Nils Hoch, stellvertrender Geschäftsführer der Olympiapark GmbH, Georg Clarke, DHB-Vizepräsident Jugend, und Dominik Klein (von l. n. r.). - Foto: Martin Hangen

08.05.2018 · Slider, Home, Nationalteams · Von: mp

„Jede Menge Gänsehaut-Momente bescheren“ – Dominik Klein im Interview

Ein Weltmeister von 2007 für die Weltmeisterschaft 2019! Am vergangenen Freitag ist Dominik Klein als erster WM-Botschafter vorgestellt worden. Der gebürtige Unterfranke, der nach dem Ende dieser Saison seine aktive Karriere beenden wird, wird das Gesicht der Heim-WM am Standort München. „Dominik und München - das passt perfekt. Wir werden im kommenden Januar eine großartige WM-Zeit in der Olympiahalle erleben“, freut sich Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes über die Zusammenarbeit.

Im Interview erinnert sich der 34 Jahre alte Klein unter anderem an die WM 2007 zurück und verrät, was er sich von der WM 2019 in Deutschland und Dänemark erhofft.

Welche Verbindung haben Sie trotz zehn Karrierejahren in Kiel und Nantes zu Bayern bzw. zu München im Speziellen?
Dominik Klein: Auch wenn mir manchmal ein hessischer Dialekt nachgesagt wird, komme ich ja gebürtig aus Bayern, genauer gesagt aus Unterfranken. Auf meine Heimat, auf meine Wurzeln bin ich auch sehr stolz. Aber auch zu München habe ich eine besondere Beziehung: Hier habe ich meine Frau kennengelernt, hier wollen wir uns als Familie in Zukunft unsere Homebase schaffen.

Wie beurteilen Sie aus der Ferne die Situation im bayerischen Handball?
Dominik Klein: Ich bin eigentlich ununterbrochen im Austausch mit dem Bayerischen Handballverband und meinen Heimatvereinen. Auch zu den hochkarätigen Mannschaften im Münchner Raum, wie dem HCD Gröbenzell bei den Frauen und dem TuS Fürstenfeldbruck bei den Männern, habe ich engen Kontakt. Gerade in Fürstenfeldbruck habe ich mir wohl den Status eines „Edel-Fans“ erworben, habe in der Vergangenheit auch schon ein Trikot mit meiner Rückennummer 33 bekommen. Nach meinem Karriereende habe ich es mir fest vorgenommen, noch mehr in den bayerischen Handball-Hallen vor Ort zu sein. Die Wege werden schließlich kürzer.

Welche Emotionen verbinden Sie noch immer mit der Heim-WM 2007?
Dominik Klein: Sehr viele (lacht). Es war einfach ein einmaliges Erlebnis, diesen Weg mit der Nationalmannschaft gegangen zu sein, die Euphorie, die im Land entstanden ist, gespürt zu haben. Wenn ich mich daran zurück erinnere, bekomme ich noch immer Gänsehaut. Genau das erhoffe ich mir jetzt von der kommenden Heim-WM: Dass das Turnier den Spieler, aber vor allem auch den Fans jede Menge Gänsehaut-Momente beschert. Und ich bin stolz darauf, als WM-Botschafter für München meinen Teil dazu beitragen zu dürfen, indem ich meinen Sport, den ich so liebe, verkörpern kann.

Welche Aufgaben werden Sie als WM-Botschafter übernehmen?
Dominik Klein: Wir werden viel Video-Material produzieren, um einfach präsent zu sein. Wir werden aber auch mit Schulen und Vereinen kooperieren, werden die Fans mit ins Boot holen, um das WM-Feeling unseres familiären und nahbaren Sports so früh wie möglich zu entfachen. Darauf freue ich mich sehr.

Welche Erwartungen haben Sie an die WM 2019?
Dominik Klein: Zu aller erst gilt unserem Partner Dänemark ein Lob für die großartige Organisation und Unterstützung während der Bewerbung. Aber auch wenn es das erste WM-Turnier sein wird, das in zwei Ländern ausgetragen wird, liegt der Fokus natürlich auf dem Weg der deutschen Mannschaft. Die Chance im eigenen Land bis in ein mögliches Halbfinale in Hamburg vorzustoßen, ist natürlich einmalig. Aber auch alle anderen Mannschaften haben sich eine großartige WM-Stimmung verdient. Mein ehemaliger Teamkollege Domagoj Duvnjak ist noch heute begeistert von der Atmosphäre während der WM 2007 in Stuttgart. Das erhoffe ich mir für 2019 auch in München: volle Hallen und große Begeisterung. Dazu will ich als Botschafter gerne beitragen.

Werden Sie auch schon am 6. Juni beim Länderspiel-Doppelpack in München in Ihre Botschafter-Rolle schlüpfen?
Dominik Klein: Natürlich. Dieses Highlight lasse ich mir nicht entgehen, zumal ich mit dem Ende der französischen Liga eine Woche zuvor auch meine aktive Karriere endgültig beendet haben werde. Ich verstehe diese beiden Länderspiele in München als Auftakt für eine große WM-Kampagne.

 

 

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