Bundestrainer Christian Prokop. - Foto: Sascha Klahn

09.04.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: bp

Prokops Bilanz: Positive Stimmung, geschlossenes Auftreten

Von Ostermontag bis Samstag hatte Bundestrainer Christian Prokop die DHB-Männer zum ersten Lehrgang nach der EM versammelt – es war der Startschuss der Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft im Januar 2019. Kapitän Uwe Gensheimer & Co. setzten sich in zwei Länderspielen deutlich gegen Serbien mit 26:19 in Leipzig und 29:23 in Dortmund durch. Für Prokop waren aber nicht nur diese Erfolge, sondern der Gesamteindruck des Lehrgangs entscheidend.

Wie lautet die Bilanz des ersten Lehrgangs nach der EM, inklusive der beiden Länderspielsiege gegen Serbien?
Christian Prokop: Mit den Resultaten der Woche bin ich sehr zufrieden. Die taktischen Absprachen wurden in den Spielen umgesetzt, es war eine gute Stimmung im Team, der Lehrgang war von vielen Gesprächen und tollem Teamgeist geprägt. Was mich bei den Spielen gefreut hat, war die Unterstützung von den Rängen. Taktisch gesehen, hat mir in beiden Spielen besonders die Defensive sehr gut gefallen, die Abwehr war sehr aggressiv. Zudem haben wir in beiden Spielen ein gutes Tempospiel gezeigt. Fabian Wiede und Niclas Pieczkowski haben das Spiel gut gelenkt.

Wie war die Atmosphäre in der Mannschaft?
Christian Prokop: Es war eine sehr gute und positive Mischung aus Freude und Konzentration. Die Atmosphäre ist gut, und wir blicken optimistisch nach vorn. Der Lehrgang hat das gegenseitige Vertrauen gestärkt. Und daraus resultierend entwickelte sich bei den Spielen ein geschlossenes Auftreten als Einheit. Also bin ich auch mit diesem Aspekt sehr zufrieden.

Einige Spieler – insgesamt acht – hatten verletzungsbedingt absagen müssen. Hat das Einfluss auf den Lehrgang gehabt?
Christian Prokop: Viele Ausfälle waren ja absehbar gewesen – und in dieser Situation zeigt sich die gute Arbeit der Vereine: Sie sorgen für einen großen Pool an jungen Spielern, die wie Marian Michalczik dann problemlos integriert werden können.

Im Juni stehen nun das Länderspiel gegen Norwegen in München sowie die Japan-Reise an. Wie wichtig sind diese Etappen auf dem Weg zur Heim-WM?
Christian Prokop: Wir freuen uns sehr auf beides. Es geht darum, diese Länderspiele erfolgreich zu gestalten, auch mit Blick darauf, dass wir ja nur noch zwei Pflichtspiele vor der WM haben. Beim Sommerlehrgang in München vor der Abreise nach Japan sind auch die Familien der Spieler mit dabei, da geht es dann auch generell um ein besseres Kennenlernen.

Wie sieht Ihr persönliches Programm bis Juni aus?
Christian Prokop: Bis dahin stehen Tagungen, Fortbildungen, das Pokal-Final4 sowie der Besuch bei zahlreichen Bundesligavereinen auf dem Programm, die ich noch nicht besucht habe. Langweilig wird mir also sicher nicht.

Inwieweit steht schon der Kader mit Blick auf die WM?
Christian Prokop: Natürlich zählt erstmal die Leistung der Spieler in ihren Vereinen, aber ich habe ein Grundgerüst im Kopf. Das Ganze ist natürlich ein Prozess.

In den Testspielen gegen Serbien saß erstmals Oliver Roggisch mit auf der Bank. Wie sehen Sie seine Rolle?
Christian Prokop: Er hat diese Rolle ja auch schon bei den Rhein-Neckar Löwen inne und bringt auch bei uns seine Erfahrung ein. Ich möchte Oli nahe am Team haben, er hat eine große Akzeptanz bei den Spielern. Er bringt der Mannschaft mehr, wenn er auf der Bank sitzt und nicht dahinter.

Vor dem Spiel in Leipzig gab es ein Treffen mit den Bundesligatrainern. Wie bewerten Sie dieses?
Christian Prokop: Es war ein sehr guter gegenseitiger Austausch. Wir haben darüber gesprochen, wie wir die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler weiterentwickeln können. Es geht um die Zielstellung, aber auch eine realistische Einschätzung der Mannschaft. Diese Treffen wird es nun regelmäßig geben.

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