23.03.2018 · Landesverbände, Engagement · Von: oti

Gehörlosen-Sport: Benefizaktion soll Handballern Teilnahme an der WM ermöglichen

Mit Platz vier in ihren Taschen waren die Handballer des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes im Sommer 2017 von den Deaflympics im türkischen Samsun zurückgekehrt. Jetzt hoffen die Gehörlosen-Handballer, Bronzemedaillen-Gewinner bei den Europameisterschaften der Gehörlosen im Mai 2016 in Berlin, auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Brasilien. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Amateursportler die Finanzierung für die Teilnahme sicherstellen können. Hendrik Mitschke, Handball-Beauftragter des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes, kündigt für Sonnabend, 24. März, ein Benefizspiel an. In der Wilfried-Dietrich-Sporthalle in Schifferstadt treten die #deafboys um 17.30 Uhr gegen eine Pfälzer Auswahl an. Tickets für die Begegnung gibt es für acht Euro an der Abendkasse. Schirmherr des Spiels ist Henning Fritz, Weltmeister von 2007.

„Für alle, die nicht an dem Tag in Schifferstadt dabei sein können, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet“, sagt Mitschke (Deutscher Gehörlosenverband e.V., Sparkasse Essen, DE96 3605 0105 0006 0153 66, Verwendungszweck: #deafboys).

Mitschke ist seit 2017 Handball-Beauftragter des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes.

Zu den Deaflympics in Samsun war ein 15-köpfiger Kader gereist. Die Deaflympics gelten unter den Gehörlosen als Höhepunkt des vierjährigen Sportzyklus.

Die Nationalmannschaft besteht aus Spielern, die im Regelspielbetrieb in Ligen von der Oberliga bis in der Kreisklasse von Kiel bis zum Bodensee unterwegs sind. Als gehörlos gilt, wer unter mehr als 55 Dezibel Hörverlust auf dem besseren Ohr leidet. Hörhilfen dürfen während der Spiele nicht eingesetzt werden. Die Verständigung auf dem Spielfeld erfolgt über Handzeichen.

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