Mārtiņš Bičevskis, Präsident des lettischen Handballverbandes, ehrt Alexander Petersson von den Rhein-Neckar Löwen. - Foto: Sascha Klahn

11.05.2018 · Slider, Home, Verband · Von: bp

Der lettische Verbandspräsident ehrt seine „Handball-Botschafter“ in Hamburg

Lettland stellt den größten aktuellen Champions-League-Spieler und Lettland träumt vom großen Wurf fürs Jahr 2020: 2,13 Meter misst der Linkshänder Dainis Kristopans, der für den aktuellen Champions-League-Sieger Vardar Skopje aufläuft - und nicht nur wegen seiner Größe ist er der große Hoffnungsträger der Letten, was den Traum vom EM-Ticket für die EURO 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden betrifft, an der erstmals 24 Mannschaften teilnehmen.

Am vergangenen Wochenende war Mārtiņš Bičevskis zu Gast beim DHB-Pokal-Finalturnier in Hamburg, und der Präsident des lettischen Handballverbands war in besonderer Mission gekommen: Weil Lettland in diesem Jahr den 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feiert, werden auch berühmte im Ausland tätige Letten als Botschafter ihres Landes ausgezeichnet. Und da gleich zwei Letten beim Finalturnier in der ausverkauften Barclaycard-Arena aufliefen, lohnte sich der Besuch von Mārtiņš Bičevskis gleich doppelt: Der 100-fache lettische Nationalspieler Evars Klesniks war mit der HSG Wetzlar am Start, und Alexander Petersson feierte am Ende mit den Rhein-Neckar Löwen sogar den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

Petersson wurde in Riga geboren, nahm aber später die isländische Staatsangehörigkeit an. „Aber für uns gehört Alexander natürlich weiterhin zur lettischen Handballfamilie. Wir hatten ihm fürs Finale alle Daumen gedrückt und sind natürlich sehr stolz, dass er den Titel gewann“, sagt Bičevskis, der Klesniks und Petersson jeweils ein Trikot und ein flüssiges Präsent für deren „sportliche Botschafterrolle für Lettland“ überreichte. „Wir Letten verfolgen natürlich sehr intensiv, was unsere im Ausland spielenden Landsleute machen“, sagte der Verbandspräsident.

Und Bičevskis, der erstmals beim DHB-Pokal-Finalturnier weilte, war nicht nur von den Auftritten seiner Stars begeistert, sondern auch von der Atmosphäre in der Halle: „So viele Fans aus verschiedenen Lagern und Städten haben für eine tolle Kulisse in dieser Spitzen-Arena gesorgt. Es war herausragend zu sehen, mit welcher Leidenschaft sie ihre Teams unterstützen, das war ein richtig tolles Event für den Handball.“

Der Fokus seines Verbands liegt jetzt ganz auf der im Herbst beginnenden Qualifikation für die EURO 2020, in der die Letten auf Slowenien, die Niederlande und ihren Nachbarn Estland treffen. „Ich denke, wir haben eine gute Chance, erstmals bei einem EM-Finalturnier dabei zu sein. Für unseren Verband stellt die Ausweitung auf 24 EM-Teilnehmer einen Meilenstein dar.“ Zuvor aber drückt Bičevskis noch dem Riesen Kristopans die Daumen, der am 26./27. Mai in Köln beim Champions-League-Finalturnier aufläuft. Im Halbfinale trifft er mit Vardar auf Montpellier. 

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