssens befreit – eindrucksvoll und von der ersten Minute an. Die HSG-Talente hatten ihre zuletzt so löchrige Defensive wieder stabilisiert, waren aggressiv und suchten im Verbund den Zweikampf, ganz wie von den Trainern Christian Korb und Thomas Zilm gefordert. Dadurch war der überragende Beachhandball-Jugendnationaltorwart Moritz Ebert im Zusammenspiel mit seinem Defensivverbund wieder der gewohnt starke Rückhalt. Und das erfolgreiche, von den Gegnern gefürchtete und vom eigenen Anhang begeistert gefeierte Tempospiel der Gelb-Blauen nahm wieder richtig Fahrt auf. Zehn Minuten waren gespielt, da knalle Joel Mauch den Ball mit einer Wucht unter die Latte, dass das Gebälk erzitterte. Der Frust aus den letzten Partien entlud sich in viel positiver Energie und Emotionen bei den Gastgebern, die aber auch früh zauberten. Zwei Minuten vor dem Kracher durch Mauch hatte Jonas Hadlich mit einem gefühlvollen Dreher vollendet.

Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass die Schwaben zum 6:6 kamen (15.). Der Zweitliga-Nachwuchs strahlte große Entschlossenheit, den unbedingten Willen und vor allem ganz viel Spielfreue aus. Über 12:8 und 14:9 agierte Konstanz wie im Rausch, in dem ein Tempogegenstoß nach einer schnellen Balleroberung in der Abwehr nach dem anderen auf den TVB-Schlussmann zurollte: 19:10 zur Pause nach einem 5:0-Lauf.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber noch lange nicht genug. Trotz vieler Wechsel wurde das Tempo weiter hoch gehalten und der Vorsprung von Minute zu Minute ausgebaut, kurz vor Schluss gar auf 37:17 und 20 Tore Differenz. Dabei hatte die HSG sogar noch einige freie Chancen ausgelassen. Trainer Thomas Zilm sah es dennoch ganz nüchtern: „Wir haben die Chance gewahrt, direkt in der Liga zu bleiben. Nicht mehr und nicht weniger. Nun haben wir unser finales Endspiel, mit dem wir endlich den Sack zu machen können.“ Für den B-Lizenzinhaber war das auch der Grund für sein „Aber“ nach dem Lob für die starke Leistung gegen Bittenfeld. „Mir wären zwei Siege mit einem Tor in den Spielen zuvor lieber gewesen als nun ein Kantersieg gegen den Zweiten. So müssen wir bis zum letzten Spiel zittern.“

In der Form, das stellte der HSG-Coach aber heraus, „wird es in der heißen Kiste in Neuhausen/Erms aber sehr schwer, gegen uns zu gewinnen. Das war top. Nur brauchen wir genau diese Leistung noch einmal“. Die Entscheidung fällt dann am Sonntag ab 15 Uhr im Schwäbischen. Konstanz scheint gut gerüstet und fest entschlossen, eine tolle Saison zu krönen und sich selbst zu belohnen.

HSG Konstanz – TV Bittenfeld 38:19 (19:10)

HSG Konstanz: Moritz Ebert, Sven Koester (Tor); Felix Fehrenbach (1), Patrick Volz (2), Lars Michelberger (3), Hendrik Dahm (2), Jonas Hadlich (5), Joel Schamberger (3), Joel Mauch (9/4), Julian Küchler (2), Moritz Dierberger (2), Florian Wangler (2/1), Johnny Polis (4), Robin Schmidt (3).

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